Iran am Boden? | Welche Grenze hält wirklich?03.03.2026
Abschrift
Abschrift des Videos vom 03.03.202671 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Eli
Inzwischen geht der Iran-Krieg in seinen dritten Tag, liebe Zuschauer, und auch heute macht der Iran das Terrorregime, keine Anstalten aufzugeben. Und das trotz dessen, dass das Bombardement von USA, Israel und vielleicht ja sogar bald schon Saudi-Arabien nicht nachgelassen hat und jetzt auch der Friedenspräsident Donald Trump sogar Bodentruppen angedroht hat. Und dass trotz dessen, dass er wie gesagt ursprünglich mal den Friedensnobelpreis haben wollte, keine Kriege beginnen wollte und im Wahlkampf noch versprochen hatte.
Gast
Ich kann dir sagen, du wirst keine Krieg mit mir haben und du wirst keine Dritte Weltkrieg mit mir haben. Das kann ich dir sagen.
Eli
Sprach es und begann auf jeden Fall einen Krieg, vielleicht ja bald schon mehrere. Er hat ja noch drei Jahre Zeit. In diesem Krieg auf jeden Fall hat er sich nicht mäßigen wollen, hat er nicht das Gefühl in irgendeiner Form an die Weltöffentlichkeit vermittelt, dass er jetzt genug hat. Nein, im Gegenteil. Der Engländer spricht von Double Down, also der macht jetzt alles oder nichts. Und spricht von einer großen Angriffswelle, die jetzt sogar noch bevorsteht. Er sagt, wir ziehen es durch, gemeint es mit Israel natürlich zusammen, solange es dauert. Ihm wird nicht langweilig. Auch der Weltöffentlichkeit wird definitiv nicht langweilig. Angesichts dessen, dass wir hier alle mehr oder minder auf Messers Schneide sitzen und nicht wissen, wie dieser Wahnsinn ausgeht. Er ist sich aber sicher, wir, und jetzt meint er die USA, wir vernichten die Bedrohung durchaus. durch dieses Terrorregime. Er hat sich da ganz super duper sicher, dass das klappt. Und damit das auch definitiv klappt, ist er bereit weiterzugehen als jemals ein Präsident zuvor. In diesem Fall schließt er jetzt sogar Bodentruppen nicht mehr aus. Betonung, liebe Freunde, in diesem Zusammenhang auf nicht. Es ist nicht mehr ausgeschlossen, dass Bodentruppen in dem Iran früher oder später zum Einsatz kommen. Damit versucht er etwas, was noch nie ein Präsident gemacht hat, weil noch nie ein Präsident so verrückt war, ein Himmelfahrtskommando dieser Größenordnung irgendwo auf der Welt eben nach dem Vietnam-Desaster, nach dem Irak-Desaster, nach dem Afghanistan-Desaster jetzt also noch einmal amerikanische Truppen irgendwo hinzuschicken, um dieses Desaster noch einmal zu wiederholen. Was Trump versucht, sagen auch Mainstream-Kommentatoren, ist noch nie jemandem gelungen und der Konflikt, liebe Freunde, der droht immer weiter zu eskalieren und die Krise in der Golfregion sich wirklich zu einem Weltkrieg auszuweiten. Angriffe auf zehn Länder dachten wir gestern, doch dann kamen Angriffe auf einen Stützpunkt der Briten in Zypern mit hinzu und darüber hinaus auch noch Angriffe in Jordanien und dem Irak, die sogar die Bundeswehr touchiert haben. Gott sei Dank können wir Entwarnung geben. Raketen sind abgeschossen worden. Aber Stichwort Raketen, die abgeschossen worden sind. Es sind neue Fronten eröffnet und neue Kriegsteilnehmer sind in 24 Stunden hinzugekommen. Es war ohnehin nur eine Frage der Zeit, ob Israel zusätzlich zum Iran jetzt also auch noch aus dem Norden, aus dem Libanon und aus dem Süden von den Houthis im Jemen beschossen werden würde. Und offensichtlich hat der Norden sich jetzt gemeldet. Die Hisbollah, die ja eigentlich seit 2024 ausgeschaltet sein sollte. Es gab da einen Vertrag mit dem Lebanon. Ja, die Hisbollah, die beschießt jetzt also zusätzlich auch noch Israel. Und Stichwort schießen. Schüsse sind auch gefallen bei der US-Botschaft in Kuwait. Und bei dem US-Konsulat in Pakistan, wo unter anderem andere muslimische Schiiten, die ja größtenteils im Iran leben, aber eben auch in Pakistan, unzufrieden sind damit, dass man ihr Staatsoberhaupt oder zumindest das Staatsoberhaupt der Iraner, einen großen religiösen Anführer, vielleicht ein bisschen vergleichbar mit dem Papst für die Katholiken in Europa, dass man also quasi das spirituelle Oberhaupt dieser Schiiten, sei es auch in einem anderen Land, eben umgebracht hat. Und jetzt, liebe Freunde, erreicht dieser Schock, der Kriegsschock, auch Deutschland. Denn die sogenannte Mullah-Blockade, wie man es nennt, wenn Iran die Straße von Hormus dicht macht, die könnte einen Ölschock auslösen, der wiederum eben ein Preistreiber wäre. Unter anderem für Energie, für Benzin, aber auch alles andere, was Energie und Benzin braucht für seine Produktion oder für seinen Transport zum Verkauf. Also kurz gesagt für alles. Spritpreise sind jetzt bereits auf dem höchsten Stand seit zwei Jahren und Schlangen an Zapfersäulen sollen sich jetzt präemptiv bereits bilden. Der Mittelstand, der ohnehin schon quasi am Boden lag, kriegt jetzt also zusätzlich noch einmal einen Schlag in die Magengrube. Und diese neuerliche Krise, dieses Mal ausnahmsweise nicht hausgemacht von dem Wirtschaftsministerium, Abwirtschafter CDU Zentrum der Ukraine März, sondern gemacht also nun von Israel und die USA. Diese Krise werden viele deutsche Unternehmen nicht überstehen. Wir sind also definitiv mit involviert und um das Gröbste entweder noch schlimmer zu machen oder abzuwenden. Wir werden sehen, wie er sich positioniert. will der vollkommen politisch impotente und irrelevante Befehlsempfänger Friedrich Merz, er spielt den Bundeskanzler, tatsächlich ist es ja Lars Klingbeil oder Bärbel Bas, morgen also nun zu Trump fliegen, um sich dort Marschbefehle abzuholen. Was will er dort erreichen? Keine Ahnung, aber angeblich ist er ja der Außenkanzler, obwohl wir ihn sehr gerne im Innen etwas für Deutschland machen sehen würden. Das hat er gemacht, nicht für Deutschland, sondern für sein Land. Ali Khamenei ist der jetzt nun inzwischen Verstorbene oder Getötete oder Ermordete, nennt es wie ihr wollt, in die Luft gesprengte, also nun angebliche Mullah-Diktator. Manch einer nennt ihn einfach nur spirituelles Oberhaupt, Staatsoberhaupt, wie dem auch sei. Die Welt grübelt also nun, insbesondere die muslimische Welt, was der Tod des Mullahs für die Welt eben nun bedeutet. Das ist mehr oder weniger der einzige Erfolg, den für den Moment also nun die Kriegsparteien Israel und USA vorweisen können und dafür nehmen sie ganz schön viel in Kauf. Wie gesagt, wenn man den katholischen Papst umbringen würde... müsste man sich auch darauf einstellen, dass die Katholiken weltweit vermutlich darüber mehr als verärgert wären. Und deshalb, liebe Freunde, schreibt hier der Telegram, ruft der Iran, ich weiß nicht, ob sie übertreiben oder nicht, zum Gotteskrieg, also zum Dschihad auf, während sich anti-amerikanische Unruhen im gesamten Nahen Osten ausbreiten. So zum Beispiel geschehen gestern im Jemen, wo angeblich eine Million Menschen, Jemen ist im Übrigen auch das Land, wo die Houthi-Rebellen ihre Station haben, die ja ohnehin, sag ich mal, anti-amerikanisch eingestellt sind und anti-israelisch und deshalb eben permanent Israel mit Raketen überziehen. Wie dem auch sei, man hätte es erwarten müssen. Im Jemen also eine Million Sympathisanten, die mit dem Iran auf die Straße gehen oder für den Iran auf die Straße gehen. Und das ist schon beachtlich, angesichts der mickrigen, vielleicht bestenfalls 50.000 Menschen, die man also, vielleicht kann ich euch das nochmal zeigen, die man für Reza Pahlavi in München zusammengekarrt hat. Das war ja wirklich eine lächerliche, klitzekleine, überschaubare Kaffeekränzchen im Vergleich zu dem, was der Jemen wirklich in Unterstützung des Irans auf den Weg gebracht hat. Die protestieren also für den Iran und gegen die Amerikaner, diese Massen hier, liebe Freunde, im Jemen. Und das, was ihr hier gesehen habt vor ein paar Wochen zur Münchner Sicherheitskonferenz in Deutschland, naja, das war halt eben ein klitzekleiner Haufen an Menschen. Huch, das Foto hatten wir schon. die halt eben noch dazu europaweit zusammengekarrt worden sind und manch einer munkelt, man hat denen entweder Demo-Geld gegeben oder aber man hat denen also Reisekosten gestellt, damit sie sich endlich mal hochbequemen, um eben für Reza Pahlavi dort zu demonstrieren. Wie dem auch sei, der Iran ist definitiv noch nicht geschlagen. Der Iran hat weltweit sehr viele Sympathien, offensichtlich nach diesem Angriff der Amerikaner, der jetzt wiederum selbst als Terrorangriff gewertet wird, weil er war zu 100 Prozent gegen das Völkerrecht. Und er hat also mitnichten vor, klein beizugeben, der Iran, sondern schlägt jetzt eigentlich gegen Trump zurück. Explosion um Explosion erschüttert den Nahen Osten und die Einschläge, sie kommen für den amerikanischen Präsidenten. immer näher. Gestern haben wir schon gehört, dass drei amerikanische Soldaten bei Angriffen getötet worden sind. Heute gab es keine Aktualisierung dieser vermutlich schon gestern geschönten Statistik, aber einen spektakulären Fall, denn nicht einer, nicht zwei, man munkelt gleich drei US-Düsenjets, jeder einzelne davon mehrere Dutzend Millionen teuer. sollen in Kuwait abgeschossen worden sein, abgestürzt sein, man weiß es nicht genau, mindestens einer definitiv soll wohl offensichtlich von Kuwait abgeschossen worden sein, man spricht von versehentlich, man spricht von friendly fire, aber es sind in der Tat drei US-Jets, die definitiv jetzt also nun auf dem Boden der Tatsachen gelandet sind, auf der harten Realität, dass man eventuell eben sich verschätzt hat und deshalb jetzt in Anführungszeichen glücklich ist, dass auch noch Saudi-Arabien droht, in diesen Krieg mit einzugreifen. Liebe Freunde, Saudi-Arabien ist nicht Kuwait, auch wenn für die meisten da draußen das alles nur Araber sind. Wie dem auch sei, Saudi-Arabien ist ein eigenes souveränes Land, ein Königreich mit seinem eigenen Mullah, möchte ich mal sagen, der nennt sich halt eben nur anders. Und die haben ebenfalls militärische amerikanische Basen auf ihrem Gebiet. Und als der Iran die mehrfach eben mit Raketen überzogen hat, getroffen hat und vielleicht ja auch dort die Toten provoziert hat, die Amerika eben zu beklagen hat. Ja, seitdem das eben nicht aufhört, inzwischen also 48 Stunden nun der Raketenhagel über Saudi-Arabien niedergeht, drohen jetzt also nun auch noch die Saudi-Araber in den Krieg gegen den Iran zurück. Die Frage, die immer noch ungeklärt bleibt, auch 72 Stunden nach Beginn dieses Krieges ist, ist das Mullah-Regime jetzt eigentlich überhaupt am Ende? Denn erinnert euch zurück, ursprünglich hatte man ja gesagt, wenn man schon kein Religions-Change macht, niemand hat den Islam kritisiert, was kann schon schief gehen? Wenn man schon kein System-Change macht, niemand hat von Demokratie gesprochen. Niemand hat gesagt, dass da im Prinzip irgendwie das Parlament wirklich so wie bei uns in Deutschland eine repräsentative Demokratie von Volksvertretern einführen soll. Wenn man also das alles nicht möchte, dann doch wenigstens ein Regime-Change, also anders gesagt eine fundamental religiös dominierte, im Prinzip autokratische Struktur. mit eben einem neuen Muller, aber ist man nicht gnädig, es soll jemand sein, der dieses Mal also pro-amerikanisch ist. Wenn man also wenigstens die Regime-Change schafft, naja, dann muss man ja halt eben den alten Kopf Das scheint ja wohl geglückt zu sein, aber dafür wachsen halt eben zwei neue nach. Denn auch hier hat man den Iran offensichtlich unterschätzt, denn in der Tat ist also die Machtstruktur des Irans sehr, sehr, sehr viel tiefgehender, als die Amerikaner vermutlich zuletzt gedacht haben. Hier seht ihr den inneren Kreis. Das Militär, die Staatsführung, von denen ein paar wenige getötet sind, aber die meisten weiterhin am Leben sind und sich vermutlich jetzt schon eben anschicken, diesen Machtapparat zu übernehmen. Und die Thronnachfolge, es ist ja nicht wirklich ein König, aber nichtsdestotrotz eben die Nachfolge dort von Ali Khamenei. Es könnte vielleicht sogar, man munkelt, sein eigener Sohn werden, der, das wäre erotisch für Donald Trump, sogar noch mehr fundamentalistisch ist und ein größerer Hardliner als sogar sein Vater. Trump hat, weil er gemerkt hat, dass ihm irgendwie die Fälle davon schwimmen, schon gestern, am 1. März 2026, hier seht ihr das. 1. März 2026 angekündigt, dass es Gespräche mit der iranischen Führung geben sollte über einen sogenannten Waffenstillstand. Frei nach dem Motto, bitte, bitte, bitte sagt mir, dass ihr genug habt, denn ich habe eigentlich nicht genügend Munition, um ewig so weiter zu bomben. Doch die Iraner sind in einer stärkeren Position, als er gedacht hat und lehnen prompt Verhandlungen mit den USA einfach mal ab. Offensichtlich sind sie selbstbewusst, offensichtlich sind sie mit Dichten am Ende, offensichtlich können sie standhalten und jetzt, liebe Freunde, zeigt sich erst, wie schwer und oder auch leicht die iranischen Systeme getroffen sind. Denn jetzt, wo sich der Staub legt, liebe Freunde, wird klar, vielleicht auch dem letzten, auf jeden Fall auch den Amerikanern, dass eventuell die Fähigkeiten des riesigen Landes unterschätzt worden sind. Tja, Donald Trump spielt ein riskantes Hochrisikospiel und es ist erst Tag 3 dieser menschlichen Katastrophe, die wir alle live in Farbe im Fernsehen beobachten. Was soll ich euch sagen, liebe Freunde? Uns wird definitiv nicht langweilig, wie auch Donald Trump bereits gesagt hat. Ihm wird nicht langweilig. Der Krieg im Nahen Osten ist mitnichten vorbei. Und vielleicht am wichtigsten für uns, niemand weiß, wie lange er dauern wird. Wir sehen, dass er immer größere Kreise zieht, so viel ist klar. Und dabei wurde uns noch vor ein paar wenigen Tagen gesagt, von einem großen Sympathieträger und vielleicht dem Nachfolger von Donald Trump, dass es keine Chance geben würde auf einen langen US-Krieg im Nahen Osten. Das sagte Vizepräsident Vance deutlich und alle haben ihm geglaubt, weil wie gesagt, können diese Augen lügen. Hier seht ihr das, am 27.02., Das heißt, einen Tag bevor der Krieg begann, hat Amerika sich positioniert und gesagt, dass es keinen langen US-Krieg geben würde. Heute ist man sich nicht mehr ganz so sicher. Es gibt widersprüchliche Angaben. Der US-Kriegsminister, man hat ja extra sein Ministerium von Verteidigungsministerium umbenannt in Kriegsministerium, der US-Kriegsminister sagt jetzt also nun zu der Operation Epische Wut, Dies soll kein endloser Krieg werden. Wir bringen das zu Ende. Wir kämpfen, um zu siegen. Gleichwohl hört man aber, dass auch Trump andere Kriegsfristen eben nennt, aber dabei mehr oder minder bei seinem Plan für den Iran vage bleibt und vor allen Dingen eben widersprüchlich. Es wirkt so, wie wenn die linke Hand nicht wüsste, was die rechte eben tut. Deshalb reckt man mal eben die rechte Faust in den Himmel und kündigt einen Mega-Angriff an. Und Bodentruppen, wie gesagt, sind dieses Mal ebenfalls möglich.
Gast
Der Krieg im Nahen Osten, man muss es immer wieder betonen, er weitet sich aus. Auch die Hezbollah im Libanon, die ja jahrelang von den iranischen Mullahs hochgerüstet wurden, beteiligen sich mittlerweile, greifen Ziele in Israel an. Die Sorge wächst natürlich, dass sich die Eskalation militärisch in der Region deutlich länger hinziehen könnte. Wir haben gerade auch darüber gesprochen. US-Präsident Trump sprach jetzt davon, dass die US-Angriffe auf den Iran bis zu vier Wochen, aber eben auch länger dauern könnten. Man sei bereit dafür. Deborah Nebig mit dem aktuellen Überblick. Dichterauch über Teheran. Die israelischen Streitkräfte fliegen eine neue Welle an Angriffen. Das Ziel, das iranische Terrorregime im Herzen der Hauptstadt. Irans Revolutionsgarden schlagen umso härter zurück, greifen mittlerweile zehn Länder an. Eine mutmaßlich iranische Shahed-Drohne schlug in der Nacht dann sogar auf einem britischen Stützpunkt auf Zypern ein und damit auf EU-Gebiet. Die EU-Kommissionspräsidentin ruft in Brüssel eindringlich zur Deeskalation auf. Wir müssen hart daran arbeiten, den Konflikt zu deeskalieren und seine Ausbreitung zu stoppen. Die einzig dauerhafte Lösung ist eine diplomatische. In einer gemeinsamen Erklärung halten sich der britische Premier Starmer, Frankreichs Präsident Macron und Bundeskanzler Merz militärische Maßnahmen offen, um ihre Soldaten und Staatsbürger zu schützen. Selbstverteidigung ist ausdrücklich erlaubt. Aber, so stellt es auch Außenminister Wadephul noch einmal klar, die Bundesregierung hat nicht die Absicht, sich am Iran-Krieg zu beteiligen. Währenddessen wird Israel nun nicht mehr nur aus dem Iran, sondern auch aus dem Libanon von der Hezbollah beschossen. Die israelische Armee reagiert unter anderem mit Angriffen auf Beirut. Tötet dort nach eigenen Angaben den Hezbollah-Geheimdienstchef. Israels Ministerpräsident Netanyahu erklärt, die Angriffe sollen noch intensiviert werden. Wenn das iranische Regime Atomwaffen in die Hände bekommt, dann werden sie die gesamte Menschheit bedrohen. Wir sind deshalb gestartet, um uns zu schützen und viele andere. Und deswegen möchte ich meinen besonderen Dank meinem großartigen Freund und stärksten Anführer der Welt, Donald Trump, aussprechen. Der empfängte morgen den deutschen Bundeskanzler. Merz ist auf dem Weg nach Washington. Im Mittelpunkt des Treffens der Krieg in Nahost. Das iranische Regime verfügte bereits über Raketen, die Europa und unsere Stützpunkte im In- und Ausland erreichen konnten. Und sie hätten bald über Raketen verfügt, die unser schönes Amerika erreichen könnten. In einem Interview mit der New York Post erklärte Trump zudem, dass er auch Bodentruppen im Iran nicht ausschließt.
Eli
Also, er hat erklärt, dass er auch Bodentruppen im Iran nicht ausschließt. Das ist natürlich eine superlativ Aussage, ein Statement, wie nur ein Donald Trump das eben machen könnte. Doch meint er es überhaupt ernst? Ist das überhaupt zu schaffen? Hat er endgültig den Verstand verloren? Hat das Aussichten? Baut er seine Dynastie auf? Ist er in der Tat in der Lage? Er hat sich ja eben gerade 500 Milliarden zusätzlich für jedes einzelne Jahr an Budget gegönnt. für seine sogenannte Verteidigung. Ist das also zu schaffen? Wenn es jemand schaffen kann, kann es Israel zusammen also mit Amerika schaffen, den Iran in Anführungszeichen zu befrieden, wie sie es nennen, wenn sie also 120 Mädchen in einer Mädchenschule im Iran in Schutt und Asche bomben? Diese Fragen und viele weitere mehr möchte ich heute nicht alleine debattieren, sondern mit dem mir zugeschalteten Gast, mein Kanalkompanion von Die Welt klar sehen. Ihr habt ihn schmerzlich vermisst, jetzt ist er da. Klar, den Kauwe. Hallo.
Uwe
Ja, hallo Eli, hallo liebe Zuschauer. Ich bin auch wieder da. Ein Grippevirus oder Erkältungsvirus hatte mich besuchen wollen und gastfreundlich, wie ich nochmal bin, hatte ich ihm dann doch ein paar Tage Unterschlupf gewährt. Aber nun ist er wieder davon und ja, ich bin bereit, hier mal etwas dazu beizutragen.
Eli
Wunderbar und keine Sekunde zu spät, denn wir brauchen dich wie sonst nie. Lieber Uwe, du bist ja der Mann der Tatsachen, du bist der Mann, der oft von der Eskalation alle Leute ein bisschen runterbringt und kannst du uns also vielleicht in aller Kürze erst einmal positive Aussichten geben oder glaubst du, dieser Krieg kann tatsächlich eskalieren? Immerhin eskaliert ja schon die verbale Rhetorik. Wir prügeln den Dreck aus ihnen raus, hat Trump zum Iran-Krieg gesagt und die große Welle kommt erst noch. Wie ist also deine Einschätzung, auf die wir so sehnsüchtig gewartet haben?
Uwe
Ja, also Herr Trump ist sicherlich ein guter Spruchkasper, so möchte ich das mal sagen. Er ist eben ein Businessman, ein Marketingmensch, der mehr verspricht, als dann die Ware nachher halten kann. Das kennen wir auch mit seinen Drohungen, mit dem Zoll. Also ich sage mal so, nee, das wird nichts werden. Jetzt fragst du mich, warum? Ja, es wird ein Weilchen dauern, notwendigerweise, weil, jetzt will ich das gerne auch erklären, alleine ein Luftwaffenschlag bei einem Land, was so groß ist, das kann man natürlich wochenlang, theoretisch sogar monatelang durchziehen. Das geht. Ob das dann innenpolitisch für den Trump so vom Vorteil ist, sei mal noch dahingestellt. Denn nach meinen Kenntnissen sind nur 20 Prozent der Bevölkerung dafür und alle anderen sind dagegen. Welcher Bevölkerung?
Eli
Der amerikanischen Bevölkerung?
Uwe
Der amerikanischen Bevölkerung, ja. Und selbst innerhalb der Republikanischen Partei gibt es etliche, die das nicht als zielführend ansehen. Dann stellt sich die Frage, ob die Luftwaffenangriffe tatsächlich so erfolgreich sein können. Denn wir hatten ja schon in einer Sendung vor einer Woche besprochen und dargestellt, wie weit das eigentlich ist vom Golf. Dass man da also doch ohne Luftbetankung quasi gar nicht hinkommt. Dasselbe gilt ja auch für die Unterstützung von Seiten Israels. Und Israel ist ja noch weiter weg. Von Jerusalem bis nach Teheran sind es auf dem Luftweg 1600 Kilometer. Aber die Frage ist, können die Flugzeuge, die Israel hat, können die tatsächlich direkt über Luftweg fliegen oder müssen die vielleicht einen Umweg fliegen? Und wenn sie in Umweg fliegen müssten, da gibt es mehrere Routen. Und die kürzeste Route ist ungefähr 1600, 1700 Kilometer lang und die längste Route über Saudi-Arabien, die ist 2300 Kilometer lang. Das heißt, obwohl die Israelis sehr moderne und reichweitenstarke Flugzeuge haben, bedürfen auch sie der erheblichen Unterstützung durch Luftbetankung. Und nach meinen Recherchen verfügen die über nur sehr wenige und zwar ältere Luftbetankungsflugzeuge. Und das wäre dann im Grunde genommen, sag ich mal so jetzt für die Iraner, eben das Hauptangriffsziel. Die sind ja gut im Raketenschießen und die würden ständig auch nicht gegen die... gegen die Kampfflugzeuge antreten, weil die sind ja sehr schnell, sondern die würden antreten und versuchen eben diese Tankschiffe zu versenken sozusagen. Also sprich, das mag dem vielleicht nicht gelingen, aber das würde auf jeden Fall die Luftoperation erheblich stören. Und nach meinen Recherchen sind die Flugzeuge, die die Israelis haben, extrem wartungsanfällig. Das heißt, die können das vielleicht 14 Tage machen, aber keine vier Wochen und keine vier Monate. Also das wird von Seiten der Israelis logistische erhebliche Probleme geben, anders als bei den Amerikanern, die über den großen Teich immer wieder neuen Nachschub auf ihre beiden Trägerflotten liefern könnten. Das wäre also durchaus möglich. Und wenn du jetzt die Frage stellst mit Boots on the Grounds, das hatten wir ja auch schon vor einer Woche besprochen, Eli. Es hat noch nie den Fall gegeben in der moderneren Zeit, dass ein größeres Land alleine durch Luftschläge erobert werden konnte. Man muss immer Truppen haben. Nun kann man natürlich nicht genau sagen, wie viele es sind, aber wir sehen ja schon im Ukraine-Russland-Krieg, da sind ja schon auf beiden Seiten mehrere hunderttausend gestorben. Wie viele Hunderttausende oder Millionen wurden da schon eingesetzt? Man weiß es nicht. Und was die Amerikaner betrifft, die haben bisher immer nur gegen Schwächere gekämpft, zum Beispiel gegen den Irak. Und selbst dort haben sie damals in der Anfangsphase 150.000 eigene Truppen mitgebracht. für den Bodenkampf und haben noch Alliierte gehabt und und und und letztendlich haben gegen den Irak, der von der Fläche her nur wesentlich kleiner ist als der Iran und der nur ein Viertel so viel Einwohner hatte, haben die 465.000 Bodentruppen am Hochpunkt vor Ort gehabt. Und hier stellt sich die Frage, wie viele Bodentruppen bräuchten die Amerikaner, um jetzt ein viel größeres Land mit 90 Millionen Einwohnern und dann noch, wo ist denn Teheran eigentlich, wie kommt man denn da eigentlich hin? Wie kommt man da hin? Also würde man jetzt zum Beispiel sagen, ja ich komme da vom Golf hin, da müssten ja die Truppen erstmal 1000 bis 1300 Kilometer durch Wüstengebiet, durch Gebirge fahren und und und, bevor sie überhaupt in Teheran ankämen. Es gibt tatsächlich rund um den Iran sieben Grenzen. Man müsste dann noch prüfen, durch welche dieser Grenzen ein amerikanisches Aufmarschgebiet stattfinden könnte. Wenn man denn nicht den weiten Weg vom Golf machen würde. Aber wenn man genauer hinguckt, bei allen Grenzen ist es so, dass da immer Gebirge sind. Das heißt, da sind Engstellen, da sind Pässe. Da ist ein extrem hoher logistischer Aufwand und das Risiko, ich habe das mal analysieren lassen mit der KI, bei allen sieben Stellen, selbst im Norden, am Küstengebiet, geht es sofort mit Steilküste los. An allen sieben Stellen ist so viel Gebirgssituation, dass eine militärische größere Operation einen hohen bis sehr hohen oder extrem hohen logistischen Aufwand bedeuten würde, mit einem sehr hohen, überwiegend sehr hohen oder zumindest hohen Risiko auf Scheitern.
Eli
Liebe Zuschauer, ganz kurz während der Uwe dann gleich weiter erzählt, man sieht das schon allein aus der Luft. Also man sieht, wo es ein flaches, sag ich mal, Wüstengelände gibt. Das ist hier alles auf dieser Halbinsel Syrien, Irak, Kuwait. Es ist halt sehr wüstig, natürlich dann auch die Vereinigten Arabischen Emirate, aber das ist eben flach. Und je dunkler hier an dieser Stelle, umso mehr merkt man, da sind eben die Gebirge. Und scrollt man also hier hoch zum Iran, sieht man, das ist ja quasi nur Gebirge. Das ist ja 100%iges Gebirgenland. Also das ist ja Afghanistan-Albtraum 2.0, wenn die Amerikaner oder irgendjemand sonst da wirklich reingehen würde. Warum Afghanistan? Weil Afghanistan ähnlich gebirgig natürlich ist. Und wie das ausgegangen ist, wissen wir aus der Geschichte. Weder Russland hat Afghanistan wirklich erfolgreich erobern können, noch die USA. Also gerade ein gebirgiges Gebiege zu erobern, ist fast unmöglich.
Uwe
Das ist genau der Punkt. Die Bodentruppen, die man sich normalerweise vorstellt, das sind ja die mechanisierten Verbände. Das sind Kampfpanzer und das sind Schützenpanzer. Das sind die Gerätschaften, die Israel so groß hat. Weil Israel ist ein Wüstenland, da kann man das gut gebrauchen. Da ist alles flach, da kann man kilometerweit schießen. Bis auf die Golanhöhen, da ist noch ein bisschen was anderes. Aber im Iran, da ist fast alles Gebirge. Das heißt, da kann man mit einem Panzer gar nichts anfangen. Da kann man mit einem Schützenpanzer nichts anfangen. Da kann hinter jedem Bergvorsprung irgendwo ein Hinterhalt lauern. Das heißt, das ist quasi unbeherrschbar. Und das war ja auch der militärische Grund, warum niemand... weder die Russen noch die Amerikaner Afghanistan erobern konnten, obwohl die ganz schwach bewaffnet waren. Nur weil die sich einfach in irgendwelche Gebirgslöcher zurückverzogen haben, in irgendwelche Täler, wo keiner hin konnte. Das heißt, man kann mit Boots on the Ground, also mit Bodentruppen, kann man im Iran gar nichts machen. Absolut gar nichts. Man kann nur an der Grenze dort irgendwelche Sicherungsmaßnahmen treffen. Mehr aber auch nicht. Wenn man dort wirklich mit Personal hin will, dann müssten das ja Luftlandetruppen sein. Und die Frage ist, gut, die könnten sie hinbringen. Den Flieger haben sie ja. Die iranische Luftwaffe ist nicht so beweglich, nicht so modern wie das, was die Amerikaner und Israelis haben. Also das könnten sie schaffen. Eben Fallschirmjägertruppen direkt über Teheran und anderen Städten, Isfahan und was auch immer sein mag, militärischen Anlagen. im Umkreis dort eben abspringen zu lassen. Ja, aber dann sind die da auch alleine.
Eli
Okay, Uwe, aber dass das grundsätzlich möglich ist, das hat heute Dan Caine gesagt, der oberste General der amerikanischen Streittruppen, der einmal die Lage zusammengefasst hat nach 57 Stunden. Das bietet sich an, weil er spricht über die Luftüberlegenheit. Wir sind jetzt... Was auch immer das heißt.
Gast
Wir sind jetzt ungefähr 57 Stunden in der Operation.
Eli
Wir haben also 57 Stunden seit dem Beginn der Operation.
Gast
Ich übersetze mal.
Eli
In den ersten Stunden war also quasi die Befehlszentren der Hauptfokus von CENTCOM. Das ist wie auch immer die halt eben ihre Militärschlag Einrichtungen da eben nennen. Zuerst also naval, also alle möglichen Häfen, alle möglichen Anlagen, die halt eben Meereszugang haben. Dann alle möglichen Raketenabschussrampen und raketenfähigen Anlagen, die ballistische Raketen tragen können. Und dann halt eben Intelligenz, Infrastruktur, Intelligenz ist im Prinzip Aufklärung.
Gast
Und das wurde alles so gemacht, um sie im Prinzip zu verdattern und zu verwirren.
Eli
Wir haben die Kommunikation durch Cyberangriffe effektiv unterdrückt. Was dazu geführt hat, dass der Feind also keine Möglichkeit hat zu sehen, mitten in sich selbst zu kommunizieren und eben ordnungsgemäß Vergeltungsmaßnahmen oder andere Antworten oder Reaktionen auf den Weg zu bringen. Und das kombinierte Resultat von all diesen Angriffen hat dazu geführt, dass jetzt also die USA Lufthoheit über dem kompletten Iran besitzen. So viel also dazu. Uwe setzt dann nochmal an. Sie könnten also Fallschirmjäger abwerfen in massiver Zahl, aber würde das reichen?
Uwe
Ja, das würde wahrscheinlich nicht reichen, denn es geht ja darum, dass man zwar dort Truppen sind, die könnten aus der Luft natürlich auch mobil versorgt werden. Das ist ja bei Fallschirmjägern durchaus denkbar. Teilweise versorgen die sich natürlich auch selbst. Das gehört ja zu deren Training. Aber wie wir ja auch schon besprochen hatten, man muss ja dann erstmal das Regime stürzen. Das heißt, man muss erstmal die Revolutionsgarden besiegen. Das sind ja bloß 800.000 Mann insgesamt.
Eli
1,2 Millionen Leute, bewaffnete Menschen insgesamt.
Uwe
Genau. Und das will man jetzt machen mit wie vielen Soldaten? Hat die Armee in den USA tatsächlich insgesamt überhaupt schon so viele Soldaten? 1,2 Millionen? Ich weiß das gar nicht. Das müsste ich selber mal recherchieren. Also ich glaube, mit bloßen Fallschirmjägertruppen alleine wird man keinen Häuserkampf durchführen können, um dann 800.000 Revolutionsgarden zu besiegen. Das dürfte schwierig werden. Aber jetzt nehmen wir mal an, es würde gelingen, in die Revolutionsgarden zu spalten. Einige würden aufgeben und man hat ja die Lufthoheit und alles platt. Alles gut und schön. Und am Ende würde tatsächlich die USA... gewonnen haben. Was passiert dann? Dafür gibt es Erfahrungswerte, die sogar von den USA, denn die haben ja, wie manche meinen, über 75 Regime-Changes in ihrer Geschichte schon durchgeführt, sprich 75 Regierungen von ungefähr 194 haben die schon ausgewechselt. Wenn das stimmt, dann wissen die auch, was dafür erforderlich ist. Und dann gibt es eine ganz interessante Kennzahl, die sogar schon im amerikanischen Kongress öffentlich diskutiert wurde, nämlich, dass es nicht ausreicht, nur ein Land zu erobern und die Herrscher irgendwo in die Pampa zu schicken. Weil es eben noch viele Menschen gibt, die auch dann immer noch das alte System gerne wieder hätten, auch wenn die Herrscher tot sind. Das heißt, es gibt also einen erheblichen Widerstand im Volk. Es gibt Saboteure, es gibt Widerständler. Und dafür gibt es eine Kennzahl. Man braucht pro tausend Bürger, Mann, Frau, Kind, braucht man 20 bis 25 Kontrolleure. Das heißt, man braucht also bei 90 Millionen Menschen, kann man sich das mal durchrechnen, Ja, wie viel das sind, das sind also über eine Million Kontrolleure, die man benötigt. Das heißt, selbst wenn der Krieg gewonnen wird, braucht man, wenn die Bevölkerung nicht sofort begeistert mitspielt, braucht man über einen Zeitraum von voraussichtlich mindestens 10, wenn nicht gar 15 Jahren etwa eine Million Amerikaner oder amerikanisch freundliche Bürger aus dem Iran, sprich also Überläufer. Und selbst wenn das nur 90% wären, 90% die Überläufer wären, müssten die restlichen 10%, die die Überläufer Oberkontrolle ausüben, werden auch noch ungefähr wenigstens 100.000. Das heißt, die Amerikaner müssen für einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren vor Ort 100.000 Leute mindestens stationieren, um das Land vor Unruhen zu bewahren. Und da stellt sich die Frage,
Eli
Uwe, ganz kurz, bevor du jetzt schon das optimale Szenario weiterzeichnest. Was bräuchte es denn eigentlich, um 1,2 Millionen Soldaten zu besiegen? Also ich meine, klar kann man da vieles bomben, aber was wäre das für ein Genozid, wenn die 1,2 Millionen Menschen töten? Ich sage das vor dem Hintergrund, dass jetzt ja angeblich nur 2000 Menschen gestorben sein sollen im Iran. Wir haben natürlich keine offiziellen Zahlen. Wer soll das auch zählen? Wer soll das auch in irgendeiner Form kommunizieren? Aber angegriffen worden sein sollen größtenteils eben nur Militärbasen. Deshalb denke ich, dass die paar Tausend, die gestorben sind, zu wahrscheinlich 99 Prozent Soldaten sind. Wohlgemerkt, selbst wenn es 20.000 sind, haben die immer noch eine Million, 100.000 und dann noch darüber hinaus, die sehr regierungstreu sind. Also vielleicht in aller Kürze gefragt, was bräuchte es denn überhaupt erst einmal um 1,1 Millionen Soldaten? Ich meine, die kannst du ja nicht zum Überlaufen bringen, um die dann zu besiegen.
Uwe
Ja, das sind eben diese quantitativen Fragestellungen, die sich hier ergeben. Man darf eben nicht vergessen, die Amerikaner haben eine Strategie, die sie über Jahrzehnte entwickelt haben und die eigentlich immer so war, dass sie sich möglichst deutlich schwächere Gegner gesucht haben. Und da war immer das Grundprinzip, zuerst werden sie monatelang mit Luftschlägen bombardiert, um den Widerstand zu zermürben. Und dann erst kommen die Bodentruppen. Und die wiederum haben natürlich auch noch ihre Vortruppen und und und. Da will ich jetzt nicht im Detail drauf eingehen. Das heißt, diese Strategie Die hatte man ja eben jetzt auch den Ukrainern versucht beizubringen, dem Krieg gegen Russland. Es hat ja nicht funktioniert.
Eli
Und das dauerte erst nur schon vier Jahre, der Krieg. Und das Land ist ja immer noch nicht zermürbt. Und ich sage vor diesem Hintergrund, Uwe, ganz kurz ein Gedanke. Die Amerikaner sind ja super duper übermoralisch. die Israelis ja auch und behaupten zumindest, dass sie also zivile Gebiete, wo man zermürben müsste, wo man also Stromanlagen, Industrieanlagen und so weiter angreifen müsste, dass die das ja gar nicht angreifen und dass sogar diese Mädchenschule nur angegriffen worden ist, weil sie, Achtung, auf einem Militärstützpunkt stand und deshalb in Anführungszeichen zufällig halt eben in der Nähe gewesen ist. Also anders gesagt, selbst die Zermürbungstaktik würde ja gar nicht gehen, weil die schon aus moralischen Gründen ausgeschlossen wird und bis jetzt dann auch gar keine Anwendung gefunden hat.
Uwe
Ja gut, das kann man natürlich so sagen, wenn man das Kriegsvölkerrecht und ähnliche internationale Institute dann als eine Norm setzen würde. Aber hier ist ja alleine schon durch den ausdrücklichen Vorsatz ohne einen objektiv prüfbaren Aggressionsgrund der Iraner dort jetzt quasi militärisch aktiv zu werden, sprich das nennen wir ja einen Angriffskrieg, Trumps Angriffskrieg in Analogie zu Putins Angriffskrieg, das ist ja ganz klar völkerrechtswidrig und nicht nur völkerrechtswidrig, sondern in Amerika mehren sich ja nun auch höhere juristische Stimmen. Also jetzt nicht irgendwelche Linken, die Demokraten sind, sondern einfach Fachjuristen. verschiedenster Bewegungen, die sagen, das geht überhaupt gar nicht, das ist weder völkerrechtlich nachvollziehbar, sprich ist illegal und es ist noch nicht einmal durch irgendein Gesetz in den USA zu rechtfertigen, sprich es ist national und international ist eine völlig illegale Aktion. Man könnte auch sagen, das ist eine verbrecherische Tat und zwar national und international. Also Herr Trump hat sich damit Ja, ich will das jetzt nicht beurteilen, ich bin ja kein Jurist, aber wenn man diese Annahmen jetzt mal als gegeben nehmen würde und die voraussetzt, ist er in zweifacher Weise mit dieser Aktion zu einem internationalen und nationalen Kriegsverbrecher geworden. Und jeder, der diesen Vorgang quasi unterstützt und sagt, ja, wir müssen doch weg, die Mullahs und Pipapo und Trump soll man machen und Israel soll man machen, Der stellt sich in die gleiche Linie mit Kriegsverbrechern. Und das ist zumindest, ich meine, ich kenne jetzt die amerikanischen Gesetze nicht so genau, aber dass es nach dem internationalen Völkerrecht keine Verteidigungsaktion war, sondern eben ein Präventivschlag, das ist ja unzweifelhaft. Und insofern, was wollen wir jetzt? Wollen wir uns jetzt solidarisieren mit einem Kriegsvölkerverbrecher? Wollen wir das? Wollen wir darüber reden, was er tun muss, um sein Verbrechen endlich zu Ende zu bringen oder was? Und wenn wir das Juristische außen vor lassen und sagen, scheiß drauf, wir reden nur um was Militärisches.
Eli
Genau, erinnere dich zurück, Uwe, weil eigentlich hatte ich ja gefragt, Zermürbungsstrategie findet also überhaupt nicht statt aus militärischen und moralischen Gründen.
Uwe
Und da gehört nämlich die Zerstörung von zentraler Infrastruktur dazu. Das heißt, in der ersten Phase, und das ist dann eben über das Kriegsvölkerrecht noch abgesichert, da darf man quasi die Kombatanten vernichten, also die Soldaten der anderen Seite vernichten. Und alles andere, was darüber hinausgeht, das darf man nicht. Das ist Ibb, das verstößt gegen die Menschenwürde, gegen alles mögliche verstößt das. Man hat nur vergessen, dass der Sinn eines jeden Krieges immer war, mit dem Tod der Zivilbevölkerung zu drohen. Nach dem Motto, wenn du nicht so willst, wie ich will, dann mache ich dich platt. Und das mit dich war gemeint, dein Volk und dich zuletzt. Das heißt, das ist zwar kriegsvölkerrechtlich überhaupt nicht wünschenswert, aber das ist das Wesen des Krieges, wenn man ihn mal rein militärisch betrachtet. Und insofern, wer schon im ersten Schritt zeigt, dass er das Kriegsvölkerrecht nur als Toilettenpapier benutzt, Der wird, wenn ihn nicht von anderen Seiten Kräfte bremsen, null Problem haben, den zweiten Schritt zu gehen, nämlich Infrastrukturmaßnahmen, Anlagen zu zerstören. Also Kraftwerke, Umform- und Umspannwerke, Energieversorgungsanlagen. Irgendwelche Brücken und, und, und, und. Um eben die Bevölkerung weich zu kochen. Um eben von innen einen Regime-Change zu erzeugen. Um Druck auf die Bevölkerung auszuüben, weil das normale Volk sagt, ja, ich will doch nur in Ur leben. Und bitte, bitte, meine liebe Regierung, gebt doch endlich nach. Lieber gehe ich in Gefangenschaft und lebe, als dass ich bei 30 Grad im Minus in Kiew friere.
Eli
Wie weit Trump gehen wird, das besprechen wir auch heute im Bonusteil, lieber Uwe, du sprichst seit dreieinhalb Minuten und ich hab's getimt, ich musste jetzt mal dazwischen gehen, tut mir leid. Und das ist natürlich eine spannende Frage, der wir eben im Bonusteil nachgehen werden. Ich finde aber deine Herleitung definitiv richtig, wir müssen aber im Sinne der Zeit ein bisschen weitergehen. Fakt ist, wir halten fest, die große Welle kommt erst noch. Für die Spekulationen, wie gesagt, bleibt ja im Bonusteil noch Zeit. So, für den Moment sind die Zitate natürlich martialisch. Du hast absolut recht, das Völkerrecht scheint offensichtlich nicht mehr sehr viel wert zu sein und man sieht auf jeden Fall eine Ausweitung eben dieses Krieges. Lass uns mal an dieser Stelle zweifach die Ausweitung jetzt beleuchten. Einerseits temporär und einerseits lokal. Wir haben jetzt nur schon gehört, die Saudi-Araber wollen eventuell da eben mit reintreten. Erwartest du, dass Saudi-Arabien jetzt genügend in Anführungszeichen eben geschwächt, angegriffen, provoziert ist, dass die tatsächlich ernst machen und in diesen Krieg noch zusätzlich mit eintreten?
Uwe
Also Saudi-Arabien war ein maßgeblicher Ratgeber neben Israel, Herrn Trump dringend zu diesem Angriff zu raten. Also Saudi-Arabien ist selber ein Kriegstreiber. Und Saudi-Arabien ist von all diesen ganzen Emiraten am besten und am stärksten mit militärischen Waffen ausgerüstet. Und deren hauptsächliche Stärke liegt eben in einer Luftflotte. Die haben da relativ modernes Gerät. Gut, die haben aber keine Kampferfahrung. Das muss man klipp und klar sagen. Insofern müssten die im Grunde genommen sich militärisch der US-Führung unterstellen, weil die ja gar nicht wissen, wie man so einen Krieg richtig zu führen hat.
Eli
Und auch hier haben natürlich auch die geografischen Herausforderungen, auf dem Gebiet des Irans eben Bodentruppen einzusetzen, wohlgemerkt von dir, eben angemerkt, die eben ungeübt sind und unter Anführung der Amerikaner oder Israelis, die davon auch keinen Plan haben, die den Iran auch noch nicht erobert haben, würden die sich ebenfalls auf eine, ich will mal sagen, so ein bisschen so ein Himmelfahrtskommando, so eine Suicide Mission eben einlassen, wo definitiv ganz, ganz viele Saudi-Araber eben auch dabei sterben würden. Das ist einfach militärischer Fakt. Also du sagst auch da eine Drohgebärde. Was sagst du denn dazu, dass die Amerikaner aktuell selber nicht so richtig wissen, wie lange das alles eben gehen wird? Der Horizont, der wird immer wieder verschoben. Es hieß zuallererst, der hat den Ukraine-Krieg in 24 Stunden beenden. Jetzt ist er schon über ein Jahr drüber. Dann hieß es ja ursprünglich, es gibt überhaupt keine Chance auf einen langen US-Krieg im Nahen Osten. Inzwischen sagt man ebenfalls kein endloser Krieg. Aber Trump selbst sagt, je nachdem, wen er dann fragt oder wer ihn fragt, zehn Tage, zwei Wochen bis hin zu vier Wochen. Also vage und widersprüchlich ist wirklich noch untertrieben. Wie lange kann das denn jetzt eigentlich noch alles gehen?
Uwe
Also ich sage mal, aus amerikanischer Sicht, rein militärisch, ohne jetzt innenpolitische Probleme in den USA zu berücksichtigen, ohne Widerstand von Seiten der Golfstaaten zu berücksichtigen, ohne Intervention von Russland und von China zu berücksichtigen, würde ich sagen, rein militärisch kann das locker noch vier Wochen bis acht Wochen gehen.
Eli
Kann oder wird? Ich meine, kann, kann alles. Es kann auch sein, dass das vier Jahre geht.
Uwe
Ja, theoretisch kann es noch viel länger gehen, aber für solche Maßnahmen ist das eigentlich eher die Obergrenze. Das heißt, die Frage, die sich hier stellt, ist eigentlich, wer entscheidet, wie lange es geht. Und ich habe so den Eindruck, dass hier jemand entscheidet, der viel weniger Ahnung von Kriegsführung hat als zum Beispiel ich.
Eli
Okay, wir hören mal rein, was die Nachrichten sagen. Trump weitet in der Tat den Zeitraum für seine Angriffe immer weiter aus.
Gast
Gordian, gibt es neue Erkenntnisse zum Krieg nach diesem Statement von Donald Trump?
Eli
Das ist der US-Korrespondent von NTV.
Gast
Er hat ein bisschen detaillierter gesagt, was bisher alles erreicht worden ist. Zum Beispiel ist die Zahl der offenbar versenkten iranischen Kriegsschiffe auf zehn gestiegen. Also da gab es ein paar kleine Updates. Und er hat noch einmal den Zeitraum, der ja im Prinzip angekündigt war, wie lange das dauern könnte, gefühlt noch einmal ausgeweitet. Am Anfang hat man über eine Woche geredet, dann waren es zwei, gestern waren es vier, jetzt fünf. Aber er hat deutlich gemacht, egal wie lange es dauert, Sie werden nicht müde, diese Mission zu Ende zu bringen, was auch immer am Ende stehen wird. Das hat er auch hier offen gelassen. Aber das waren so die Neuigkeiten, die Trump jetzt hier in seiner kurzen Eröffnungsrede noch einmal genannt hat.
Eli
Ich meine, ich habe da sofort Fragen über Fragen. Ich meine, du bist jetzt da, ich projiziere das mal auf dich. Was ist denn eigentlich noch mit der Ukraine? Kann die da noch unterstützt werden effektiv? Die haben ja jetzt auf Kriegswirtschaft natürlich auch ein Stück weit umgestellt, dass die ganzen Rüstungsgüter eben für die Ukraine produziert werden. Wird die jetzt also nun fallen gelassen, wenn man sich von heute auf gleich umstellen muss auf vier Wochen Munitionsvorrat, Raketen und was auch immer es sonst noch an Infrastruktur braucht, um jetzt am Anfang, sondern in der Welt viel weiter weg von jeglichen irgendwelchen strategischen Partnern, trotz dieser Militärbasen, um jetzt also im Wüsten, im Berggebiet einen weiteren Krieg zu führen, einer ganz anderen, überhaupt nicht hybriden Art. Also allein die Ukraine-Frage, die im Raum steht und dann die Kostenfrage, was so etwas überhaupt kostet, jeden einzelnen Tag, jede einzelne Woche, jeden einzelnen Monat. wo ja die Amerikaner ja ohnehin schon Billionen verschuldet sind und so weiter und so fort. Und dann noch erinnere dich zurück, lieber Uwe, der politische Faktor ursprünglich war ja nicht nur der Friedenspräsident, sondern er hat ja auch noch Midterm-Elections diesen November. Das heißt, er braucht ja eigentlich ein Land im Saubermann-Zustand, bei dem er ja auch innenpolitisch ein bisschen was reißen muss. Aber innenpolitisch hat er ja, wie wir in Minneapolis gesehen haben, nur Probleme. Und jetzt verliert er sich wie unser deutscher Bundeskanzler im Außen und möchte jetzt also auch noch einen Krieg. der selbst, wenn er vier Wochen lang geht, Milliarden kosten wird, vom Zaun brechen. Ist es überhaupt also zu halten? Zwei, drei, vier, fünf Wochen, wie er gesagt hat?
Uwe
Ja, also ich glaube, es liegt an der Fehleinschätzung von Trump. Deswegen sagte ich eben ein bisschen, ich sag mal ironisch, der Krieg wird hier geführt und angeführt von jemandem, der weniger Ahnung hat als ich. Gut, ich war ja mal Offizier bei der Bundeswehr. viele Jahre her. Aber Herr Trump, der war immer nur Kaufmann und das ist mittlerweile ein alter Mann, der irgendwo jetzt so leicht ein Nero- und Caligula-Syndrom hat. Er glaubt, er könnte alles, weil er oben sitzt und die Schalter einer großen Maschine bedienen kann. Aber als Kaufmann versteht er die Maschinen nicht so richtig und er versteht auch die Menschen nicht so richtig. Denn hätte er und seine Berater eine bessere Kenntnis von der iranischen Mentalität, dann hätte er sich auf dieses Abenteuer gar nicht erst eingelassen. Wir haben das jetzt gerade gestern oder vorgestern gesehen, da war er irgendwie so ein bisschen pikiert, dass die Iraner seine Verhandlungsangebote abgelehnt haben. Was sollten die Iraner verhandeln? Die alten Männer, die da herrschen im Mullah-Regime und die nicht ganz so alten, die die Führungsposten haben, die erinnern sich doch sehr gut daran, was sie mit den Amerikanern schon für Erfahrungen gemacht haben, wie sie ausgetrickst wurden. Die wollen sich das doch kein zweites Mal gefallen lassen. Die wissen ganz genau, dass wenn sie jetzt zu einer Friedensverhandlung hingehen, wird von ihnen erwartet, dass sie kapitulieren. Und dann würden sie ihr Gesicht verlieren. Sie würden ihre Funktion für ihre eigene Mission verlieren. Also sagen sie, natürlich verhandeln wir auf dieser Basis nicht. Und Herr Trump hätte das vorhersehen können, sein ganzes Team hätte diese Mentalität vorhersehen können, dass die Iraner als uraltes Kulturvolk ein stolzes Volk sind, dass sie ein starkes Volk sind, dass sie rein durch das Gelände, auf dem sie wohnen, quasi unbegrenzt, eroberbar sind. Selbst mit modernsten Waffen nicht. Und dass sie sich von einem wochenlangen Bombardement auch nicht zerstören lassen. Das heißt, das hätte man alles vorhersehen können, hätte man die Bereitschaft gehabt, sich in die Denkweise des Volkes einzudenken. Das passiert hier offensichtlich nicht. Das heißt, der Trump, das ist jetzt meine Spekulation, Er glaubt, wenn er jetzt noch ein bisschen mehr Druck macht, noch jeden Tag tausend andere Ziele angreift mit seinen Bombern, dass das dann die Iraner dann irgendwie weich kochen würde. Und das wird nach meiner Einschätzung der iranischen Mentalität gerade nicht passieren. Sondern ganz im Gegenteil. Bis auf die absoluten, ich sag mal, Mullah-Regime-Gegner, die ja die Minderheit im ganzen System in Iran sind, werden sich alle anderen, die sonst zerstritten sind, jetzt unter diesem Bombardement vereinigen in eine, ich sag mal, quasi Anti-Amerika, Anti-Israel-Gruppierung oder Koalition. Und die werden das vorhandene Mullah-Regime unterstützen. Vorausgesetzt, dass das nicht von innen selber sich zerreißt. Das heißt vorausgesetzt, dass die ihre eigene Nachfolgeregelung in einer organisierten Form umsetzen können.
Eli
Aber das haben wir uns gestern schon angeguckt, das ist in unter 48 vermutlich eben geschafft. Klar wird es jetzt interne Machtkämpfe geben, aber vor dem Hintergrund, dass das die ansonsten zerfetzt und dass die sich dessen auch bewusst sind, werden sie vermutlich nicht so mit dem Schicksal ihres Landes Casino spielen. Im Gegenteil, was du zum Ausdruck gebracht hast, sagen auch iranische Beobachter aus dem Exil, aus dem Inland, von wo auch immer man sich mit denen unterhalten kann. Alle Experten, die die iranische Nation besser beurteilen können, als die amerikanische Führung, sagen...
Gast
Ist das ein Offerung für Iran? Ich denke, was passieren wird, ist, dass selbst wenn die Vereinigten Staaten illegal iranische Führer töten können, die nächste Generation der Iraner, die Iraner, die nicht die amerikanischen Träume in Iran vor 1979 gesehen haben, einige Iraner, die nicht verstanden haben, warum ihre Eltern und Großeltern anti-amerikanisch waren, diese Iraner werden Jetzt verstehen sie, warum die amerikanische Regierung ein imperialistisches, furchtbares Regierung ist, ein Regierung, das andere Länder attackiert und kleine Kinder tötet. Sie verstehen, dass sie gegen die Epstein-Klasse kämpfen, die entweder kleine Mädchen töten oder kleine Mädchen bomben. Das ist die Regierung, die wir beobachten. Sie werden gegen diese Regierung kämpfen und sie werden dafür sorgen, dass die islamische Republik von Iran viele Jahre lebt, nachdem Amerika sich zerstört hat.
Eli
Ganz schön harte Ansage, das muss ich ehrlich sagen. Das kann jetzt natürlich alles nur Gebell sein. Hunde, die bellen, beißen nicht. Aber definitiv gibt es ja auch noch die ganze islamische Welt im Hintergrund und mindestens Pakistan, mindestens der Jemen und vielleicht auch noch eben andere Länder. Hauptsache ja eben der Iran, wenn er sich eben nicht spalten lässt, sondern stattdessen halt eben diese anti-amerikanische Sentiments, also Gefühle hervorruft. jetzt im Prinzip an eine wahre Anti-Amerika-Welle verwandelt, sollte sich eigentlich nicht spalten lassen. Vor allen Dingen, weil ja in der Tat die Amerikaner immer wieder so superduper friedlich tun, aber in Wahrheit nur überall militärische Interventionen machen und dann eben, selbst wenn sie abziehen, ihre Militärbasen hinterlassen. Uwe, das gibt uns die Gelegenheit, jetzt auf die Reaktionen zu schauen der unterschiedlichen Länder, die sich ja jetzt nun zu Wort gemeldet haben inzwischen. Großbritannien ist in einem Dilemma zwischen dem US-Bündnis und eigentlich einem Irak-Trauma. Das Irak-Trauma spielt darauf an, dass die ja schon mal blöd genug gewesen sind unter Tony Blair in diese Koalition der Unwilligen. und Unfähigen einzutreten und die haben sich im Irak ebenfalls eine blutige Nase geholt, genauso wie die Amerikaner. Waffen von irgendeiner Mass Destruction hat es dort natürlich nie gegeben, auch das war eine Lüge. Wie dem auch sei, Trump ist jetzt schon sauer auf die Briten, die haben jetzt also quasi schon verloren, da hat es noch nicht mal angefangen. Trump wütet nach Iran-Angriffen gegen den britischen Premier Starmer, weil der viel zu lange gebraucht hat, Bis er den Amerikanern also da irgendwie Flugrechte oder was auch immer eingeräumt hat, damit die auch die britischen Basen eben mit nutzen können. Nichtsdestotrotz scheint sich eben die Koalition der Unfähigen aus Europa jetzt schon zu formieren. Merz will ja morgen nach Washington fliegen, um eben Angriffe im Iran zu ermöglichen. Was erwartest du vielleicht erst einmal aus Europa? Glaubst du, dieses Dreierpack an Losertum, dass die tatsächlich so blöd sein werden, einen Irak 2.0 zu riskieren? Ich meine, ich sage mal vorneweg, März traue ich es tatsächlich zu, so blöde wie der ist, so besetzt, wie wir wirklich in Deutschland sind. Aber die anderen beiden, ich glaube, die haben genügend andere Probleme, oder?
Uwe
Auch Deutschland hat genügend andere Probleme. Also Herr Merz versucht natürlich irgendwo, er steht ja auch im Wahlkampf, insofern muss er auch ein bisschen seine außenpolitische Stärke für Deutschland kundtun. Also wir müssen immer gucken, wer ist eigentlich der Empfänger. Der Nachricht und der Empfänger solcher Statements ist mit Sicherheit nicht die Weltbevölkerung, sondern es ist die deutsche Bevölkerung oder die amerikanische, die britische oder die französische. Aber das ist nicht etwas, was außerhalb dieser Völker irgendjemand interessieren würde. Schon gar nicht die USA. Und insofern... denke ich mal, da wird nicht viel passieren können. Und die Briten, die sind schlau genug, sich auf ein solches Desaster nicht einzulassen. Also das werden die nicht machen. Die werden lieber sich überlegen, ob sie nicht der Ukraine noch eine Atombombe, eine taktische geben. Das liegt eher in deren Interessenlage. Aber die werden sich da nicht engagieren. Denn das Die Frage, die sich ja wirklich stellt und die ja im Grunde genommen bisher noch gar nicht auch in den allgemeinen Kommentatoren weltweit diskutiert wurde, ist, was eigentlich der wirkliche Grund ist, warum der Trump das überhaupt macht.
Eli
Okay, Uwe, das ist eine Meta-Analyse der Meta-Analyse und geht vollkommen weg von meiner Frage. Lass uns mal bleiben bei den internationalen Reaktionen. Wenn du jetzt also schon Großbritannien abgefrühstückt hast und Frankreich praktischerweise ignorierst, was sagst du denn über Deutschland? Der Kanzler mit seiner Bundeskanzlerakte ist ja morgen unterwegs, eben in Washington. Was will er denn dort? Was kann er denn dort erreichen? Kriegt er dort Marschbefehle, sich da mit reinzuhängen? Und wird er das tun? Okay, gut, meinetwegen, du hast recht, alle drei Länder haben Probleme aus dem Arsch, definitiv, aber das hat uns ja nicht davor bewahrt, 90 Milliarden locker zu machen für die Ukraine. Also stehen jetzt die nächsten 90 Milliarden für den Iran bevor?
Uwe
Ja, also das finanzielle Unterstützung, das kann ich mir sehr gut vorstellen, dass Herr Trump das fordert. Militärische Unterstützung von wem denn? Wir haben noch nichts, was unterstützt werden könnte. Die letzten Restbestände, die wir noch haben, die können wir natürlich gerne auch noch in den Iran schieben und dann... kann Herr Putin, falls er uns erobern sollte, das dann mit Fußtroppen machen. Also insofern, ich glaube nicht, dass es hier um Waffenlieferung geht, dass es hier irgendwie um eine aktive militärische Beteiligung gehen wird. Die Europäer, die werden einmal benötigt, um Geld reinzuschießen in den Krieg. Und sie werden benötigt, um... Kriegspropaganda zu betreiben. Und das scheint ja in Europa doch relativ gut zu funktionieren bisher.
Eli
Okay, du hast ihn gerade angesprochen, Putin. Dann lass uns mal Russland beleuchten, wie die anderen internationalen Reaktionen sind. Gestern haben wir nun schon gehört, der sogenannte Friedensstifter Donald Trump, das ist natürlich ironisch gemeint, sagte Dmitri Medwedew, ehemaliger Präsident von Russland, hat einmal mehr sein wahres Gesicht gezeigt. Das ist ein relativ klarer Seitenhieb. Putin ist da schon noch deutlicher geworden. Dies ist ein zynischer Mord, was da passiert ist. Und im Übrigen hat er ebenfalls noch gesagt, dass das nicht einfach nur passiert ist unter Missachtung aller Normen der menschlichen Moral, sondern eben zusätzlich auch noch des Völkerrechts. Weshalb ist das interessant? Weil man ihm ja die ganze Zeit, seit vier Jahren die ganzen Vorwürfe, dass er eben das Völkerrecht missachtet hatte. Deshalb wird er international geächtet und soll eben in den Haag, diesem internationalen Gerichtshof vorgeführt werden. Sein Land ist sanktioniert und so weiter und so fort. Also theoretisch müsste man das jetzt, wenn man also schon das Völkerrecht hochhält, genauso gegen Amerika und auch gegen Israel praktizieren. Aber nichtsdestotrotz, was erwartest du denn jetzt eigentlich von Russland? Russland könnte ja eingreifen, aber Russland ist ja andererseits in der Ukraine gebunden. Gleichwohl gibt es eine enge Verbindung in den Iran zwischen Russland, die ja nun schon mehrere Jahrzehnte alt ist. Russland hat ja mit aufgebaut und geholfen, das Wirtschaftswunder im Iran überhaupt erst möglich zu machen in den 50er Jahren. Das war noch unter Stalin sogar, bevor er gestorben ist. Also greift Putin jetzt den Iran ein?
Uwe
Nein, mit Sicherheit nicht, denn nach meiner Kenntnis haben die keinen Waffenbeistandsakt geschlossen. Die sind eben in kooperativer Freundschaft. Also was ich mir vorstellen kann, ist, dass Russland vielleicht eben militärische Berater schickt. Weil Russland ist ja nun eine der wenigen Länder, die jetzt langjährig Kriegserfahrung in einem größeren Krieg hat. Und ich glaube, dass er diese Erfahrung durch Berater an die Iraner weitergeben wird. Sprich, die werden dann eben... Ähnlich wie es bei der Ukraine andersrum läuft, eben vom Ausland aus dann gute Ratschläge bekommen, vielleicht auch was sie zu tun haben etc. etc. Also sprich, das ist ein ganz normales Prozedere. Die Russen selber werden dort nicht eingreifen, weil das würde unter Umständen zu Konflikten führen können, dass eben die Großmächte direkt aneinander geraten und das wäre ungünstig. Denn man darf ja nicht vergessen, noch vor einer Woche oder zehn Tagen, hat ja die russische Marine ja die jährliche Marineübung mit dem Iran dort gemacht. Während die Amerikaner dort ja schon lagen. Das heißt, wenn die Russen dort irgendwas machen wollten, irgendwie eingreifen wollten, dann hätten die das schon längst tun können. Also die werden da militärisch glaube ich nicht, dass die da was machen, sondern wenn, werden die andere Wege gehen.
Eli
Ja, wobei diese Marineübung, auf die du anspielst, wirklich halt mehr ein Schauspiel gewesen ist. Also das war wirklich die kleinste Marineübung, die man überhaupt noch so nennen kann. Alles andere wäre wirklich komplett lächerlich gewesen. Deren, sag ich mal, Kriegsinteressen und Fokus ist jetzt natürlich definitiv in der Ukraine gebunden. Und wie du auch richtigerweise sagst, ist das BRICS halt eben ein wirtschaftliches Bündnis und es gibt da also keine Verteidigungsklausel, dass man im Angriffsfall eben sich gegenseitig beistehen muss. Von daher betrachtet Russland das sehr, sehr nüchtern. Meines Wissens nach hat Putin auch noch nicht mal in einem Videostatement die Iran-Lage irgendwie kommentiert. Stattdessen hat er den Kreml-Sprecher vorgeschickt, Dmitri Peskow, der auf seine typisch russische Art ja erstmal zusammengefasst hat, wie die Position der Russen eben ist.
Gast
In diesen unruhigen Tagen wissen Sie, dass unsere Position in der entsprechenden Erklärung des Außenministeriums der Russischen Föderation dargelegt wurde. Eigentlich gibt es dazu nichts hinzuzufügen. Ich kann nur sagen, dass wir in ständigem Kontakt mit der Führung Irans stehen und die Situation rund um dieses Land besprechen. Gleichzeitig setzen wir auch unseren Austausch fort. Mit der Führung der vom Konflikt betroffenen Länder einschließlich der Staaten des Persischen Golfs stehen wir ebenfalls in Kontakt. Aber die BRICS-Mitgliedschaft sieht keine Verpflichtung zur gegenseitigen Hilfeleistung im Falle einer bewaffneten Aggression vor. Es handelt sich um eine Organisation anderen Charakters und dort geht es um Zusammenarbeit in anderen Bereichen. Das ist das Erste. Derzeit gibt es noch keine Kontakte mit den BRICS-Staaten. Wie ich bereits sagte, wir... Das ist die Reporterin.
Eli
Moment, Entschuldigung, das noch nicht. Die Reporterin kommt nachher, wenn wir uns gleich China angucken. Das ist eine KI-Übersetzung und eine KI-Synthetisierung der Stimme und manchmal hat die halt eben so einen Sprung drin. Also stellt euch vor, dass das der Peskow weitergesagt hat.
Gast
Jetzt lehnen sie bereits Verhandlungen ab. Dennoch hat auch Washington den Krieg gewählt. Welche Schlüsse kann man vor diesem Hintergrund ziehen? Der Kreml, wie sicher können wir überhaupt sein, dass nach dem Abschluss eines Friedensvertrags über die Ukraine nach einem spürbaren Fortschritt die USA nicht ebenfalls davon abrücken werden? Selbstverständlich analysieren wir die Situation und ziehen entsprechende Schlüsse. Aber wir setzen die Arbeit fort, die in unserem Interesse ist. Russland hält an seiner Position fest, die Präsident Putin wiederholt dargelegt hat, nämlich, dass eine Politik der diplomatischen Regelung der bevorzugte Weg ist und Russland bleibt offen dafür, seine Interessen genau auf diesem Weg, auf friedlichem Wege durchzusetzen. Was die Verhandlungen betrifft, die unter Vermittlung Omans zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran geführt wurden, so kann man hier natürlich tiefe Enttäuschung zum Ausdruck bringen. Denn trotz der eingehenden Informationen über erhebliche Fortschritte in diesen Verhandlungen hat sich die Situation dennoch bis hin zu offener Aggression verschlechtert. Wir haben eigene Interessen, die wir wahren müssen. Und es liegt in unserem Interesse, diese Verhandlungen fortzusetzen. Wir werden uns zweifellos weiterhin offen für diese Gespräche zeigen. Zweifellos schätzen wir die Vermittlungsbemühungen der Vereinigten Staaten weiterhin sehr. Aber in erster Linie vertrauen wir nur uns selbst.
Eli
Gut, und so weiter und so fort. Der hat einen sehr komischen Sprechduktus, bevor uns die Leute hier einschlafen. Ich denke mal, allein, wie gesagt, die Art und Weise, wie er das vorträgt, zeigt lieber Uwe, du wirst mir da wahrscheinlich zustimmen, Russland hat nicht die Fassung verloren, Russland huppt nicht panisch im Quadrat, Russland sieht überhaupt keine Notwendigkeit, jetzt irgendwie irgendetwas stehen und liegen zu lassen, um halt eben dem Iran beizustehen, oder?
Uwe
Ich glaube, wenn die Iraner Hilfe wollten, dann würden sie vielleicht Hilfe kriegen. Aber die sind ja selber, ich sag mal, gehärtet. Die sind ja in diesem jahrzehntelangen Streit mit Israel. Ich will das jetzt nicht moralisch bewerten, aber das führt eben dazu... dass man bestimmte Kriegstaktiken und Kriegstrategien und sei es auch den Schutz der Bevölkerung und dieses und jenes, dass man das alles schon oft trainiert hat. So wie die Israelis ja auch schnell in die U-Bahn-Schächte, in die Bunker runterspringen, wenn irgendwo dann Fliegeralarm gegeben wird. Also ähnlich wird das im Iran auch sein und insofern sind die quasi auch kampferprobt. Ich sage jetzt nicht, dass ich für das Mullah-Regime wäre oder dass ich für deren Politik wäre, das meine ich gar nicht, sondern dass die eben mit Krieg schon umgehen können.
Gast
Und gut, nicht in dieser Größenordnung, das haben sie in der Form nicht gehabt.
Uwe
Aber sie wussten ja, dass es früher oder später mal kommt. Und sie sind Spezialisten im Drohnenbau, im Raketenbau und wahrscheinlich auch im Bunkerbau. Sie wohnen im Gebirge. Also mal ganz ehrlich gesagt, wer will denn so ein Land ernsthaft erobern können?
Eli
Richtig, da muss man schon ganz schön verrückt sein, um so etwas auch nur zu versuchen. Normalerweise hat er sich ja wahrscheinlich in seinen Militärgeneralkreisen jetzt schon eigentlich vollkommen eben blamiert, der Donald Trump, aber das wird halt eben einfach nicht an die Öffentlichkeit gebracht. Jeder, der wie gesagt rational über das redet. aus militärstrategischer Sicht nachdenkt, müsste eigentlich ihm davon abgeraten haben. Und im Übrigen hört man ja auch, dass alle seiner Geheimdienste, 13 in der Zahl, die er da hat, ihm ja widersprechen und eigentlich sagen, also weder ist da irgendwie ein spaltbares Material, noch sind die kurz davor, jetzt die Atombombe zu haben. Das behauptet im Übrigen auch Benjamin Netanyahu seit über 40 Jahren. Im Übrigen hat er ja auch letztes Jahr gesagt, im Juni, dass die das wirklich für alle Zeiten beendet hätten. Und jetzt wird das doch wieder aus der Schublade gekramt. Also ich sag mal so, scheinheilig, ich hör dir trapsen. China hat sich dieses Mal auch aus dem Tiefschlaf gemeldet und hat ebenfalls seine Version von Annalena Baerbock, aber irgendwie halt eben doch in klassischer rausgebracht. Und auch denen ist nicht anzusehen, dass die in irgendeiner Wallung sind und dieses kleine Techtelmechtel von Donald Trump dort in irgendeiner Form ernst nehmen.
Gast
Seit dem US-israelischen Schlag gegen den Iran am 28. Februar wurden US-Ziele am Golf und in Jordanien angegriffen. Die betroffenen Staaten verurteilten dies. Wie kommentiert China die Lage? Die USA und Israel haben den Iran völkerrechtswidrig und ohne UN-Mandat militärisch angegriffen. China ist besorgt über die Ausweitung der Kämpfe auf Nachbarländer. Zudem müssen Souveränität, Sicherheit und territoriale Integrität der Golfstaaten respektiert werden. Wir rufen alle Parteien auf, die Kämpfe einzustellen, um eine Eskalation zu vermeiden. China begrüßt, dass das GKR-Sondertreffen Dialog und Diplomatie als einzigen Weg zur Krisenbewältigung und regionalen Sicherheit betonte. Die regionale Lage ist komplex. China unterstützt die Länder dabei, nachbarschaftlich enger zu kooperieren und gemeinsam für Frieden und Stabilität zu sorgen.
Eli
Das ist so ein Understatement auf höchstem Niveau. Es ist so der absolute Wahnsinn. Während sich bei uns die Nachrichten überschlagen, Rot-Röter-Eskalation, wer bietet mehr, kommt China nicht mal ins Schwitzen. Wie bewertest du denn, lieber Uwe, dieses Statement?
Uwe
Ja, das ist natürlich nicht wirklich glaubhaft. Man darf ja nicht vergessen, China ist der größte Abnehmer von diesem Öl, Gas und LNG, was sie dort im Golf haben.
Eli
Und dort, damit meint er den Iran. Uwe redet immer so passiv aktiv. Wenn er sagt die und wenn er sagt dort, dann frage ich immer wieder nach.
Gast
Ja, dort im Golf.
Eli
Ja, genau. Aber gemeint ist, der Golf ist ja groß. Die sind Abnehmer im Iran von Erdöl, um es konkret zu machen.
Uwe
Also wie auch immer sind wir uns an der Stelle einig. China ist eben der Hauptabnehmer dort. Und in dem Moment, wo jetzt die Straße von Hormuz eben den Schifffahrtsverkehr einschränkt oder gesperrt bekommt durch den Iran, oder eben die Räder dort nicht hinfahren, weil sie Angst haben, dass sie irgendwie da in die Kriegsaktivitäten einbezogen werden, ist das für China auf jeden Fall von Nachteil. Und die Frage ist eben, wie lange so ein Zustand dauern kann. Gut, niemand hat Interesse, dass der lange dauert. Schon alleine die ganze Weltwirtschaft hat da kein Interesse dran. China hat da kein Interesse dran. Und insofern ist das schlichtweg ja ein Understatement nach dem Motto, das interessiert uns nicht. Es zeigt eben eher, dass die Chinesen sich hinter ihrer Maske der Gelassenheit verstecken. Aber es entspricht ja auch ihrer Mentalität, keine aktiven Kriege zu führen. Denn der letzte größere Krieg, den sie geführt haben, war bevor eben das neue Wirtschaftssystem in Gang gesetzt wurde, also vor Deng Xiaoping. Der hat ja quasi das dann beendet. Da gab es, ich weiß nicht mehr genau, wie der Krieg dort hieß, wo der vier Jahre gelaufen war und dann war Feierabend. Und so seitdem hat China überhaupt nichts mehr mit Kriegen gehabt. Die haben zwar eine der größten Armeen der Welt, von der Personalstärke her, vom Material her, alles. Aber die haben gar keine Kampfverfahrung. Und ihre ganze Politik ist auch gar nicht militärisch aggressiv ausgerichtet. Das entspricht auch nicht historisch eigentlich deren Kultur. Die sind ursprünglich immer ein Bauernvolk gewesen und haben sich nur um sich selbst gekümmert. Das heißt, der Handel, das ist deren Krieg. Und der Kulturexport, so die Seidenstraße, die Finanzierung von Infrastrukturprojekten in der ganzen Welt, den Kauf des Hamburger Hafens, den Bau von Autobahnen in Afrika und ich weiß nicht wo. Nach dem Motto, wir bauen euch das für 99 Jahre Pacht so ungefähr und dann sehen wir weiter. In der Zwischenzeit siedeln sie ihre Leute dort an, machen Kulturexport, nehmen an der Wirtschaft teil und nachher will die keiner mehr gehen lassen. Das heißt, so kämpfen die. Und deswegen werden die sich an solchen militärischen Eskalationen nicht beteiligen, sondern die werden einfach sagen, macht mal ruhig. Je länger die USA da gebunden ist, wir können vielleicht drei Monate ohne das Öl aus dem Golf von Hormuz auskommen, aus dem persischen Golf. Und ansonsten gibt es ja auch noch Russland. Russland kann uns ja auch noch ein bisschen mehr liefern. Also insofern denke ich mal, die Chinesen werden es kompensieren können, aber auch nur kurzfristig bis mittelfristig, denn die wollen ja noch weiter wachsen. Die wollen ja noch stärker in ihrer Wirtschaft werden und dafür brauchen die noch mehr Energie. Also langfristig werden die das nicht angestehen wollen, dass diese Ölquelle versiegt.
Eli
Okay, Stichwort Ölquelle. Vielleicht nochmal zurückkommen zu Deutschland. Viele Leute machen sich ja jetzt große Sorgen darüber, dass die Benzinpreise steigen, weil diese Straße von Hormus halt eben blockiert ist. Nicht wirklich. Die Meerengasse ist an der engsten Stelle 40 Kilometer breit. Also da kann man wahrscheinlich 1000 Schiffe längs im Prinzip da reinballern. Die würden trotzdem alle noch Platz finden. Aber allein wie, Uwe, du auch in deinem eigenen Kanal ja richtigerweise gesagt hast, die Ankündigung allein reicht schon, dass die Versicherungsprämien inzwischen nicht mehr ausbezahlt werden. Oder, sag ich mal, so in die Höhe schießen, dass die niemand eben mehr bezahlen möchte, so rum. Und deshalb werden die schlimmsten Befürchtungen wahr, dass, weil die Schiffe eben alle dort blockiert sind, nun also bei uns entsprechend ja Konsequenzen zu spüren sind. Es brennen unter anderem auch Raffinerien in, wo war das, Kuwait oder Saudi-Arabien. Also es sind offensichtlich nicht einfach nur militärische eben Ziele getroffen worden, sondern auch Infrastruktur. Und Deutschland fragt sich jetzt also nun nicht einfach nur, treten also die Saudi-Araber in den Krieg ein, sondern vor allen Dingen werden also die Benzinpreise bei uns massiv steigen. Wie siehst du das denn? Hast du irgendwie die Märkte verfolgt? Steigen die Preise jetzt schon bei dir und erwartest du, dass wir also wirklich alle noch zittern müssen wegen dieser Katastrophe?
Uwe
Also bei mir ist der Tank noch halb voll und ich habe ein großes Auto, was eh viel Benzin verbraucht und ich muss dir ganz ehrlich sagen, Wenn ich mir ein Auto nicht leisten kann, wenn der Benzin 5 Euro den Liter kostet, dann bin ich selber schuld. Also mich interessiert der Benzinpreis persönlich nicht. Nichtsdestotrotz wird der hier wahrscheinlich steigen. Also ich gucke mal gerade, ob ich irgendwo mal eine aktuelle... Information habe. Da heißt es, Ölpreis ist seit Samstag um 15% gestiegen. Da war der ungefähr bei 80 Dollar, glaube ich, das Barrel. Jetzt sind sie irgendwo bei 100 oder so. Das könnte natürlich noch ein bisschen mehr werden. Ich bin nicht im Ölgeschäft versiert, ich kenne mich da nicht aus und kann daher nicht sagen, welche Auswirkungen eine 15 oder vielleicht auch 30%ige Steigerung des Ölpreises dann beim Endverbraucher haben wird. So, denn man darf ja auch nicht vergessen, es wird ja auch erst mal auf Halde gekauft. Also wenn hier dann heute bei uns schon die Preise erhöht werden, dann hat das nichts mit den Preisen zu tun, die dort im Golf gerade sind.
Eli
Man darf auch den psychologischen Effekt nicht vergessen, lieber Uwe, wenn also die ganze Welt jetzt Panikverkäufe fürchtet oder Panikkäufe, so rum eher, eben fürchtet, dann gibt es ja auch die Grundlage an der Preisschreibe einfach mal zu drehen, einfach weil die Leute offensichtlich bereit sind, diese Preise eben jetzt zu bezahlen. Also im Prinzip hat man denen die perfekte Grundlage gegeben zu sagen, ohne jede Not erhöht man mal eben die Preise und profitiert davon eben doppelt. Also je knapper das wird, umso mehr wird dann der Preis sogar noch mehr in die Höhe getrieben. Und dann hat man eben doppelt verdient als Tankstellen.
Uwe
Genau. Also die Tanker, die brauchen ja ein paar Wochen, bis sie bei uns dann sind. Und dann muss das ja erst mal von den Zentrallagern eben ausgeliefert werden. Also sprich, es dauert ja mindestens, ich weiß nicht, drei oder vier Wochen, bis dann also so ein Tanker hier an der Tankstelle quasi einverladen ist oder Teile davon. Sodass dann heute schon die Preise hier steigen, hat also dann nur, ich sag mal, geschäftliche kalkulatorische Gründe, weil die Leute bereit sind, eben mehr zu zahlen. Aber es ist nicht, dass jetzt schon die Notwendigkeit bestünde, die besteht vielleicht in drei Wochen, vielleicht in vier Wochen. Dann mag es sein, dass eben das, was man jetzt heute bestellt, dann eben eine Woche später kriegt oder das gar nicht gefertigt werden kann, weil in den Industrieproduktionstätten eben viel von diesen archaischen Rohstoffen benötigt wird als Antriebsmittel für die Verarbeitung in allen Bereichen. Und wenn das dann nicht in genügender Menge kommt, dann stocken die Lieferketten auf allen Ebenen. Und dann heißt es auf einmal, können wir nicht mehr liefern.
Eli
Ja, und spätestens dann, lieber Uwe, wird das natürlich definitiv auf den Preis eben einschlagen. Und naja, dann werden wir eben auch sehen, was das für Konsequenzen für uns alle hat. Okay, Uwe, also lass uns mal zum Abschluss kommen. Der Nahostkrieg erweitert sich definitiv aus. Für den Moment ist erst einmal kein Ende in Sicht. Es könnte sogar sein, dass Saudi-Arabien in diesen Krieg eben mit eintritt. Worüber wir noch gar nicht gesprochen haben, sind die Schläfer, die iranischen, die jetzt inzwischen schon aktiviert werden. Es gab einen Terrorangriff. der aufgrund des Krieges vollkommen untergegangen ist und dabei gab es drei Tote und 14 Verletzte, nachdem ein angeblicher iranischer Sympathisant aus Senegal, auch Muslime, in Texas eben um sich geschossen hat und da halt eben eine Schneise der Verwüstung hinterlassen hat. Aber das ist immer noch in Anführungszeichen erst der Anfang dieser Eskalation. Die Amerikaner sind sich eben nicht ganz sicher, wird das eben ein längerer Krieg laut Donald Trump oder wird das kein endloser Krieg? Wird es eventuell sogar gar keine Chance auf einen langen US-Krieg geben? Fakt ist, noch läuft er, noch ist er nicht vorbei und sollten die Saudi-Araber eben noch mit reinschlagen, Ja, dann werden sie sich vermutlich am Iran ebenfalls die Zähne ausbeißen. Meine persönliche Prognose ist, dass die ebenfalls bestenfalls mit Luftschlägen reagieren werden und nicht blöd genug sein werden, irgendwelche Bodentruppen dahin zu schicken. Aber Bodentruppen ist das Stichwort, mit dem ich jetzt also schließen möchte. Du erwartest nicht, dass Bodentruppen von Donald Trump geschickt werden. Für alle zur großen Entwarnung, noch einmal bitte in deinen Worten, das ist eine zu große Mission, als dass er das erfüllen könnte.
Uwe
Also ich denke, das Gelände gibt es überhaupt nicht her. Und der Aufmarsch wäre viel zu kompliziert. Und es würde nichts bringen. Sie können vielleicht versuchen, Einsatzkommandos zu machen, um gezielt auf Führer des iranischen Militärs Attentate zu machen, Entführungen zu machen, all sowas. Das kann ich mir vorstellen. Aber dass da jetzt größere Truppen hinmarschieren, dass da auf einmal 50.000, 100.000, 200.000 Die Soldaten gehen, ja was denn, ohne schweres Gerät, wollen die sich dann verteidigen und dann hoffen, dass sie dann im Häuserkampf was machen, Millionenstädte erobern, wie Isfahan und Teheran, wo wir wissen, dass bei solchen Gefechten der Angreifer drei bis viermal so viel Verluste hat wie der Verteidiger. Also das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, bei aller Liebe. Also das halte ich einfach für ein Märchen, um völlig ahnungslosen Hoffnungen zu verkaufen, die von vornherein völlig ins Märchenland gehören.
Eli
Also einen Grund gibt es schon, weshalb ich mir vorstellen könnte, dass die Amerikaner und auch die Saudi-Araber jetzt noch etwas länger Krieg machen und das ist natürlich, dass Krieg ein sehr, sehr profitables Geschäft ist. Vergiss nicht, wenn man seine Waffenlager jetzt leert, selbst wenn man damit überhaupt nichts erreicht, dann hat man ja die perfekte Grundlage, um zu sagen, wir haben keine Wahl, wir müssen jetzt nachkaufen, wir müssen jetzt nachbestellen, wir wollen ja nicht mit nackten Hosen oder eben ganz ohne Hosen nackt eben dastehen. So muss man diese ganzen Araber und diese ganzen Kriegstreiber und diese ganzen vor allen Dingen auch Milliardäre, man muss auch wissen, was die alle so reich gemacht hat, so muss man die eben auch ein wenig lesen, lernen. Gut, lieber Uwe, soviel also zu Irak und vor allen Dingen ganz, ganz viel Iran. Vielen herzlichen Dank für deine ersten Einordnungen.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Iran am Boden? | Welche Grenze hält wirklich?“, Die Welt Klar Sehen, 03.03.2026.
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Am dritten Tag des Iran-Kriegs analysieren Eli und Uwe Loose im Dialog, ob Donald Trumps Drohung mit Bodentruppen militärisch realistisch ist. Kernthese: Das iranische Gebirgsgelände macht eine Bodeneroberung praktisch unmöglich, eine Besatzung wäre über 10 bis 15 Jahre personell nicht zu stemmen.
