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Özdemirs Triumph? | Was dieses Votum wirklich zeigt | Landtagswahl 2026 BW | ANALYSE09.03.2026

Abschrift

Abschrift des Videos vom 09.03.202693 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Eli

Themen über Themen, über die wir alle werden reden müssen. Über die Grünen, über die AfD, über die SPD, über die FDP, über die Linken, über Baden-Württemberg und über Deutschland. Und damit wir das machen können, hole ich mir jetzt meinen Kanal-Kompanion Uwe direkt mit in den Stream. Ihr seid mit abgeholt. Ihr wisst, worauf ihr euch eingelassen habt. Insofern willkommen zurück auf dem Kanal, Kleidinger Uwe. Hallo.

Uwe

Ja, hallo Eli. Schönen guten Abend alle zusammen.

Eli

Warte mal ganz kurz, ich muss dich wieder zusammensetzen. Da bist du. Also, Kladecker Uwe ist uns also jetzt zugeschaltet. Vielen herzlichen Dank noch einmal für deine Zeit, lieber Uwe. Du hattest jetzt ebenfalls Zeit, dieses Ergebnis erst einmal zu verdauen. Vielleicht von vorne weg hat sich Baden-Württemberg abgeschafft, wie ich geschrieben habe. Ist Baden-Württemberg jetzt nun gestorben oder ist das alles wieder nur Clickbaiting und Baden-Württemberg übersteht das alles?

Uwe

Baden-Württemberg wird das schon überstehen, aber es hat sich politisch als mündiges Bundesland meines Erachtens abgeschafft.

Eli

Also definitiv politisches zumindest Schachmatt, wenn auch noch keine Todesanzeige, das ist noch ein bisschen verfrüht. Totgesagte leben ja länger. Die können ja alles außer Hochdeutsch und offensichtlich außer Wählen. Vielleicht dann zuallererst die Grünen. Wie ordnest du ein, dass sie nach dem Debakel, das die Grünen angerichtet haben, jetzt wieder einen Grünen gewählt haben?

Uwe

Ja, das ist also schon einerseits sehr erstaunlich, andererseits haben die Grünen viele Jahre lang in Baden-Württemberg eine sehr gute Position gehabt. Das heißt, sie haben die Kunst verstanden, ihre Landesgrünen-Politik doch ein bisschen marktrealistischer zu machen und sich nicht komplett mit der Bundesgrünen-Politik zu vereinen. Das ist Ihnen hier offensichtlich erneut gelungen. Die Frage ist, ob das aus Sicht der Wähler tatsächlich pfiffig war oder ob es nicht besser gewesen wäre, mal eine andere Koalition den Vorrang zu geben.

Eli

Wenn du dir die Nachrichten anguckst, die du erkennst, die du als Unternehmer ja auch selber verfolgst, von denen ja so viele auf dem Kanal bereits behandelt haben, die 30.000 Insolvenzen im Jahr, dann die 40 Insolvenzen am Tag, jetzt die 150.000 Arbeitsplätze, die abgebaut werden sollen, alleine in der Metallbranche, die Automobilindustrie, die da niederliegt, die aber eigentlich das Herzstück gewesen ist von Baden-Württemberg, löse es mal auf. War das eine clevere Idee, deiner Meinung nach von den Baden-Württembergern die Grünen zu wählen?

Uwe

Ja, offensichtlich ist ja die Transferleistung, dass die Grünen irgendwas mit zu tun haben, nicht vollzogen. Wenn den Grünen es gelingt zu sagen, dass sie ja daran gar nicht schuld sind, sondern dass es die Weltwirtschaft ist, die Lieferketten Donald Trump oder Putin, dann ist das ja politisch ein erfolgreicher Schachzug. Und offensichtlich fühlt man als Baden-Württemberger Wähler zumindest die 30 bzw. 31 Prozent, die die Grünen gewählt haben, sehen da keinen Zusammenhang.

Eli

Dass in Deutschland die Grünen ansonsten immer nur bei 11 Prozent rumkrebsen, unter anderem wegen genau diesen Resultaten, die ich gerade einblende, und sie aber jetzt hier auf 30 Prozent, zwischenzeitlich ja sogar auf 32 Prozent gekommen sind. Wie kommt es zu dieser Dissonanz, dass bundesweit die Grünen so eingeschätzt werden, wie wir zwei sie einschätzen, aber ausgerechnet Baden-Württemberg so anders?

Uwe

Ja, weil sie offensichtlich eben hier den Spagat geschafft haben, dichter an die Mitte zu rücken, zumindest vom Parteiprogramm her. Denn wenn man sich das anguckt, sind da doch so einige Positionen, die durchaus auch CDU-nah sind und die nicht ganz so grün sind. Das heißt, hier verkauft man quasi das Grüne unter dem Label, das man ja auch noch gut wirtschaften können will. Und das schaffen die offensichtlich, also zumindest politisch, das zu verkaufen.

Eli

Man hat es ja im Vorfeld schon gesehen, dass die Grünen an der AfD vorbeigezogen sind. Und auch das ist ein Zeichen dessen, wie sehr man versagt hat im AfD-Wahlkampf. Weil normalerweise ist das Thema Wirtschaft ja explizit das Thema, auf das die AfD ja sogar umgeschwenkt ist. Nachdem es ja zuerst eigentlich hieß, Migration, Migration und nochmal Migration müsste das Thema sein der AfD. Haben die ja Wirtschaft in den Vordergrund gerückt und trotzdem sind die Grünen an denen vorbeigezogen. Trotzdem hat niemand über Markus Frohnmaier gesprochen, sondern dieses Kopf-an-Kopf-Rennen war immer nur zwischen Manuel Hagel und zwischen dem Grünen Cem Özdemir. Alle haben es gesagt, dass es ein Grüner würde oder ein Linker. Und jetzt haben wir halt eben den Salat. Wir haben das Schlimmste von beiden Welten und dabei könnte es eigentlich ganz anders ausgesehen haben. Ich erinnere noch einmal an diesen Zusammenhang, viele Grafiken auf einmal, aber hier seht ihr das mal, die Bestätigung dessen vom 7. März, INSA, für Bild am Sonntag, man sieht die AfD steht bundesweit bei 25%, die Grünen sind eigentlich weit abgeschlagen bei 11%, können überhaupt nicht diesen Spagat machen, von dem du sprichst, bundesweit zumindest nicht, sich als Alternative zu Alternative zu präsentieren, aber die kognitive Dissonanz, die scheint vollkommen reingehauen zu haben in Baden-Württemberg, aus Gründen, Sagen wir einfach mal. Hast du, ich meine, ich bin mir sicher, du hast den grünen Wahlkampf nicht unbedingt so aus der Nähe verfolgt, aber traust du jetzt also Cem Özdemir irgendeine Wirtschaftskompetenz zu oder war das ein kompletter Griff ins Klo?

Uwe

Also ich traue Herrn Cem Özdemir eigentlich gar nichts zu. Ich erinnere mich, wie wir noch die Bauerndemo, war das vor ein oder zwei Jahren, beguckt haben, was Cem Özdemir dort so alles verzapft hat. Also sprich, er ist ein typischer Luftblasen-Politiker aus meiner Sicht. Und der kann eben sehr gut reden, er kann die Leute überzeugen mit seinem Schwebeln, also mit der volkstümlichen Sprache, die er dort spricht, ist er eigentlich der Muster-Migrant sozusagen. Er ist erfolgreich, er spricht perfekt und das reicht ja im politischen Leben auf. Also man muss ja was zeigen können, im Sinne von was darstellen, ob man wirklich was kann, sei mal dahingestellt. Notfalls klebt man sich an seinem Sessel fest und wer das eben nicht will, der übernimmt die Verantwortung und geht.

Eli

Naja, der geht ja jetzt nirgendwo hin. Der geht jetzt in die Staatskanzlei und wird sogar noch Ministerpräsident. Also nichts ist mit Verantwortung übernehmen. Stattdessen alles ist mit, er bereitet sich jetzt schon mal Vorspuck in die Hände und wird dann faire Verhandlungen führen mit der CDU. Lass uns mal über den Verlierer des Abends reden. Zumindest ist er so aufgetreten. Das ist ja hier der Manuel Hagel. Hast du das von der CDU erwartet, dass die sich so präsentieren wird? Ich meine, das war ja wirklich... Ein Trauerschauspiel, wie der da rausgekommen ist. Der wurde ja aufgebaut vom Bundeskanzler und noch und nöcher. Und dann dieses Gestammel.

Uwe

Ja, also ich hatte es im Vorwege, hatte ich das natürlich schon ein bisschen mitgekriegt, was er geredet hatte, wie er dort aufgebaut wurde, wie auch Kanzler Merzin ja schon quasi als Ministerpräsidenten verkauft hat. Ich persönlich halte diesen Politiker für relativ farblos, für einen typischen Mainstreamer, der... so abgeschliffen ist, dass er am liebsten nirgendwo aneckt, also eine völlig inhaltsleere Figur, dass der dann gegen einen, ich sag mal, gestandenen, bundesweit bekannten Politiker dann nicht so gut dasteht, das war in gewisser Weise schon vorhersehbar. Und was er jetzt hier dann macht, ja, mit seinem, ja, ich übernehme die Verantwortung, das ist natürlich besonders schwach, Denn im Grunde genommen ist es ja so, dass er ja nicht nur alleine den Wahlkampf bestimmt, sondern da ist ja ein ganzes Team. Das heißt, da hätte man sich ja vorher mal überlegen können oder auch vielleicht zwischendurch, warum die Grünen da so eine Aufholjagd machen und, und, und. Und insofern ist dieser Abschluss, den finde ich schwach. Also das muss ich ganz ehrlich sagen, das ist für mich kein Verantwortung übernehmen, das ist für mich ein sich aus der Verantwortung stehlen.

Eli

Indem er Verantwortung übernimmt, stiehlt er sich aus der Verantwortung. Habe ich dich gerade richtig gehört?

Uwe

Ja, weil was macht er denn für eine Verantwortung? Was ist denn seine Verantwortungsübernahme konkret? Worin besteht denn die?

Eli

Das muss er ja gar nicht präzisieren, aber der Fakt, dass er es öffentlich gesagt hat, das gilt ja. Du weißt, das gesprochene Wort und so.

Uwe

Naja, also ich sag mal so, da möchte ich mal sehen, was denn genau die Verantwortungsübernahme betrifft. Also ich komme ja aus dem kaufmännischen Bereich und da heißt Verantwortung, ich muss haften, ich muss zahlen, ich muss irgendwelche Verpflichtungen eingehen, die mir gar nicht gefallen. Und das alles kennen wir doch in der Politik gar nicht. Im besten Fall heißt es ja, ich trete einen Schritt zurück in die zweite Reihe und gebe meinen Antrag. Aber das ist keine Verantwortungsübernahme. Das ist lediglich ein, ich räume den Stuhl.

Eli

Richtig. Aber Stichwort, ich räume den Stuhl. Ich merke, du möchtest über die CDU nicht reden. Ich kann es nicht verdenken. Jemand, der jetzt den Stuhl räumen muss, weil es wirklich eine totale Blamage gewesen ist, ist der Mann, der so unbekannt ist, dass er nur durch die Entenpassthete irgendwie aufgefallen ist in diesem Wahlkampf. Nicht er hier, das ist der Klüssendorf, das ist der Generalsekretär der SPD. Aber wir arbeiten uns mal zu denen vor. Die SPD ist ja mit der Verlierer des Abends. Auch wenn sie noch hauchdünn im Landtag sind, könnte es sein, dass die rausfliegen. Und vor allen Dingen, man sieht im Gesicht, die haben ja jetzt schon verloren. Und das macht es nicht besser, dass die Linken und FDP genau solche Loser sind. Also, was geht denn da eigentlich bei denen ab? Wie haben sie sich positioniert?

Gast

Aber die SPD, wir müssen über die SPD sprechen, dieses Wahldebatt. Die können jetzt nicht mehr behaupten, dass sie eine Volkspartei sind. Nach der letzten Hochrechnung, die uns vorliegt, 5,4 Prozent. Das ist wirklich bitter. Und da hören wir mal, wie der SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf versucht, das irgendwie öffentlich zu verarbeiten. Es ist ein sehr bitterer Abend für uns und das Ergebnis ist natürlich auch überhaupt nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben, auch auf das, was wir gehofft haben. Man hat gesehen, dass noch mal auch zu den Umfragen, die es zuletzt gab, das noch mal runtergegangen ist. Und das ist ganz klar zu erklären mit der Dynamik, die es jetzt gegeben hat. Ich war selber im Wahlkampf unterwegs. Jeder hat, glaube ich, gespürt, wie diese Kandidatenfrage Özdemir oder Hagel auch viele Leute mobilisiert hat. Und uns geht es da wie umgekehrt. auch den Linken und der FDP, die ja auch in den Umfragen deutlich höher waren, jetzt auch unter der Fünf-Prozent-Hürde zumindest momentan auch notiert sind, dass dort richtig abgesaugt wurde von den demokratischen Parteien und es hingegangen ist zu Grünen und zu CDU. Kann das daran liegen an der Bundes-SPD zum Beispiel?

Eli

Kann das daran liegen an der Bundes-SPD zum Beispiel, fragt die Reporterin aus dem Off. Also dass die Bundes-SPD so scheiße ist, dass das abgefärbt hat auf die Landtags-SPD.

Gast

Das ist immer eine Gesamtverantwortung von uns allen.

Eli

Uwe, das war nicht die Frage an dich. Ich sage das den Zuschauern, weil man das sehr schlecht gehört hat.

Gast

Affäre stehlen auch ich nicht, das ist ganz klar. Nur wir haben natürlich auch gesehen, dass zeitgleich auch in anderen Landtagswahlumfragen, zum Beispiel in Rheinland-Pfalz, aber auch in NRW, in Mecklenburg-Vorpommern, wir deutliche Zugewinne hatten, gerade in den letzten Wochen und Monaten. Und wir werden das jetzt auch sehen in zwei Wochen, wenn sich dort auch die Kandidatenfrage zuspitzt und wenn es darum geht, ob Alexander Schweitzer Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz bleiben kann. Und dementsprechend bin ich auch ganz zuversichtlich, dass dort dann der Effekt auch wieder eintritt, aber dann zu unseren Gunsten.

Eli

Also, es ist tatsächlich in Rheinland-Pfalz in zwei Wochen Wahlen, aber da hat der SPDler, den er gerade erwähnt hat, namentlich tatsächlich gute Aussichten, weil da sind die witzigerweise Vorreiter. Also zwei Wochen können da schon den Unterschied machen. Wir gucken mal kurz den Rest des Beitrags und dann befrage ich den Uwe.

Gast

Die SPD tatsächlich am Boden, muss man so sagen, Marie, und die ersten Konsequenzen sind auch bereits sofort gezogen worden. Ja, denn man muss sagen, der Spitzenkandidat der SPD in Baden-Württemberg, Andreas Stoch, der tritt damit auch zurück. Man muss es auch sagen. Insofern, man muss es ihm auch persönlich anheften. Denn wir erinnern uns auch an den Skandal. Er macht einen Besuch öffentlich mit Kamerateam bei der Tafel und schickt dann seinen Fahrer los nach Frankreich, um Entenleberpastete zu kaufen. Ja, jedenfalls die SPD noch im Landtag vertreten. Aber wie gesagt, historisches schlechtes Ergebnis. Dieser Wahlabend steht natürlich weiter bei uns im Mittelpunkt.

Eli

Genau, aber Uwe, wir bleiben erstmal bei der SPD und diesem Mann, den vorher wie nachher niemand kennen wird können, weil ich meine, jetzt ist er ohnehin weg, der Mann, der mit der Leberpastete geglänzt hat. Die Grünen dezimieren die SPD, schreibt jetzt hier die Stuttgarter Nachrichten und das ist er. Hat der jetzt Verantwortung übernommen, so wie du dir das wünschst oder auch nur den Stuhl geräumt?

Uwe

Ja, also ich sag mal, das ist natürlich jetzt hier eine Form von Alters, ich sag mal, Alters, das ist gar nicht wieder das zweite Wort, was ich sagen will, also auf jeden Fall glaube ich, er gibt jetzt einfach auf. Altersschwäche? Ja, die Schwäche könnte man vielleicht sagen. Er gibt jetzt einfach auf nach dem Motto, also das ist nicht mehr meine SPD. Und sicherlich wird man darüber reden müssen, welchen Einfluss die Bundes-SPD dazu hat. Das heißt, anders als die Grünen, die ja offensichtlich in Baden-Württemberg ja eben traditionell sehr stark sind, war es mit der SPD zumindest hier in diesem Bundesland ja bisher nie so rosig. Das heißt, jetzt haben sie sich eigentlich komplett verabschiedet und er will sich auch nicht mehr um die nächste Legislaturperiode kümmern. Das sollen dann wohl die nächste Generation machen.

Eli

Jetzt ist aber das Spannende an der SPD nicht einfach nur, dass die in Rheinland-Pfalz am Start sind in zwei Wochen, sondern auch, dass die natürlich ja die Partei sind, die heimlich Deutschland regiert. Der Junior-Koalitionär ist ja der Lars Klingbeil und manch einer sieht ihn ja als den heimlichen Schattenkanzler. Also welchen Effekt wird das haben, dass die SPD so jetzt abgestraft worden ist und vielleicht sogar in Rheinland-Pfalz ähnlich schlecht abschneiden wird?

Uwe

Ja, ich glaube, das ist natürlich jetzt hier desaströs, weil im Grunde genommen haben ja die Bundeskoalitionäre, SPD und CDU, sich wahrscheinlich so ein bisschen darauf eingestellt, bei diesen beiden Westwahlen jeweils den Ministerpräsidenten zu stellen. Also in Baden-Württemberg macht das dann die CDU. Zwei Wochen später, in Rheinland-Pfalz, ist dann die SPD dran. Wenn jetzt also die CDU so einen Desaster macht, ist natürlich eins klar, dass die versuchen werden, in Rheinland-Pfalz noch was zu punkten. Das bedeutet, dass wir in Rheinland-Pfalz wahrscheinlich doch einen erbitterteren Kampf sehen werden, dass die SPD ihre vormalige Spitzenposition dort behaupten will und nicht von irgendwem eingeholt werden möchte.

Eli

Schweizer soll wohl der Mann heißen in Rheinland-Pfalz, der dort gerade der Spitzenreiter ist. Aber wie gesagt, so etwas kann einem schon die Luft unter den Flügeln wegnehmen, wenn man wirklich so einen Punch in die Bauchgegend bekommt. Und wenn die SPD gänzlich rausfliegt, ich meine, der Abend ist noch jung, da könnte noch was zu Ende gezählt werden, dann ist der Mann definitiv maximal beschädigt. Aber gut, jetzt sind wir bei Rheinland-Pfalz gewesen. Du sprichst ja die Bundeskoalition heran. Du sagst, sie werden jetzt alles in die Waagschale legen, um Rheinland-Pfalz, um in Rheinland-Pfalz so einen Debakel zu verhindern. Aber gesetzt dem Fall, in zwei Wochen klatscht es noch einmal. Ich meine, kippt dann die ganze Koalition bundesweit? Muss dann die große Koalition schwarz-rot überdacht werden?

Uwe

Also erinnere dich, was wir schon im Herbst letzten Jahres besprochen hatten, oder spätestens im Januar, als es darum ging, was wird mit der Koalition, speziell auch mit der CDU passieren, wenn jetzt diese Wahlen kommen. Und dass wir eben gesprochen haben, dass eben die Frühjahrswahlen, dass die quasi so eine Art Testballon sein werden. Und wenn die erfolgreich sind, dann kann man natürlich dann im Herbst oder nach dem Sommer gegen... ja ich sag mal gegen die AfD in den anderen Bundesländern antreten und hat gute Argumente. Wenn aber jetzt in beiden Wahlen die führenden Parteien ein Desaster hinlegen und das ist ja jetzt mit der CDU quasi in Baden-Württemberg passiert, dann wird sich die CDU, ja auch die Bundes-CDU wird sich da neu aufstellen müssen. Also das ist ein Schlag ins Kontor, der über Baden-Württemberg auf jeden Fall in die Bundes-CDU reinschlagen wird. Das heißt die Strategie, die der Merz fährt, die wird wahrscheinlich intern stark kritisiert werden. Ich bin also gespannt, zu welchen Ergebnissen das dann führen wird.

Eli

Ich finde es ja spannend, dass man ja alles jetzt schon in die Waagschale geworfen hat. Ich meine, maximale Unterstützung von Manuel Hagel, um Baden-Württemberg zu verhindern, also das Debakel in Baden-Württemberg. Und ironischerweise ist man jetzt in der Situation, wo man dazugewonnen hat sogar, aber trotzdem in einem doppelten Debakel ist, weil die Grünen so stark geworden sind, dass die nicht loslassen werden von der Macht. Also die CDU im doppelten Sinne hat das auch hier nicht geschafft. Die haben schon alle Register gezogen. Die haben schon den sexy jungen Kandidaten da aufgestellt, den Manuel Hagel. Und das hat nicht funktioniert. Und mit dem komischen Albert, oder wie er heißt, Schweizer in Rheinland-Pfalz, wird es vermutlich auch nicht funktionieren. Was sollen sie denn noch machen? Der Kanzler hat bei einem Megaparteitag... mit Angela Merkel zusammen für Manuel Hagel sich ausgesprochen. Carsten Linnemann ist gekommen, Michael Kretschmer ist gekommen aus Sachsen. Es sind so viele Leute gekommen, um ihm in Anführungszeichen die Daumen zu drücken, dem Manuel Hagel. Und trotzdem, der Kanzlerbonus, alles miteinander hat nicht gereicht. Wenn das für Baden-Württemberg nicht gereicht hat und jetzt also auch noch die ohrfeige Nachhalt, auch in zwei Wochen in Rheinland-Pfalz, dann muss Rheinland-Pfalz ja, ich meine, wenn es mit rechten Dingen zugeht, auch ins Klo gehen für die CDU.

Uwe

Ja, und das ist eben die Befürchtung. Das heißt also, die Jahreskonzeption, die sich vermutlich die Koalitionäre ausgedacht haben im Bund, die wird nicht aufgehen. Und das versetzt die natürlich noch mehr in Alarmstimmung. Und die Frage ist eben, was dann tatsächlich passieren wird. Will man jetzt einfach nur Wahlkampfvorbereitung machen für die nächsten Wahlen? Oder aber wird es tatsächlich zu ganz anderen Maßnahmen führen? Du fragtest ja, wie wird es sich auf die Bundeskoalition auswirken? Also mit Sicherheit wird es sich nicht so auswirken, dass die auseinanderfällt. Denn dafür kleben die zu sehr an ihren Stühlen. Denn gerade jetzt dieses Wahlergebnis und vermutlich auch das nächste würden ja die Position der CDU und auch der SPD schwächen. Das heißt, das wollen die auf keinen Fall. Und insofern... wird die Koalition natürlich weiter existieren. Aber ob die dann weiter vernünftig zusammenarbeiten kann, was sie ja jetzt schon kaum tun kann, das ist natürlich noch mehr als fraglich. Mhm.

Eli

Ja, Fragen über Fragen auch für Lars Klingbeil. Aber die Linken, sie sind ja in der Regel von der Realität nicht wirklich belehrbar. Das ist denen ja vollkommen egal, dass sie im ganzen Land verschrien haben und eigentlich das Land auch kaputt gemacht haben. Sie ziehen das Land ja nicht, sag ich mal, am Haarschopf aus dem Dreck raus. Sie schieben den Karren ja immer weiter in den Dreck rein. Aber glaubst du, wenigstens nach einer Pfalz hören die SPDler langsam so ein bisschen die Glocken läuten? Frei nach Hemingway, ne? Für wen die Glocken läuten?

Uwe

Ja, also das denke ich, das werden sie dann schon machen. Denn wir haben ja jetzt schon hier in Baden-Württemberg gesehen, mit welcher Enttäuschung die in der SPD-Zentrale das Ergebnis aufgenommen wurde. Also das hatten sie sich ja nun gar nicht vorgestellt, ein so desaströses Ergebnis. Das heißt, man wird natürlich im Bund sagen können, ja, wir wollen ja jetzt wieder zurück zur Partei der Bedürftigen und der Arbeiter und deswegen werden wir demnächst dann unser Rentenprogramm vorlegen, ein neues Sozialprogramm und was da noch alles für Programme sind. Aber wir sehen ja trotz der ganzen Programmatik, Es irgendwie fehlt es doch an dem Realitätsbezug, wie du ja ganz richtig kritisiert hast, Eli. Und deswegen habe ich so die Befürchtung, dass noch ein Programm mehr, das wird es nicht machen, solange die Partei nicht Kontakt mit der Realität aufnimmt. Und da scheint mir nicht so große Wahrscheinlichkeit für gegeben zu sein, sondern die sind einfach viel zu borniert. viel zu entfernt von ihrem Wähler und glauben, ein Programm macht die Realität. Nein, das macht es nicht. Die Glaubwürdigkeit, das ist das, worum es geht. Und den glauben einfach immer weniger Leute. Während ein Cem Özdemir, der überhaupt nichts bewerkstelligt, der aber wunderbar reden kann, der ist hoch glaubwürdig.

Eli

Na gut, also da ist auch die kognitive Dissonanz. Nur weil jemand gut reden kann, bedeutet das nicht, dass er auch kompetent ist. Und umgekehrt, die, die schlecht reden, sind nicht unbedingt die Kompetentesten. Also da muss man wirklich ein gesundes Mittelmaß wissen oder finden. Aber Fakt ist, die CDU ist jetzt gebunden an diesen, sag ich mal, linken Politikstil. Es wurde ja gerufen, links ist vorbei. Und dann war links mitnichten vorbei. Dann hat man gesagt, wir sind der Seniorkoalitionär. Und dann hat die SPD sich immer weiter reingeschoben. Und dann hat man auch noch die Grünen an der Backe, die immer wieder jetzt Opposition spielen, aber tatsächlich mit der Regierung entweder stimmen, wenn es eben gebraucht wird, oder auf jeden Fall gegen die AfD sind und für ein AfD-Verbot. Und ja, lange Rede, kurzer Sinn, man merkte, die CDUler, ob sie jetzt nur gewinnen oder ob sie haushoch verlieren, im Sinne von eigentlicher Haushoch-CDUler, Ja, aber trotzdem verloren. Sie sind die Verlierer. Metapolitisch gesprochen können sie nichts richtig machen, während die, die alles falsch machen, die Grünen, die Linken und die SPD, trotzdem in Anführungszeichen mit Mord davon kommen. Kein Wunder, dass der heute so reingeschaut hat. Ich würde fast sagen, er tut mir leid, aber er hat ja sein Schicksal selbst gewählt. Also insofern, das hast du halt nur davon, wenn du dich an die CDU kattest. Und das hat die CDU davon, wenn sie mit Linken ins Bett geht.

Uwe

Ja, also das ist mit Sicherheit, ist da schon was dran, Eli. Denn wir sehen ja, dass in der CDU geht es ja darum, Geschlossenheit zu haben. Die versuchen, das, was sie auf der Bundesebene haben, anscheinend auch auf der Landesebene irgendwie in die Fläche zu bringen. Während die Grünen in Baden-Württemberg haben sich ja vom Bund in gewisser Weise abgekoppelt. Die haben das Problem nicht. Im Bund haben sie verloren. Das heißt, sie können... Wir konnten ja nur noch gewinnen oder ihre Position, die sie langjährig dort oben auf hatten, versuchen zu halten. Das haben sie erfolgreich gemacht. Und das heißt, die Strategie, die die CDU hat, ist einfach im Verhältnis zu den Grünen zu schwach. Und ich vermute, dass da eben auch diese, das hattest du auch schon erwähnt, und der Gedankengang, der ist nach meiner Meinung völlig korrekt, es hat auch was mit der Wahl zum Bundeskanzler zu tun, mit den 100 Milliarden für die grüne Wende. Man kann sich einfach nicht als CDU voll gegen die Grünen stellen, weil man dann dem Bund gegen das Bein treten würde. Da die CDU im Bund ja auch schon nicht die stärkste Position hat, sonst würde sie ja nicht mit der SPD koalieren. Würde das also, ich glaube, innerhalb der CDU einen Streit verursachen, so, und wenn jetzt eben der Regionalkandidat sagt, ja, dann möchte ich diesen Streit, aber da möchte ich nicht die Verantwortung für übernehmen, also passe ich mich, ja, dem... dem Gedankenmuster der Bundes-CDU an, dann hat er schlichtweg einen strategischen Nachteil, ja, den er nicht wettmachen konnte, während die Grünen haben einfach ihren Vorteil gesucht, ja, und haben diese uralte Kamelle rausgezogen. So, da muss ich auch sagen, da hat eben der Herr Hagel, hat sich auch nach meiner Meinung in der Bewältigung dieser Kamelle als ziemlich schwache Figur dargestellt. Nur weil jemand sagt, dass er irgendwo in einer Mädchenklasse ein Mädchen schön findet, aber sonst nichts passiert, das ist keine sexuelle Belästigung, das ist gar nichts. Früher galt es als Kompliment, wenn man einem Mädchen sagte, du hast aber schöne braune Augen oder schöne braune Haare oder was auch immer sonst. Das ist etwas, was freundlich gemeint war, wo man sagt, okay, Es gibt Geschlechter und dann gibt es gewisse Energie inzwischen und das muss man ja nicht ausnutzen.

Eli

Uwe, das allergeilste ist, er hat dem Mädchen gegenüber ja überhaupt nichts gesagt. Die haben das so dargestellt, wie als wenn er sie sexuell missbraucht hätte oder belästigt oder sonst was. Er hat dann irgendwann später zu jemand ganz anderem Unbeteiligten gesagt, was er sich intern gedacht hat. Das Mädchen war vollkommen schmerzbefreit, hätte sich vielleicht sogar gefreut, wenn sie ein Kompliment vom Hagel bekommen hätte. Das wäre vielleicht noch das Sahnehäubchen auf der Torte. So ein hübscher junger Mann findet mich hübsch. Aber jetzt haben die Grünen ihm daraus, und das ist das allergeilste, mit Koalitionär den Stolperstein gebaut, über den dieser Typ da eben noch gefallen ist.

Uwe

Ja, aber er ist auf die Falle reingefallen, Eli. Er hätte auch genauso gut das stabil wegbügeln können. So, was macht er aber? Er entschuldigt sich nach dem Motto, das hätte ich ja so nicht sagen dürfen und ist dann noch so schwach. Dass er seine Frau noch in die Öffentlichkeit zieht, die quasi ihm noch versucht, den Rücken zu stärken. Also jemand, der so schwach ist als Politiker, dass er beim kleinsten Stolperstein schon die Hilfe seiner Ehefrau benötigt. Da muss ich ganz ehrlich sagen, der ist als Ministerpräsident sowieso schon mal untauglich. Wenn er sollte mal nach draußen gehen und es regnen, dann fängt er ja gleich an zu weinen, oder was?

Eli

Ja gut, heute sah der schon nicht so gut aus, der junge Mann. Ja, das war wirklich halt ein Abgesang auf ihn. Was soll ich sagen? Aber er hat das halt eben vielleicht nicht unbedingt verdient, aber selber zu verantworten. Okay, gut, dann, also die SPD ist abgestürzt, die CDU ist, sag ich mal, am Tropf der SPD und die stürzen irgendwie alle miteinander zusammen ab, aber damit ist es ja noch nicht geschafft. Denn der SPD da weint und meint ja rechtfertigen zu können, dass es nicht so schlimm ist, dass es denen so schlecht geht, weil es ja anderen mit schlecht geht. Und da erwähnt er in dem Zusammenhang die Linken und die FDP. Dann lass uns da uns mal vorarbeiten. Also die FDP, wir haben lange nichts mehr von ihr gehört und jetzt hören wir das. Ich rasiere mir eine Glatze, wenn wir den Einzug in den Landtag verpassen. Alles weg, radikal. Jetzt haben sie den Einzug in den Landtag verpasst. Erwartest du, dass die FDP da bald so rumlaufen?

Uwe

Ja, also, wäre ja mal ganz nett, eine neue Frauenmode. Ich meine, so neu ist sie nicht, aber wäre ja auch schön, wenn sich mal ein Politiker oder eine Politikerin in dem Fall an ihr Wort hält. Also insofern warten wir es mal ab. Wenn sie es macht, dann ist sie glaubwürdig. Wenn sie es nicht macht, ist sie auch glaubwürdig, weil Politik hat ja nichts mit Wahrheit, sondern nur mit Macht zu tun. Insofern ist Lüge und Wahrheit zu unterscheiden nicht wichtig in der Politik.

Eli

Okay, lass uns mal schauen, was die Mainstream-Presse schreibt über dieses Debakel, was die sich geleistet haben. Hochentschuldige, bleib unterhalten, da wollte ich hin. Kann jetzt nur noch Kubicki die FDP retten? Weiß Gott, er übergeht alle anderen, die man in der FDP noch kennen könnte. Zum Beispiel den Lindner, der verkauft ja jetzt Gebrauchtwagen. Zum Beispiel den Christian Dürr, der ist ja angeblich mit einer der beliebtesten Politiker. Deutschlandweit ist er aber weit und breit nirgendwo zu sehen. Oder zum Beispiel die Agnes Flack-Trümmerfrau oder Strack-Zimmermann, eins von beiden, die ja in Brüssel ordnungsgemäß geparkt worden ist, von wo aus sie jetzt den Krieg in Europa versucht zu beflügeln. Naja, also die kann also nichts mehr retten. Alle diese drei sind vollkommen ad acta gelegt, die paar wenigen, die man überhaupt noch kannte. Bijan Djir-Sarai, der Generalsekretär, ist ja letzten November oder was auch immer zurückgetreten. Ich weiß schon gar nicht mehr, ob es dieses oder letztes Jahr war. Ne, beziehungsweise letztes oder vorletztes Jahr, weil so irrelevant ist die FDP inzwischen. Und jetzt bleibt also nur noch das Schlachtrost der FDP. Kubicki kann jetzt also nur noch Kubicki die FDP retten. Im Übrigen hier im Bild der andere, den ihr auch nicht kennt, der immer wieder nur delivered, der Christian Dürr. Die FDP im Todeskampf. Uwe, die schreibt einen Todeskampf. Die Freien Demokraten scheitern bei der Landtagswahl im Südwesten, verpassen erstmals den Wiedereinzug in den Stuttgarter Landtag. Ein historisches Debakel. Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke. Damit endet eine Tradition in Baden-Württemberg. Die FDP fliegt in ihrem Stammland raus. Ich wusste gar nicht, dass die aus Baden-Württemberg sind. Also es wird noch schlimmer. Das kommt ein Jahr nach dem Rauswurf aus dem Bundestag einem Todesstoß für die Partei gleich. Rülke, ich übernehme die entsprechende Verantwortung. Im Klartext, Retret. Teil Ex-Minister drastisch zu Bild. Das war's für uns. Ich weiß nicht, wo jetzt die personelle Erneuerung herkommen soll. Laut Parteivielse Wolfgang Kubicki ist das Debakel darauf zurückzuführen, dass von der Bundesebene überhaupt kein Rückenwind gekommen ist. Im Klartext auch Bundeschef Christian Dürr geht. Die sind ja desintegriert. Die implodieren. In zwei Wochen droht der FDP die nächste Schlappe bei der Wahl in Rheinland-Pfalz. Und die sind so angeschlagen. Das ist wie so ein Boxer. Der hängt schon in den Seilen. Der hat in die Fresse. Der hat in den Bauch. Der hat in jede Körperöffnung gekriegt. Der ist kaum noch am Start. Er wankt. Er hält sich nur noch irgendwie an die Hoffnung, an den leisen Faden des Überlebens. Und dann kommt in zwei Wochen Rheinland-Pfalz und boom in die Weichteile. Boom, in die Weichteile. Und er fliegt aus dem Ring bis über die Seile, bis durch das ganze Zimmer, bis in das Nebengebäude, bis in das benachbarte Bundesland. Und er kommt auf und landet auf einer Müllhalde und wird nie wieder gesehen. Die FDP ist doch am Arsch, wenn Rheinland-Pfalz genauso reinschlägt, Uwe. Dann sind die tot. Dann war's das. Dann kannst du da nichts mehr wiederbeleben. Das ist doch politisch Geschichte.

Uwe

Ja, also für mich sind die eh schon seit einiger Zeit tot. Also insofern empfehle ich der FDP die Parteiauflösung. Also ob die nun noch existieren und zur Wahl antreten oder ob in Chicago eine Bratwurst platzt, finde ich also völlig gleichwertig. So, der Kubicki, ja, kann der sie noch retten? Ja, der Kubicki, mein Gott, das ist ja so ein Spruch, Kaspar, ja, so was... Immer meldet der sich zu Wort und dann passiert aber auch nichts. Also sprich, ob der nun noch da ist oder eben nichts passiert, da sehe ich jetzt nicht so den großen Unterschied. Die Partei ist überflüssig wie sonst nicht. Wir brauchen keine Mini-Partei, die völlig jenseits der Realität irgendwo rumzappelt. Brauchen wir nicht.

Eli

Wir brauchen keinen Mehrheitsbeschaffer, wir haben die Linken jetzt, die übernehmen den Job. Dort regieren die Freien mit Demokraten in der Ampel mit. Es geht um Rheinland-Pfalz, liegen Umfragen nur bei 2-3%. Intern brodelt es heftig. Vorwürfe an Dürr und Generalsekretärin Büttner, die sich ja jetzt rasieren möchte. Uwe, war es obenrum oder untenrum? Ich glaube obenrum. Ich glaube obenrum, ja. War es obenrum? Ich bin mir nicht sicher. Beide sind zu blass, zu wenig Themen, zu wenig öffentliche Präsenz. Dabei waren Dürr und Büttner in Baden-Württemberg im Dauereinsatz. Das war das Problem, Digga. Dürr und Büttner musst du wegsperren. Die darfst du nicht rauslassen in die Öffentlichkeit. Die dürfen bei Tageslicht nicht raus. Die müssen zu FDP-Vampiren werden, wenn die FDP irgendwie überleben möchte. In der Partei wird die Forderung nach der Wahl einer neuen Parteiführung immer lauter. Sonderparteitag! Das könnte schon auf dem regulären Bundesparteitag. Ende Mai geschehen. Viele Mitglieder diskutieren mögliche Nachfolger. Heiß gehandelt unter anderem FDP-Vize Henning Höhne. Wer? Und im Übrigen, ich meine, bin ich der Einzige, der merkt, dass seine Initialen H.H. sind? Ex-Finanzsekretär Florian Tonka. Wer? Und Parteidol Kubicki. Muss man ja eigentlich fast schon auch fragen. Wirklich? Wollt ihr das? Der FDP-Vize gilt vielen als letzte Chance, weil er bundesweit bekannt ist und breit gehört findet. Allerdings finden viele Parteimitglieder, dass Kubicki zu alt für einen Neuanfang ist. In der Tat, wenn die einen Kubicki übergeben, dann können die die Partei auch gleich begraben. Bei aller Liebe, der Mann ist gemacht aus Altersflecken. Uwe, wie alt bist du? Du hast keinen einzigen Altersfleck im Gesicht.

Uwe

Ich bin 66. 66 fängt das Leben an.

Eli

Wie alt ist der Kubicki? 76 oder was? Also er besteht nur aus Altersflecken, wenn man ihm ins Gesicht guckt. Und es scheint wahrscheinlich noch gefotoshopt zu sein. Es gibt also vielen Zoff in FDP-Verbänden oder in vielen FDP-Verbänden Zoff. Kein Wunder, die sind im Todeskampf. Zum Beispiel in Berlin. Hier wollte eine prominente CDU-Politikerin zu den Liberalen überlaufen. Bis zu 100 Parteifreunde mitbringen. Einzige Bedingung, Listenplatz 5 bei der Landtagswahl im September. Ah, jetzt kommt die schmutzige Wäsche raus. Doch die FDP-Spitze lehnte ab, versprach der CDU-Politikerin einen aussichtsloseren Hintenlistenplatz. Dürr will allerdings am bisherigen Kurs festhalten, er möchte untergehen. Wir sind mitten in der Erneuerung. Gut, Uwe, vielleicht mit deiner nüchternen Art. Ich meine, ich übertreibe, die Bild-Zeitung übertreibt, Rheinland-Pfalz ist um die Ecke, die stehen da zwar nur bei 2-3%, aber kann die FDP das überstehen, ungeachtet dessen, was wir davon halten? Meinst du, die machen wirklich am Mai dann beim Parteitag Schluss? Wenn sie konsequent wären, müssten sie ja, aber sind sie konsequent? Oder bleiben die uns erhalten?

Uwe

Die bleiben uns erhalten. Also die Berufspolitiker, die haben doch sonst nichts. Also wenn die nicht im Parlament sitzen oder zumindest irgendein Landtag oder sonst wo, dann haben die doch lange, weil die können ja nichts in der Regel. Und die FDP finde ich persönlich ist so ein Trauerspiel, weil sie ja eigentlich mal sich als Unternehmerpartei verstand. Und da hätte sie doch gerade in so Zeiten, wo es um das Unternehmertum nicht so gut steht, da könnte die FDP doch theoretisch eigentlich jede Menge Einfluss gewinnen. Aber auch das haben sie nicht verstanden. Also sprich, diese Partei ist insgesamt völlig unfähig. Also ich weiß nicht, warum die früher mal als... Quotenbringer galten, da hatten sie offensichtlich noch andere Kaliber von Politikern, aber die Zeiten sind schon lange, lange vorbei. Also sprich, die Partei, die hat sich selbst erledigt und wahrscheinlich wird dann irgendwann mal auch die SPD danach. Also ich glaube, das ist der nächste Abstiegskandidat, der dann bundesweit irgendwann mal unter 5% liegt und dann war es dann die Völkchenpartei. a.k.a. Volkspartei.

Eli

Inwieweit Volkspartei? Meinst du, die sind irgendwie Patrioten?

Uwe

Nein, Volkspartei ist ja der Begriff, wenn man eben so an die 30 Prozent dran ist, dann gilt man ja als Volkspartei. Früher waren sie das ja mal so und aus verschiedensten Gründen. Das hatten wir auch schon öfter mal besprochen. sind ja die Volksparteien alle im Absprung begriffen. Und einer der Hauptgründe ist eben, dass sie den Kontakt zu ihrer jeweiligen Parteibasis verloren haben und nicht mehr das machen, wofür sie ursprünglich mal angetreten waren. Aber weil sie alle so ideologisch verbrämt sind, merken die das nicht. Die denken immer, der Wähler ist so dumm, ich muss das nur besser kommunizieren. Aber anstatt das besser zu kommunizieren, sollten Sie sich daran erinnern, was Ihr Auftrag ist, nämlich den Wählerwillen zu erfüllen und nicht den Wähler zu erziehen.

Eli

Richtig, okay, gut. Also, ich kann mich nicht daran erinnern, dass die FDP jemals irgendwo, weder in einem Landtag noch in einer Bundesregierung bei 30 Prozent stand. Bis auf vielleicht diese Show-Umfragen bei Harald Schmidt, irgendwie Ende der 90er. Aber das waren auch Zeiten von Guido Westerwelle und vielleicht auch dem Möllemann, bevor er aus dem Flugzeug gesprungen ist. Und seither sieht die FDP ja keinen goldenen Zeiten mehr entgegen, wie dieses wunderschöne Hauptteil hier oben zeigt. Was war das noch für ein Mann? Seither regieren Quotenfrauen. Ohne Haare. Oben und vielleicht auch untenrum. Also die FDP ist Geschichte und daran kann auch der Kubicki langfristig nichts ändern. Die sind definitiv in einem Todeskampf und vielleicht ist das auch irgendwie gut so. Die haben sich in der Tat überlebt und endlich wird Deutschland wenigstens eine Altpartei los, die es von Anfang an niemals gebraucht hat. Also hier, good riddance, weg mit euch. Ich bin Jude, ich habe keine Ahnung, wie man diese Dinger macht. Lassen wir das. Wir kommen jetzt zu einer anderen Partei, die die Welt nicht braucht. Knappe Kiste für die Linken. Fast niemand hat über sie geschrieben, niemand hat sie wahrgenommen, niemand vermisst sie, niemand braucht sie. Sie sind die neuen Mehrheitsbeschaffer, also bestenfalls die CDU wird sie doch brauchen, wenn sie über ihre andere interne Brandmauer springt. Knappe Kiste also für die Linken. Die Linke erzielte Baden-Württemberg ihr bestes Landtagswahlergebnis, das so schlecht ist, dass sie den Einzug trotzdem verpasst im zugespitzten Duell zwischen der Grünen und der CDU. Die Linke zieht nicht in den Landtag im Südwesten ein. Uwe, dein Kommentar zu den Linken.

Uwe

Ja, die Linken hatten ja mal bessere Zeiten und dann auf einmal kam das BSW. Und das BSW hat ihnen dann ja den Rang abgelaufen. Und nachdem das BSW seinen Dienst getan hatte, wurden die Linken dann auf einmal wieder stärker. Und gerade eben die gute Frau Reicheneck, die ja nur mit spektakulären Sprüchen von sich oder auf sich aufmerksam macht, da sieht man, dass auch die Linken nur Grütze im Hirn haben, weil das ist ja keine Substanz, wenn man nur irgendwelche dummen Sprüchlein macht. Und natürlich kann man sagen, dass die immer einen bestimmten Bestandteil an Wählermasse ansprechen werden. Und hier in Baden-Württemberg ist es aber offensichtlich nicht ausreichend. Also da reicht reines Linkssein nicht aus. Deswegen hatte ich schon in der Hauptsendung gesagt, Eli, Die Baden-Württemberger, die verstehen links anders als du. Für die ist nicht links alles, was links von der AfD ist, sondern für die ist links eben das, was so klassisch links ist. Die Grünen sind für die eben nicht links und die CDU ist für die auch nicht links. Und deswegen haben eben... Die Grünen, die hier ein bisschen mehr in der Mitte orientiert sind und die CDU, das sind die großen Sympathieträger, das sind die Parteien, mit denen sich der Baden-Württemberger identifizieren kann. Aber die richtig Linken, die nur umverteilen wollen, haben offensichtlich hier neben Ländle keine oder so geringe Chancen.

Eli

Aber Uwe, Sie haben doch sogar Werbung für Ihre Partei auf Türkisch, auf Bosnisch und auf Arabisch gemacht. Also sind Sie nicht mehr am Zahn der Zeit, die Linken? Sie sprechen doch sogar schon die Sprache unserer Besatzer.

Uwe

Ja, offensichtlich gucken vielleicht nicht so viele Leute diese Wahlwerbevideos. Also die Frage ist, was gucken die denn überhaupt? Gucken die nicht eher ihre Heimatsender? Und insofern müssten ja diese Wahlwerbesendungen... Weißt du, was die gucken?

Eli

Uwe, weißt du, was die gucken? Ich bin draußen mit den... Warte, warte, das gucken die.

Gast

Es ist Freitag, Freitag, Fotzenfreitag, Freitag, Freitag, Fotzenfreitag, lass die Männer glotzen.

Eli

Die Linke ist draußen mit den Fotzen. Es ist Fotzenfreitag, Uwe, wusstest du's?

Uwe

Ja, es ist auf jeden Fall interessant, das zu wissen. Vor allen Dingen, wie man dann Politik dann eben auf diesem doch, ich sag mal, erstaunlichen linguistischen Niveau machen kann. Melodisch ist es sicherlich schon. Es hat so einen gewissen runden Rhythmus. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, wer so Politik macht, der sollte vielleicht eher im Kinderkarussell gehen oder auf die Kirmes oder so, als Gartenverkäufer und Marktspeier, aber der gehört ja nicht in die Politik rein. Also sprich, da sieht man doch, dass alleine jemand überhaupt so eine Veranstaltung macht, sodass die Person doch überhaupt gar nicht ernst zu nehmen ist. Die ist doch irgendwie nicht ganz klar im Kopf, die spinnt doch rum.

Eli

Uwe, lass uns mal jetzt wieder zur Seriosität zurückkommen. Ansonsten deabonnieren mich die ganzen älteren Damen hier, die meinen, dass ich so vulgär bin. Die Frage, die ja im Raum stehen, metapolitisch gesprochen, ist, du hast ja richtigerweise gesagt, man hat die Linken wieder aufgebaut, nachdem die BSW-Splittergruppe rausgegangen ist. Man brauchte einen neuen Mehrheitsbeschaffer und schwuppdiwupp, auf einmal sind die Linken sehr viel performanter als jemals zuvor. Operation Silberlocke soll es wohl gebracht haben, glaubt aber selber keiner, weil die Linken sind ja mehr oder minder dominiert durch diese ganzen jungen Kräfte. Und wo die damit hinkommen, das sieht man ja. Ich meine, guck dir das mal an. Das ist das Gesicht dieser Linken. Und dann wundern sie sich, warum sie so abkacken. So, aber wie dem auch sei. Sie sind natürlich eine künstlich geschaffene und hochgepuschte Partei. Ist das jetzt aber deren Entblößung? Auf gut Deutsch gesagt, sind die so schlecht? Sind die so jung? Sind die so unerfahren? Dass die jetzt trotz dessen, dass sie gepusht worden sind, vom Wähler desintegriert werden. Es steht ja auch noch Rheinland-Pfalz ins Haus. Was ist denn, wenn die dort die nächste Klatsche bekommen? Dann fällt ja das Kartenhaus, das Traumbild in sich zusammen, dass die eine Volkspartei sind.

Uwe

Ja, also diese, ich sag mal, diese Fotzen-Freitagsgeschichte ist, glaube ich, eben dem neuen Wahlpublikum geschuldet. Denn wir wissen, dass die Linken einen unheimlichen Aufschwung hatten und ihre Mitgliederzahl auch erheblich erhöht haben. Ich glaube, die haben sich fast verdoppelt. Und ein Großteil davon waren eben jüngere Leute. Das heißt, das sind all diejenigen... die jetzt gerade aus der Schule kommen und in unserem Schulsystem schon voll auf links indoktriniert sind. Das heißt, das ist deren Stammwählerschaft. Die alten Linken, die sind ja schon oft genug gescheitert. Mit denen kannst du keinen Blumenpott mehr gewinnen. Und dann kommt dabei hinzu, dass die jungen Wähler aber gar nicht so stark an der Politik interessiert sind. Das heißt, du kannst die nur mit irgendwelchen Mätzchen, wie eben zum Beispiel so einem komischen Videoclip, damit kannst du die begeistern. Das finden die toll. Und wir wissen ja, auch wenn wir eben schauen auf der Straße, wie sich Linke verhalten. Politiker und wie sich linke Demonstranten äußern, dass da also eigentlich, ja, das ist so das typische Volk, die gar nicht wissen, worum es geht. Die haben nur so Parolen im Kopf und diese Parolen, die wiederholen sie am laufenden Meter wie so kaputte Schallplatten und möglichst lautstark und das war es dann. Und wenn man für dieses Publikum dann eben Wahlkampf machen will, ist das ja in Ordnung. Das spricht ja diese Zielgruppe an. Aber ich glaube, diese Zielgruppe ist einfach zu klein. Und denn die Altlinken, die Altlinken waren ja noch richtige, ich sag mal Philosophen, das waren ja noch Denker, die haben ja noch Bücher gelesen und teilweise auch selber welche geschrieben. Also denk doch mal zum Beispiel an Marx und Engels und Jung und wie sie alle hießen. Nicht nur an Marx und Engels, sondern denk doch mal hier an Wagenknecht, die hat ja auch Bücher geschrieben und ihre Theorie kundgetan. Das heißt eigentlich sind die Originallinken, die historisch Linken, sind ja Intellektuelle. Und was die jetzt machen, das ist Verblödungskultur für Kinder. Und man kann sich natürlich dann so darstellen, dass man jung und dynamisch ist, aber das scheint mir keine zukunftsfähige Strategie zu sein. Also wenn die so weitermachen, dann werden die sich meiner Meinung nach auch unter den 5% in anderen Bundesländern und auch bundesweit weiterhin befinden.

Eli

Aber Uwe, ich meine, erstens würde ich denen keine Tränen nachweinen, aber andererseits, das bedeutet ja, die brauchen einen neuen Mehrheitsbeschaffer. Die FDP, die Linke, sie haben ja alle dieselbe Funktion im Bundestag, sie sind Mehrheitsbeschaffer. Offiziell gelten sie als Opposition, offiziell gelten sie bei den Blockparteien als anders, aber tatsächlich stimmen sie ja immer, wenn es braucht, mit der Regierung mit, springen selber über die Brandmauer. Die Linken haben ja auch den Bundesfriedrich bei den Eiern, dieses Jahr wird es darum gehen, die Schuldenbremse komplett zu pulverisieren, weil 1,6 Billionen Euro nicht ausreichen. Aber sie haben ja ihm schon ermöglicht, dass er seine Rentenreform von letzten November irgendwie gegen die Rentenrebellen in den Sommer schieben kann, bis sie dann dort endgültig irgendwie unter den Tisch fällt. Also wie dem auch sei, sie setzen sich ja durch, sie schieben den Kanzler vor sich her. ziehen ihn am Nasenring durch die Manege, werden aber auch gebraucht für das nächste Mal, wenn sie Deutschland verraten sollen. Also wer wird denn der neue Mehrheitsbeschaffer, wenn auch die Linken rausfallen?

Uwe

Naja, also wir müssen natürlich dann unterscheiden zwischen den Bundeslinken, die ja im Parlament nun mal drin sind. Und hier im Landesparlament sind sie nun mal draußen. Und das können wir hier nicht in einen Pott reinschmeißen. Also ich gebe dir recht, dass man den Bund sicherlich immer als Mehrheitsbeschaffer verwenden kann. Dann werden sie eben ihre Bedingungen stellen, damit sie überhaupt Ja sagen. Andererseits müssen sie froh sein, dass sie überhaupt irgendwas mitbestimmen dürfen. Also es ist eben eine Win-Win-Situation im weitesten Sinne. Aber ich glaube nicht, dass das flächendeckend in den Bundesländern funktioniert. Wirklich, ein der Volkskonzepte ist aus den vorgenannten Gründen. Die sprechen einfach so auf diese Art und Weise. Wir werden nur junge Leute angesprochen und schon ab dem Alter von, ich sag mal, 35, 40 Jahren werden die Leute das schon nicht mehr so toll finden. Und die Älteren schon gar nicht. Denn die älteren Linken, das sind ja diese Intellektuellen, die dir Marx und Lenin und Engels auswendig vorerzählen können und dir immer wieder erklären können, Warum eben der Sozialismus und der Kommunismus das bessere System sind. Und wenn du denen sagst, ja aber, weil es hat doch so und so viele Nachteile. Ja, das war aber eben noch nicht das Richtige. Das heißt, die können ja noch argumentieren auf ihre Weise, während die Jüngeren, die können ja gar nichts mehr. Die können ja nur noch Parolen wiederholen und das ist ein bisschen dünner. Also das reicht nicht aus. um breitere Bevölkerungsschichten anzusprechen. Also so simpel der Wähler in der Masse ja ist, also das ist ihm, glaube ich, zu wenig.

Eli

Sie rufen in der Tat sehr gerne Alerta, Alerta und so einen Quatsch. Aber dann kommt eben hinten nur dasselbe raus wie vorne. Oder umgekehrt, vorne nur dasselbe raus wie hinten, nämlich braune Scheiße. Unglaublich bei diesen Leuten. Also ich freue mich darauf, die irgendwann nicht mehr wiederzusehen. Es kann nicht schnell genug kommen. Aber sie müssen sich halt eben erst demokratisch abwählen lassen und den nächsten Schritt in diese Richtung machen sie in Rheinland-Pfalz. Kommen wir zur Pièce de la Résistance, Uwe. Wir haben über sie alle geredet und sind über sie alle hergezogen. Über die CDU, über die Grüne, über die SPD, über die Linke, über die FDP fehlt ja eigentlich nur noch eine und das ist die Partei, über die im Internet gesagt wird... Warum waren es dann bei der Bundestagswahl 19,8 Prozent und jetzt sind es nicht mal 19? Im Übrigen waren es bei der Bundestagswahl 20,8 Prozent, nicht 19,8. Wir haben seit da an vier bis fünf Prozent bundesweit zugelegt. Frohnmaier hat es verkackt. Sein Wahlkampf war unterirdisch und das, was wir haben, sind unsere absoluten Kernwähler. Jetzt reden wir über die AfD. Der Markus ist eine Frohnatur. Entsprechend ist er auch benannt worden von seinen Eltern, die ihn adoptiert haben. Was sein echter rumänischer Name ist, wissen wir gar nicht. Auf jeden Fall hat er sich unglaublich gefreut oder zumindest so getan als ob, als er gesehen hat, dass er nicht einmal sein Mindestziel erreicht hatte, nämlich die AfD zu verdoppeln. Und dabei hat er doch von... 25% gesprochen, der blaue Balken sollte in die Höhe schießen. Die Bürger wollen eine konservative Regierung, das stimmt zwar, aber was sie definitiv nicht wollten, und das haben sie mehr als genug zum Ausdruck gebracht, ist den Markus. Der Markus, der dafür verantwortlich ist, meiner Meinung nach eigenständig, dass die AfD ihren Vorsprung vom zweiten Platz nicht nur verloren hat, sondern auf den dritten Platz runtergefallen ist und den Grünen vielleicht sogar diesen monumentalen Aufschwung überhaupt ermöglicht hat. Denn man muss es sagen, niemand ist so unbeliebt wie Markus Frohnmaier. Man dachte vor ein paar wenigen Tagen nur 11 Prozent der Baden-Württemberger wollen ihn wählen. Dann kam es noch schlimmer. Es waren tatsächlich nur 8 Prozent. 60 Prozent der AfDler wollten ihn nicht mal haben. Und vielleicht hat das auch damit zu tun, dass er mitten im Wahlkampf abgehauen ist, um sich für 35.000 Euro feiern zu lassen. Der Lebemann, Der Saubermann. Na, wie dem auch sei. Bevor wir also jetzt weitergehen und ich dich dazu befrage, was sagt denn der Mainstream, der sich umgehört hat, bei den AfDlern? Öffentlich feiert die AfD intern Werten, Enttäuschung und Vorwürfe laut. Klammer auf, gegen Markus Frohnmaier. Klammer zu. Ein bester Ergebnis für die AfD in Westdeutschland und dennoch unter den Erwartungen. Dafür wird auch Frontmann Frohnmaier verantwortlich gemacht. Das sage nicht ich, die gucken kein ETVC. Das sagen die AfDler vor Ort in Baden-Württemberg. Selbst in der Führungsspitze der Partei werden ihm Versäumnisse zur Last gelegt. Die AfD erringt bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg eines der besten Ergebnisse in Westdeutschland in der 13-jährigen Parteigeschichte. Sie fährt deutliche Zugewinne im Vergleich zum Wahlergebnis von 2021 ein, als sie 9,7 Prozent der Stimmen holte. Nun wird die Rechtsaußenpartei wohl von der kleinsten zur größten Oppositionspartei im Stuttgarter Landtag. Öffentlich und nicht zu Unrecht feiert die AfD das Ergebnis als großen Erfolg. Die beiden Parteivorsitzenden Weidel und Chrupalla geben sich am Wahlabend in Fernsehinterviews sehr zufrieden. Chrupalla spricht gar von einem Riesenerfolg, man sei im Südwesten Volkspartei. Hinter vorgehaltener Hand zeigt sich in Gesprächen mit hochrangigen Funktionären hingegen auch Enttäuschung. Die AfD bleibt hinter den selbst gesteckten Erwartungen zurück. In bundesweiten Umfragen liegt die AfD schließlich seit Monaten zwischen 23 und 26 Prozent und damit deutlich höher als bei der Bundestagswahl 2025, bei der sie knapp 21 Prozent holte. In Baden-Württemberg lag die AfD damals lediglich einen Prozentpunkt unter dem Bundesergebnis. Das ist damals, mit damals meinen die, bevor der Wahlkampf begonnen hat, bevor Markus Frohnmaier in die Vollen geschlagen hat. Da waren sie nämlich tatsächlich bei 20, sogar bei 21 Prozent, hatten also das Bundesergebnis eigentlich sogar schon überholt, waren an zweiter Stelle, hatten die Grünen vollkommen deklassiert, die mit 19 Prozent abgeschlagen waren. Und dann kam Markus Frohnmaier. Nun landet sie wiederum unter dem damaligen Ergebnis. Der Landtagswahlkampf hatte sich zuletzt stark auf das Duell zwischen den Spitzenkandidaten Manuel Hagel und Cem Özdemir konzentriert. Durch eine solche Situation werden üblicherweise die anderen Parteien geschwächt. Innerhalb der AfD werden allerdings auch dem Ministerpräsidentenkandidaten Markus Frohnmaier Versäumnisse angekreidet und diese für eine Schwächung in den letzten Wahlkampfwochen verantwortlich gemacht. Für Verärgerungen der Parteispitze hat er es etwa gesorgt, dass Frohnmaier am Donnerstag beim Wahlkampfabschluss in Rottweil fehlte. Liebe Freunde, jeder fragt ja jetzt, wo ist unser Spitzenkandidat, nicht? Fragte Emil Sense, Co-Landeschef der Südwest-AfD auf der Bühne. Er hat sich nicht versteckt, sondern er arbeitet. Er arbeitet nicht hier, sondern in Washington. Sauber, wo wir die ganze Zeit sagen, die AfD ist die einzige Partei, die weiß, dass wir wirklich noch ein besetztes Land ist und vor allen Dingen von wem. Deshalb bitte ich ihn heute zu entschuldigen. So ist es auf einem Mitschnitt der Veranstaltung zu sehen. Nachher hat man im selben Mitschnitt gesehen, der feiert auf einem Fresskongress in Washington mit einer Maria Luna, einer der Republikanerinnen, die jetzt gerade für den neuesten Krieg im Iran verantwortlich sind. Und schießt damit im Übrigen auch in der Wahlwoche gegen die eigene Partei und gegen die Vernunft. Und war das nicht mal was? Vernunft, AfD? Im Vorstand der Bundestagsfraktion hatten Weidel und Chrupalla bereits verhindert, dass schon wieder eine große Delegation mitten in einer Sitzungswoche über den Atlantik fliegt. Aber nicht Markus, der setzt sich darüber hinweg. Der hat extra 35.000 Dollar mitgenommen, um dort das Bankett zu bezahlen. Aus AfD-Vermögen, zu dem er eingeladen worden ist. Uwe, lässt du dich auch gerne einladen und bringst 35.000 Euro mit, um die Einladung zu bezahlen?

Uwe

Ja, also das sind mir die liebsten Partys, wo ich dann von dem Geld, was ich mitbringe, eingeladen werde. Das finde ich immer am besten.

Eli

Und 35.000 Euro für einen Abend, für einen Kongress, das lohnt, oder? Du würdest sagen, garantiert hat er nur für das Essen und den Service dort bezahlt.

Uwe

Ja, also auf jeden Fall. Also die 35.000, die muss man schon haben.

Eli

Ja, genau. Ich denke mal, 1.000 Euro war vielleicht das Service und das Essen, alles inklusive, vier Augen zugedrückt, vielleicht 2.000 Euro. Und 33.000 Euro sind in irgendwessen Taschen geflossen. AfD-Fraktion bezuschusst republikanische US-Tagungen. Und das für Markus Frohnmaier, der ja hat nix mit nix zu tun. Im Dezember einen Award, einen Preis von den Republikanern bekommen hat, als bester irgendwie Politoppositioneller in Deutschland. Obwohl niemand ihn kennt in Deutschland. Und die Politopposition in Deutschland auch nicht in der Regierung ist. Aber er hat offensichtlich gearbeitet, sagt Emil Sense. Emil Sense, naja, kennst du einen, kennst du alle. Der Wahlkampf war eine Katastrophe. Uwe, das gibt mir Gelegenheit zu fragen, Uwe, was hältst du von dem Wahlkampf, vielleicht dem Wahlkampfabschluss der AfD? Hast du den mitbekommen?

Uwe

Nein, habe ich nicht so ganz mitbekommen. Insofern bin ich da jetzt nicht der richtige Ansprechpartner, um eine qualifizierte Antwort zu geben.

Eli

Weißt du, warum du den nicht mitbekommen hast? Weil der so abgrundtief scheiße war, so lächerlich, dass den niemand geguckt hat. Überhaupt keiner. Der eigentliche Abschluss war mit Tino Chrupalla und Alice Weidel am Donnerstag und da hat er gefehlt. Da hätte er größer wirken können, als er tatsächlich ist, der Markus Frohnmaier, aber da war er dummerweise vier Tage am Stück in Washington. Und stattdessen haben wir dann in Calw den afrikanischen... Uwe hat da gerade irgendwelche Probleme. Alles gut, Uwe?

Uwe

Ja, mir war der Ton ja ausgefallen. Jetzt ist er wieder da.

Eli

Herzstillstand. Eine Sekunde kein Eli. Ich kenn das. Worauf ich hinaus wollte ist, stattdessen haben wir bekommen, ja, eben Tino Chrupalla und Alice Weidel am Donnerstag, weil er halt eben vier Tage am Stück gefehlt hat. Und dann war der Wahlkampfabschluss in Calw, Klammer auf, wo? Klammer zu, wo eben der afrikanische Serge Menga in afrikanischer Königskluft dahergekommen ist und die AfD restlos lächerlich gemacht hat. Nicht, dass er das absichtlich wollte, aber genauso ist es rübergekommen. Ich habe danach im Bilderwörterbuch das Wort Fremdscham nachgeguckt und da war doch tatsächlich eine Abbildung der Veranstaltung in Calw der AfD zum Wahlkampfabschluss. War also eine mittlere Katastrophe, es sei dir verziehen, dass du da nicht reingeschaut hast. Also, der Bundestagsabgeordnete Frohnmaier ließ sich allerdings nicht von seinen Reiseplänen abbringen und nahm an der Konferenz einer rechtskonservativen Studentenorganisation mit hochrangigen Republikanern aus Donald Trumps MAGA-Bewegung teil, obwohl er erst Mitte Dezember zuletzt in den USA war und obwohl das 35.000 Dollar gekostet hat. In Teilen des eigenen Landesverbandes sowie der Fraktion in Berlin sorgte er damit für Kopfschütteln. Ein Fraktionskollege spricht etwa unter Vorbehalt der Anonymität von einer strategischen Fehlentscheidung, die berechtigte Zweifel an der Ernsthaftigkeit seiner Kandidatur aufkommen lasse. Wie auch ich immer wieder gesagt habe, der wollte das gar nicht. Bei der Abschlusskundgebung erwähnten Weidel und Chrupalla den 35-Jährigen in ihren Reden mit keinem Wort, muss man sich mal vorstellen. Dass die für Montag mit beiden Parteistats geplante Wahlnachlese in Stuttgart am Freitag wieder abgesagt wurde, hat nach Weltinformationen neben einer chaotischen Planung ebenfalls mit der Verärgerung über Frohnmaiers Abwesenheit kurz vor dem Wahlsonntag zu tun. Weidel sprach diesbezüglich am Sonntagabend im ZDF. Von Raumproblemen. In der Landesgeschäftsstelle wird am Montag allerdings eine Pressekonferenz mit Frohnmaier und Senze stattfinden. Nur die zuvor angekündigten Bundesvorsitzenden, die fehlen. Im Übrigen haben die auch gefehlt heute Abend. Kein Bild von Tino Chrupalla und Alice Weidel zusammen zu dieser Wahlerfolgsgeschichte, die die da gerade eingefahren haben. Die haben sich von Frohnmaier distanziert. Mein persönlicher Tipp ist ja, haltet mich für verrückt. Ich sehe, dass Markus Frohnmaier jetzt ein Hinterbänkler wird, der wieder seine vorherige Rolle einnehmen wird, nicht zu sehen sein wird, er wird nicht aus der Partei ausgeschlossen, aber intern ist man sehr verärgert über ihn und aus dem Golden Boy wird ganz schnell halt eben der Mann, der halt eben zum Buban wird. Irgendeiner ist halt immer wieder schuld. Zu Frohnmaiers USA-Reise sagte Weidel, er hat das als wichtiger erachtet. Er wird schon seine Gründe dafür gehabt haben. Frohnmaier rechtfertigte sich später. Ich habe über 70 Termine gemacht. Ich war in Baden-Württemberg am Freitag und Samstag unterwegs. Lieber Markus, das ist vollkommen irrelevant, wenn die anderen 140 Termine gemacht haben. Dann sind deine 70 in absoluten Zahlen nichts wert. Okay, hast du 70 Termine gemacht. Na und? Haben die anderen 80 gemacht? Haben die anderen 180 gemacht? Wenn du das nicht in den Vergleich setzen kannst, dann ist das eine irrelevante Zahl. Luftnummer. Markus aka Luftnummer Frohnmaier. Aus den eigenen Reihen und ebenfalls aus der Parteispitze musste sich der Bundestagsabgeordnete außerdem Kritik für seine Entscheidung gefallen lassen, lediglich als Ministerpräsidentenkandidat aufzutreten. Allerdings weder auf der Landesliste noch in einem Wahlkreis in Baden-Württemberg zu kandidieren. Öffentlich hatte er das mit der von der AfD geforderten Trennung von Parlament und Regierung begründet, was Schwachsinn ist. Regelmäßig passiert das, dass man kandidiert von einem Mandat aufs nächste. Manche haben sogar zwei Mandate gleichzeitig inne. Dass die AfD stärkste Partei im Südwesten wird, war jedoch nie eine realistische Option. Und so tut er, wenn er sich eben angeblich freut über das nicht einmal Erreichen des Mindestmaßes, das er sich selber gesteckt hat. Nach Weltinformation war dies etwa Thema in Gesprächen zwischen Frohnmaier und Weidel. Demnach soll der Außenpolitiker geäußert haben, nicht Fraktionschef in Stuttgart werden zu wollen, aber aus seinem Landesverband aufgefordert worden zu sein, die Spitzenkandidatur zu übernehmen. Bruno May gilt als Vertrauter der AfD-Chefin. Cem Özdemir hat noch nicht mal die Grünen irgendwie auf den Wahlplakaten gehabt, sagte Weidel am Wahlamt in einer ARD-Sendung. Auf einer Erwiderung des grünen Parteichefs Felix Banaszak, Özdemir sei immerhin für den Landtag angetreten, im Gegensatz zu ihrem Spitzenkandidaten, sagte Weidel, und das ist wichtig, fair enough. Fair enough übersetze ich auf Deutsch in, da haben sie recht. Da haben sie recht. Frohnmaiers Vorgehen war insbesondere deshalb als riskant eingeschätzt worden, weil die AfD bei der Landtagswahl in Hessen 2023 die SPD-Spitzenkandidatin Nancy Faeser dafür kritisiert hatte, lediglich bei einem Wahlsieg ihr damaliges Amt als Bundesinnenministerin aufzugeben und ansonsten in Berlin zu bleiben. Faeser stand damals auf Listenplatz 1 und nahm ihr Mandat im Hessischen Landtag dann wie angekündigt nicht an. Also anders gesagt, das muss man sich auch erstmal leisten, hat also der Markus Frohnmaier die Nancy Faeser gemacht. Das ist das, was der gemacht hat. Was ich von Nancy Faeser halte, ist denke ich mal dasselbe, was auch der Uwe von ihr hält und zeigt, was für ein Typ der Markus Frohnmaier ist. Bei der im September anstehenden Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern steht der AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm wie Frohnmaier-Abgeordneter im Bundestag ebenfalls nicht auf der Landesliste. Aber er kann ja seine Wahl vielleicht noch korrigieren. Ich weiß nicht, ob die Liste noch offen ist. Holm kandidiert allerdings in einem Wahlkreis gegen die Ministerpräsidentin Schwesig. Ein solches Vorgehen hätten sich viele auch von baden-württembergischen Spitzenkandidaten gewünscht. Die Rechte Zeitung stellte sich am Freitag gar die Frage, ob es bizarr sei, einen Wahlkampf anzuführen, wenn man bei der Wahl gar nicht teilnimmt. In der Tat. Also, Leif Erich Horn macht da vieles richtig. Gut, ich merke, das geht hier ewig weiter, Verwandtenaffäre und so weiter und so fort. Ich kürze es einfach mal ab, ich lese nur noch den letzten Satz. Am Wahlabend gefragt, lieber Uwe, gleich geht es an dich, am Wahlabend danach gefragt, ob die Vorwürfe ihrer Partei schadeten, sagte Weidel in der AfD, offensichtlich nicht. Ich würde sagen, offensichtlich doch, weil 25 Prozent waren ausgerufen, 21 Prozent plus wären drin gewesen vor sechs Wochen. Jetzt landet man bei 18 und freut sich darüber. Man sei aber bereit, an einer Gesetzesnovelle mitzuarbeiten. Da geht es um die Vetternwirtschaft. Laut Befragung der Forschungsgruppe Wahlen konnte die AfD rund 250.000 Nichtwähler von sich überzeugen. Gut, andere Leute sagen es kürzer, Frohnmaier hat es verkackt, da steht es, Frohnmaier hat es verkackt, sein Wahlkampf war unterirdisch und das, was wir haben, sind unsere absoluten Kernwähler und sonst haben wir nichts dort dazu gewonnen. Trotz Verdopplung, muss man sich mal vorstellen, hat er jetzt also den Nancy Faeser gemacht und ist der Boomer an der Nation. Bevor er selber zu Wort kommt, Uwe, jetzt habe ich lange geredet, wie bewertest du die Performance der AfD in Baden-Württemberg und speziell die Kandidatur von Markus Frohnmaier?

Uwe

Ja, also wenn du mir mal eine Freigabe gibst, dann will ich dir das mal in der Grafik zeigen, wie ich das bewerte. Bitte. Also wenn wir hier mal schauen, das ist jetzt Baden-Württemberg, eben die Wahlprognosen, die gemischten, wie wir sie ja schon öfter besprochen haben. Markus Frohnmaier ist am 31.05.2025, das ist also quasi hier, Da ist er zum Ministerpräsidentenkandidaten der AfD ernannt worden. Und jetzt kann man sagen, okay, was hat er denn geleistet? Also er hat zumindest geleistet bis ungefähr Mitte Oktober, dass die Partei nicht weiter verloren hat. Und genau hier im Mitte Oktober, da fing es jetzt an mit dem Aufschwung der Grünen. So, und offensichtlich hat er, ja, selbst wenn er jetzt Bestandshalter war, das war ja hier so bei den 21 Prozent oder so, hätte man sagen können, okay, wenn er das hält, ist ja ein super Ergebnis. So, aber als die Grünen anfingen aufzuholen, hat sein Team offensichtlich kein Mittel dagegen gefunden. Wir sehen, dass also schon im Dezember im Grunde genommen die Grünen anfingen, die AfD zu überholen. Und so ist es dann auch geblieben. Und jetzt quasi kurz vor der Wahl, also sechs Wochen vor der Wahl oder fünf Wochen vor der Wahl, da schnicken die Grünen steil nach oben ab. Du hattest das ja als Hockeyschläger bezeichnet. Das ist ja auch richtig so. Ja, und genauso in ähnlicher Form, nur nicht ganz so rabiat. geht es mit der AfD nach unten. Das heißt, wir sehen an dieser Grafik ganz deutlich...

Eli

Wir sehen sehr wenig, Uwe. Klicke mal, halte die rechte Maustaste und scrolle mit dem Mausrad nach oben an die Stelle, an die du rein möchtest. Siehst du? Nicht scrollen, sondern rechte Maustaste halten. Geh nochmal hoch oder runter. Rechte Maustaste halten und dann bewegen die Maus. Also, rechte Maustaste halten, hochscrollen und jetzt die Maus bewegen.

Uwe

Da wollten wir hin. Also was wir jetzt hier sehen, das ist Mai, Juni, wo er das Amt übernommen hat, also quasi die Kandidatur übernommen hat. So, dann lief alles gerade. Das heißt, wir können auf jeden Fall sagen, er hat nicht so viel falsch gemacht, dass es schlechter wurde. Er hat seine Position gehalten. Aber im Oktober, als die Grünen ihre Schwächephase überwunden haben und nach oben gingen, da hat er offensichtlich kein Gegenmittel gefunden. Und spätestens als sie sich von ihm entfernten, also Ende Januar, hat die AfD wahrscheinlich den Geist aufgegeben. Also die AfD Baden-Württemberg. Also sprich, da habt ihr im Grunde genommen schon verloren gehabt. und sah keinen Weg mehr. Das heißt, was wir hier deutlich sehen an dieser Grafik ist, dass der Frohnmaier bestenfalls ein Bestandhalter ist, aber er ist keiner, der einen neuen Zuwachs hervorbringt. Und er ist auch keiner, der eben mit einer solchen Gefahr, mit einem herandrohenden Gegner adäquat umgehen konnte. Denn spätestens hier an dieser Stelle, also November, Dezember, spätestens da hätte doch Alarmstimmung sein müssen nach dem Motto, ja was passiert denn hier, das kann doch wohl nicht wahr sein. Da hätten die doch irgendwas in ihrem Wahlkampfkonzept ändern müssen, aber offensichtlich hatten sie kein Rezept. Und insofern, das kannst du mich mal ruhig wieder zurücknehmen. Ja, meine ich, ist eben tatsächlich der Frohnmaier zwar ein Hoffnungsträger gewesen und er hat die Hoffnung zum Teil auch erfüllt, aber er hat sich auch erwiesen als jemand, der mit einer Gefahr nicht vernünftig umgehen kann und damit hat er sich als inkompetent erwiesen.

Eli

Die AfD insgesamt, trägt die auch in Anführungszeichen eine Verantwortung, eine Schuld oder war es nur der Frohnmaier-Effekt?

Uwe

Na ja, gut, das ist jetzt die Frage, wie viel Verantwortung der Ministerpräsidentenkandidat tatsächlich für den Wahlkampf dann in seinem Land hat. Da muss man natürlich sagen, wir sind ja eigentlich nicht in irgendwelchen Monarchien. Also das sind ja immer Teams, die sich miteinander beraten. Sprich, entweder hat er falsche Berater gehabt oder aber er hat nicht auf seine Berater gehört. Also irgendwo ist da in diesem Wahlkampf etwas grundlegend schiefgelaufen. Das ist am Anfang nicht aufgefallen, weil man eben froh sein konnte, eben über 20 Prozent zu sein und die zu halten. Aber als dann die Gefahr drohte, war keine adäquate Reaktion dort. Das heißt, an der Stelle hätte man dringend umsteuern müssen. Und wenn er nicht umsteuert, dann hätten zumindest eben seine... Seine Teammitarbeiter, seine Berater ihn auf das Risiko hinweisen müssen und es scheint, dass entweder die auch damit nicht umgehen konnten oder dass er das nicht hören wollte. Das wissen wir nicht.

Eli

Jetzt wird natürlich gefragt im Chat gerade, wer besser gewesen wäre. Also erstens, wie man hundertprozentig hätte dort die Wahl gewinnen können und den Ministerpräsidenten stellen. Das habe ich mehrfach schon erklärt. Wer das sehen möchte, kann gerne in den Kanalmitgliederbereich schauen. Zweitens, ein besserer Kandidat wäre gewesen, war Bernhard zum Beispiel, um mal einen zu nennen. Mein persönlicher Favorit wäre ja noch jemand anderes gewesen. Der ist auch aus Baden-Württemberg und ist klasse. Der heißt Martin Hess und der Typ, der ist so resolut, wie er stabil ist. Er kann singen. Er ist ein ehemaliger Polizist. Er ist Bundestagsabgeordneter dazwischen. Das kommt aus Baden-Württemberg. Er ist ein Menschenfänger, aber nicht so wie die Ukrainer Menschenfänger sind, sondern im positiven Sinne. Und ihm wären die Frauen zugeflogen. Und die Männerherzen gefolgt, wenn der aufgetreten wäre, mit seiner ganzen Körpergröße, stolz wie er ist und überhaupt ein Bild von einem Mann, ich prognostiziere, die AfD wäre mindestens bei 22, 23 Prozent gelandet und hätte damit ihre 21 Prozent wahrscheinlich überflügelt. Aber er ist im Bundestag, auch er ist jetzt dabei geblieben. Stattdessen hat man sich gesagt, anstatt eben niemanden aufzustellen für einen Posten, den man ohnehin keine Aussichten hatte, zu gewinnen, hat man sich also den Frohnmaier geholt, der wollte jetzt nämlich eine PR-Kampagne für sich selber starten. Und jetzt kennt man seinen Namen, aber dummerweise ist die ganze Nummer eben nach hinten losgegangen, weil man kennt seinen Namen, aber man assoziiert ihn mit dem Versagen des Potenzials der AfD in Baden-Württemberg. Aber das erkennt er natürlich nicht dann, deshalb grinst er jetzt in die Kamera bei Phoenix.

Gast

Herr Frohnmaier, wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis? Sie sind ja mit einem höheren Erwartungen reingegangen. Natürlich deutliches Plus. Wie zufrieden sind Sie? Ich bin sehr, sehr zufrieden. Wir haben uns verdoppelt hier in Baden-Württemberg. Obwohl in den letzten Tagen der ganze Wahlkampf quasi auf das Duell zwischen Schwarz-Grün gerichtet wurde. Und vor dem Hintergrund, glaube ich, kann sich das sehr sehen lassen, was die AfD hier in Baden-Württemberg bewegt hat. Eine Verdopplung. Alle anderen Parteien wurden egalisiert. Die FDP ist wohl nicht mehr im Landtag von Baden-Württemberg. Die SPD muss unter Umständen noch darum bangen, über die 5-Prozent-Hürde zu kommen. Das zeigt ganz deutlich, die AfD ist die Oppositionskraft hier im Ländle. Die ersten Wählerwanderungen, die ich gesehen habe, heißen allerdings in erster Linie sind die Wähler, die jetzt nicht reingekommen sind zu CDU und zu den Grünen gegangen, nicht unbedingt zu Ihnen. Ich möchte nochmal trotzdem kommen auf das, was Sie sich vorgenommen hatten. Sie hatten gesagt 20 plus x, 25 plus x. Sie sind angetreten als Ministerpräsident. Warum hat das nicht geklappt? Warum war es dann doch deutlich unter dem, was Sie wollten? Also zunächst einmal haben wir über 200.000 Nichtwähler mobilisiert, 60.000 Wähler von der FDP. Das alles kann sich schon sehen lassen. Wir starten natürlich in so einen Wahlkampf auch mit einem entsprechend hohen Anspruch. Man muss sich ja Ziele setzen. Und ich glaube, das haben wir auch entsprechend getan. Wenn die AfD bundesweit deutlich stabil immer bei 24 bis 26 Prozent liegt, dann kann man auch sich trauen, mit einem Regierungsprogramm und auch mit einem Ministerpräsidentenkandidat in den Wahlkampf zu gehen. Und Sie haben es jetzt gesehen, es hat eine komplette Zuspitzung auf CDU und Grüne stattgefunden. Ich finde es ganz interessant, weil diese Parteien haben uns in den letzten zehn Jahren regiert. Am Ende vom Tag ist es egal, ob der Ministerpräsident Özdemir oder Hagel heißt, unsere Bürger bekommen Politik, die grün ist. Und grüne Politik für Baden-Württemberg bedeutet Jobverlust, Arbeitsplatzverlust, Deindustrialisierung. Das ist nicht gut für unsere Heimat. Ich will Ihr Plus nicht kleinreden. Der Balken geht auf jeden Fall nach oben. Ich habe mich ganz ehrlich, ich habe mich gefragt, wie ernst Sie es eigentlich meinen mit Baden-Württemberg. Oh shit! Sie kandidieren als Ministerpräsident, nicht für den Landtag. Sie haben gesagt, wenn das nicht klappt, bin ich sofort wieder weg. Sie waren in der letzten Woche, als alle hier noch um die letzten Stimmen gekämpft haben, in den USA. Ich vermute nicht, um für Baden-Württemberg zu kämpfen. Mein Eindruck war so ein bisschen, meinen Sie es ernst oder war das... Egal, wer da steht, wir probieren es aus. Das haben Sie jetzt ganz schön dahin geframed. Aber die Wahrheit ist doch, dass ich quasi zweieinhalb Tage nicht hier im Ländle war. Und das hat einen guten Grund. Ich habe mich mit dem Vizewirtschaftsminister und Staatssekretär getroffen. Und da haben wir ganz klar über die deutsche Wirtschaft gesprochen.

Eli

Frau Weidel, er lügt. Frau Weidel selbst im Interview heute, Uwe, ist dir das aufgefallen? Frau Weidel selbst, ich hoffe, die hat er nicht belogen, hat heute in der ARD gesagt, in dieser unsäglichen Konferenz, wo sie zugeschaltet worden ist, während alle anderen ins Studio durften. Er war vier Tage weg. Das ist die Information von Frau Weidel.

Uwe

Es ist immer die Frage, wie man es rechnet. Wenn du jetzt noch den Anreise- und den Abreisetag dazurechnest, bist du auf viereinhalb Tage. Und wenn du die rausrechnest, bist du eben bei zweieinhalb Tagen.

Eli

Ja, genau. Aber tatsächlich war er also quasi vier Tage raus aus dem Wahlkampf.

Gast

Schauen Sie, 30 Prozent unserer Autos und Autoteile gehen in die Vereinigten Staaten. Das ist der wichtigste Handelspartner. Und wenn mittlerweile sogar schon die A-Klasse nicht mehr in Rastatt, sondern in Ungarn gebaut wird, dann haben wir massive Probleme. Wir brauchen starke Partner, auch in der Wirtschaft, damit Baden-Württemberg Zukunft hat. Und darum ging es auch bei diesen Gesprächen, die ich dort geführt habe.

Eli

Das ist ja vollkommen lächerlich. Der hat nichts zu entscheiden in der Wirtschaft. Der hat nicht mal in der Regierung irgendetwas zu entscheiden. Und alles, was er sagt, selbst wenn es stimmen würde, dass er sich darüber unterhalten hat, Digger, sagt doch keiner, dass du da nicht hinfliegen darfst. Nur nicht in der Wahlwoche.

Uwe

Wie blöde muss man sein? Genau das ist der Punkt, weil er argumentiert jetzt so nach dem Motto, jetzt hat sich das alles auf den Ministerpräsidentengesichter zusammengesetzt. Nur das war von Bedeutung. Aber wie ich ja gerade an den Prognosestatistiken gezeigt habe, ist das ganze Thema schon mindestens seit Dezember letzten Jahres am Kochen. Das heißt, was er hier macht, er redet seine Spräche schön. Das ist zwar Politensprech, das kann ich gut nachvollziehen, dass er das so macht, aber eigentlich ist das Thema schon viel älter und hat rein gar nichts mit dem Ministerpräsidenten zu tun. Das ist nur... Die Endphase, zu der es vielleicht nie gekommen wäre, da hätte er mit seiner Partei entsprechend rechtzeitig gegengesteuert. Und wenn eben die Partei dann im Abschwung ist, dann die Prioritäten falsch zu setzen und so zu tun, ja ich quäle neue Wirtschaftsdeals ein, wodurch... wo ja noch überhaupt nicht klar ist, ob er überhaupt jemals in die Position dazu kommt. Also würde die blaue Kurve wenigstens steil nach oben gezeigt haben zu dem Zeitpunkt, dann könnte ich das ja noch verstehen, dass man sagt, wir sind im Aufwind, wir werden mit Sicherheit den Ministerpräsidenten stellen, wir schaffen das. Alle Daten sprechen dafür, also kann ich auch mal eben schnell mich zweieinhalb Tage plus An- und Abreisetag hier rauswerfen. bewegen und neue Kontakte knüpfen. Aber wenn die Kurve schon nach unten geht und das dann schon seit Wochen, dann kann ich so etwas eigentlich nicht machen. Das ist dann nach meiner Meinung so ein bisschen leichtfertiges Verhalten.

Eli

Naja, Uwe, das ist keine Ahnung, was er dort gemacht hat. Vermutlich hat er wie Olaf Scholz in der Ukraine in einem Silberkoffer 35.000 Dollar an die Washingtoner überwiesen für seine Preisverleihung dort. Aber eines hast du ja richtig gesagt, und zwar der Höhepunkt, an dem die AfD, also du sagst vieles richtig, jetzt nicht falsch verstehen, aber das Wichtigste war ja, dass du rausgearbeitet hast, wann der Höhepunkt erreicht war. Das war zum 1. Januar. des Jahres, da stand die AfD noch gut da, dann begann der Wahlkampf. Zum 01.01. war die AfD noch Platz 2, die Grünen waren abgeschlagen. Da hat niemand über Cem Özdemir gesprochen, da war der Wahlkampf nicht zugespitzt auf Cem Özdemir und Manuel Hagel. Das ist erst passiert und Uwe hat das richtig rausgearbeitet auf den allerletzten Metern. Ganz, ganz, ganz zum Schluss. Hier vielleicht die letzten zwei Wochen, wenn überhaupt. Da war der Trend schon gesetzt. Da ging es schon nach unten. In dieser ganzen Vorlaufzeit vom ersten an war eine Sache. Wahlkampf von Markus Frohnmaier, der so beschissen lief, dass die Leute gesagt haben, den wählen wir auf keinen Fall. Und erst auf den allerletzten Metern, vielleicht hier, von da bis da, da kam tatsächlich also das Thema auf, dass er jetzt vorschiebt, warum angeblich die AfD so schwach abgeschnitten hätte. Dabei hatte sie bereits zuvor begonnen zu verlieren und das hat hundertprozentig zu tun, weder mit Hagel noch mit Cem Özdemir, sondern nur mit einem, dem Lügner im Raum, den man den keiner ausstehen kann, Markus Frohnmaier.

Gast

Ich kann sie beruhigen. Es gibt, glaube ich, kaum jemand, der so ein Pensum gefahren hat. Es waren deutlich über 70 Termine in den letzten paar Wochen.

Eli

Vollkommen egal, was du in den letzten paar Wochen gemacht hast, wenn die anderen doppelt so viel gemacht haben wie du. Ja, dann ist das irrelevant, dass du dir irgendetwas einbildest, 70 Termine gemacht haben in zwei Wochen. Vielleicht ist das nicht mal viel. Vielleicht lachen die anderen über dich. Du sagst 70 und wir sollen das als absolute Zahl hinnehmen. Und vielleicht warst du scheiße bei den 70 Terminen. Im Übrigen sagt man mir, Uwe ganz kurz, Dass zum Beispiel dein Auftauchen vor dem Daimler-Werk, das du so wunderschön hast inszenieren lassen mit, ich brauche neue Flyer, ich brauche neue Flyer. Zwar tatsächlich, dass du also dort deine Flyer losgeworden bist, aber ansonsten niemand mit dir reden wollte. Du warst ein kleiner Zwerg am Ausgang des Daimler-Werks, der sich niemanden vorgestellt hat, mit dem niemanden reden wollte und der danach wieder abgezogen ist. Also fürs Flyer verteilen hättest du auch einen Praktikanten hinschicken können. War das auch einer deiner Termine, Markus? Meine Insider stecken mir das, dass keine Sau mit dir reden wollte. Wenn ich mir dich angucke, verstehe ich auch warum. Man kann dich leicht übersehen, Bruder.

Uwe

Naja, also auf jeden Fall ist die Argumentation natürlich ein bisschen schwach. Weil zu sagen, ich habe 70 Termine gemacht, das hört sich so an wie früher in den Bewerbungsgesprächen, in den Zeugnissen. Wer hat sich redlich bemüht? Es kommt nicht darauf an, wie viele Termine man macht, sondern man muss nur einen machen. Unter Umständen, das ist der Richtige. So als Beispiel, jetzt mal ganz zugespitzt. Und insofern, am Ergebnis wird es gemessen. Und die Frage ist, an welcher Stelle hätte er anders abbiegen können, um ein besseres Ergebnis zu erzielen. Und das wirft natürlich zurück, also ich habe es ja an der anderen Tabelle gezeigt, dass er im Grunde genommen hat er der Partei ja keinen neuen Schwung gebracht. Er hat ja nur den Status Quo, der vorher da war, schon gehalten. Also das halbe Jahr davor oder noch länger, da ging die Partei in Baden-Württemberg steil nach oben. So, dann kam Frohnmaier und dann blieb es dann auf dem Level. Das heißt, hier ist im Grunde genommen die Frage, wieso hat man ihn überhaupt zum Ministerpräsidenten vorgelegt? Kandidaten gewählt. Das heißt, an der Stelle sehe ich das eigentliche Problem, dass man offensichtlich in der Partei bei dieser Kandidatenauswahl nicht erkannt hat, dass er nicht über die Qualitäten verfügt, die im Ernstfall benötigt werden. Insofern halte ich es nicht unbedingt für zielführend, nur auf ihm jetzt rumzuhacken, sondern die Frage ist, Was ist in der Partei falsch gelaufen, dass die jemanden gewählt haben, der es dann eben nicht konnte. Mag sein, dass er sich bemüht hat, das ist ja seine Argumentation.

Eli

Er war stets bemüht, Uwe, er war stets bemüht.

Uwe

Genau, er war stets bemüht. Und insofern... denke ich, wir haben wahrscheinlich den falschen Mann gewählt. Und dann müsste sich die Partei fragen, wie es dazu kommen konnte. Hat er sich stärker gestellt und kompetenter dargestellt, als er ist? Oder hat die Partei Vorschusslorbeeren eingeräumt, ohne genauer hinzugucken? Keine Ahnung. Das ist jetzt so parteiinterner. die aber eben nach meiner Meinung die allererste Ursache an der Stelle sind. Also Frohnmaier ist quasi der Vollstrecker des Parteiwillens und zeigt eben, dass er bestimmte Dinge kann, Status halten, aber nicht mit Angriffen richtig umgehen, mit einem angreifenden Feind, das kann er nicht. War das vorher absehbar? Hätte man da vielleicht jemanden anders nehmen können, der besser auf solche Herausforderungen reagiert hätte? Also das ist eine Frage, die die Partei in Baden-Württemberg sich dann nach meiner Meinung in internen Diskussionen stellen sollte.

Eli

Ja, aber diese internen Diskussionen, die sind jetzt gerade teilweise abgesagt worden, weil Frau Weil angeblich so sauer auf Markus Frohnmaier sein soll, dass sie ihn gar nicht mehr sehen möchte. Tino Chrupalla ebenfalls bereits abgezischt. Die werden also intern aufarbeiten mit diesem Emil Senze. Was da also alles schief gegangen ist. Er soll wohl aber der Weidel-Kandidat gewesen sein. Insofern, vielleicht hat man sich da wirklich verschätzt. Aber fairerweise muss man sagen, die CDUler haben sich mit ihrem Kandidaten ja auch verschätzt. Die FDPler ebenfalls, die Linken ebenfalls und so weiter und so fort.

Uwe

Naja, also insofern, man darf es nicht überdramatisieren, Eli. Also Politik ist ja nun mal ein äußerst kompliziertes Geschäft in dieser Hinsicht, was den Wählerwillen betrifft und gerade diese Feinheiten. was man sagen, was man tun muss, um den Wähler zu bezirzen oder was man nicht sagen darf, um ihn dann zu verärgern. Das ist eine Kunst für sich und die beherrscht ja offensichtlich nicht jeder. Und hier sehen wir, also Frohnmaier beherrscht das auch nicht. Und dann muss eben die AfD in Baden-Württemberg sich dann demnächst einen besseren suchen. Hat ja wieder ein paar Jahre Zeit dazu.

Eli

Ja Uwe, das stellt ja niemand in Abrede. Das musst du ja gar nicht so herausarbeiten. Natürlich ist es eine Partei, die 13 Jahre alt ist und die sich langsam aber sicher professionalisiert, in der Lage hoffentlich, sich selber zu analysieren und dann eben richtige Konsequenzen daraus zu treffen. Aber wichtig ist, was du rausgearbeitet hast, definitiv ist es jetzt also mehr der Partei anhängig, dass die Frohnmaier aufgestellt haben und nicht nur Frohnmaiers Schuld, weil Frohnmaier war vielleicht inkompetent, war vielleicht inauthentisch, war vielleicht der Falsche, aber die Partei hat ihn abgesegnet.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Özdemirs Triumph? | Was dieses Votum wirklich zeigt | Landtagswahl 2026 BW | ANALYSE“, Die Welt Klar Sehen, 09.03.2026.

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