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Das verborgene Arsenal | Wie viel hat Iran wirklich? | Irans Geheimwaffe21.03.2026

IRAN-Krieg

Abschrift

Abschrift des Videos vom 21.03.202629 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Iran feuert immer noch. Was weiß der Westen über Irans Waffenarsenal? Iran wurde angegriffen, wie noch nie zuvor in seiner Geschichte und feuert trotzdem weiter. Warum? Am Ende dieses Videos wirst du über diesen Krieg anders denken als vorher, garantiert. Ich bin Uwe Loose. Bei die Weltklarsehen geht es nicht um Schlagzeilen, sondern um die Kräfte dahinter. Im März 2026 amerikanische und israelische Kampfflugzeuge greifen den Iran an.

Der schwerste koordinierte Militärschlag seit Jahrzehnten. Keine Vorwarnung, kein Ultimatum, direkt rein. Innerhalb von Stunden schlägt Iran zurück, Raketen und Drohnen in einer solchen Dichte, dass die Luftabwehrsysteme der gesamten Region an ihre Grenzen stoßen. Heute, knapp drei Wochen später, nach über 2400, vielleicht sogar 3000 abgefeuerten Raketen und 3500 Drohnen, feuert der Iran immer noch. Langsamer, aber er feuert. Drei Wochen, noch immer kein Ende. Das erklärt sich nicht von selbst.

Wie groß ist Irans Arsenal wirklich? Was hatte Iran vor dem Angriff und was hat es jetzt noch? Und die Frage, die westliche Stratege nachts wach hält, wie schnell kann es nachproduzieren? Die offizielle Antwort, unbekannt. Iran veröffentlicht keine Zahlen. Westliche Geheimdienste halten ihre Einschätzung zurück. Was bleibt sind Schätzungen und diese Schätzungen gehen weit auseinander. Wer Iran schlagkraft unterschätzt, kalkuliert Abschreckung falsch. Wer sie überschätzt, verschwendet Ressourcen.

Beide Fehler kosten Menschenleben, Milliarden und politische Handlungsfähigkeit. Und daran hängt noch mehr. Wie lange Iran diesen Krieg überhaupt tragen kann? Tage, Wochen oder länger? Die nachfolgende Analyse zeigt, was offene Quellen tatsächlich belegen und was sie nicht belegen. Denn das Ergebnis wird dann drei belastbare Szenarien sein. Und das erste, was du über diesen Krieg glaubst, ist wahrscheinlich falsch. Fangen wir mit dem Fehler an, den fast alle machen. Sie zählen Raketen.

Dabei ist die Zahl der Raketen fast irrelevant. Warum? Dafür brauchst du nämlich vier Begriffe. Nämlich, was ist eine ballistische Rakete, was ist ein Launcher, was ist Natriumperchlorat und was ist Flüssigtreibstoff. Schauen wir uns das mal an. Eine ballistische Rakete folgt nach dem Abschuss einem festen Flugbogen wie ein geworfener Stein. Der nächste Begriff ist Launcher, das ist ein Fahrzeug, das die Rakete aufstellt, ausrichtet und zündet. Und ohne Launcher gibt es keine Schusssalve.

Und drittens Natriumperchlorat, das ist der zentrale Grundstoff für modernen Feststoffantrieb. Ja und als viertes eben der Flüssigkeitsleibstoff, denn jede Rakete muss vor dem Start betankt werden. Das heißt, dadurch wird der ganze Prozess natürlich langsamer, sichtbarer und verwundbarer. Und diese vier Begriffe erklären nicht nur, warum Iran noch feuert, sondern auch, warum seine Feuerkraft womöglich irgendwann mal kippen wird. Die Stückzahl der Raketen täuscht. Nicht die Anzahl der Raketen ist maßgeblich, sondern die der Launcher.

Und das sehen wir hier auf dieser Tafel. Das Entscheidende, die tatsächliche Tagfähigkeit oder Startfähigkeit der Launcher ist. Der damalige Chef des US-Zentralkomitees, CENTCOM, General McKenzie, sagte 2022 vor dem amerikanischen Senat, trotz der jüngsten Verluste zählt Irans Raketenarsenal weiterhin zu den größten und vielfältigsten im Nahen Osten. So erklärte

im Jahr 2022 General Kenneth McKenzie vom US Central Command, Iran besitze über 3000 ballistische Raketen. Die wachsende Flotte landgestützter Marschflugkörper war dabei Ja, und das israelische Militär, speziell eben die JINSA, das ist das Jewish Institute for National Security of America, also das jüdische Institut für nationale Sicherheit von bzw. in Amerika,

Die bezifferten den Stand kurz vor dem Zwölftagekrieg im Juni 2025 auf rund 2500 Raketen und nach dem Krieg auf 1500. Das heißt, nach Monaten des Wiederaufbaus bis Februar 2026 auf wieder 2000 bis 2500. 500. Nur diese Zahlen sind real, aber sie beantworten die falsche Frage. Denn die entscheidende Frage lautet nicht, wie viele Raketen liegen in Depots. Die entscheidende Frage ist, wie

viele Raketen kann der Iran pro Tag tatsächlich starten und wie schnell verfällt diese Startfähigkeit. Und da müssen wir uns mal anschauen, wie der Launcher Engpass aussieht. Also stell dir vor, du hast 1000 Pfeile, aber nur 10 Bögen. Und jeder Bogen kann nur einen Pfeil gleichzeitig abfeuern. Und die anderen liegen herum und helfen dir in diesem Moment gar nicht. Ja, und bei Raketen ist das ganz genau so. Iran hatte tausende Raketen, aber nur 480 Abschussfahrzeuge.

Das Washingtoner Verteidigungsinstitut Jinsa rechnet damit, dass Israel im 12-Tage-Krieg 293 solcher Fahrzeuge zerstört hat. Davon 95 noch vor dem ersten Abschuss. Also nicht der Verlust einzelner Raketenkörper war der strategische Hauptschaden. Entscheidend war der Verlust der Startfähigkeit. Raketen ohne Abschussfahrzeuge sind strategisch wertlos. Ein Magazin ohne Waffe. Genau deshalb kann ein Land tausende Raketen besitzen und trotzdem nur begrenzte Angriffswellen aufrechterhalten.

Der Iran hat das verstanden. Der Wiederaufbau zielte deshalb nicht nur auf neue Raketen, sondern auf überlebende, verlegte oder neu geschützte Abschussfahrzeuge. Und das ist Engpass Nummer 1. Engpass Nummer 2 ist weniger sichtbar, aber womöglich noch entscheidender. Und jetzt fügt sich alles zusammen. 80% der Abschussfahrzeuge vernichtet Treibstoffengpass durch zerstörte Maschinen und unterbrochene Lieferkitten. Und aber auch eine Drohne, die 114 mal billiger ist als die Rakete, die sie abschießen soll.

Und das ist natürlich besonders spannend, denn moderne iranische Raketen, die schnellen, schwer abzufangenen Typen, laufen mit Feststoffantrieb. Und dafür braucht man im Iran natürlich Natriumperchlorat. Ja, und wo kriegen die Iraner solche Sachen her? Die gibt es natürlich sozusagen auf dem Weltmarkt. Und zwar nämlich bei den Chinesen. Schiffe mit Raketentreibstoffbestandteilen sollen laut Financial Times Bericht von China in den Iran auslaufen.

Ja, und ein einziges Schiff mit 1000 Tonnen dieses Grundstoffes entspricht dem Potenzial für rund 260 moderne Paketen. Westliche Dienste und Medien sprechen von weiteren verdeckten Lieferungen aus China. Seit dem muss der Iran natürlich stärker auf ältere Flüssigkeitskraftstoffsysteme zurückgreifen. Die müssen vor dem Abschuss betankt werden, das dauert länger, macht sie sichtbarer und erhöht die Reaktionszeit des Gegners. Aber selbst diese beiden Faktoren erklären noch nicht vollständig, warum Iran nach tausenden Gegenschlägen weiter feuern kann.

Und hier kommt die dritte Ebene. Eine Shahed-136-Drohne kostet grob 20.000 bis 50.000 Dollar. Die Abfangrakete dagegen rund 4 Millionen. Das Verhältnis also 1 zu 114. Über hunderttausende oder tausende Einsätze hinweg erzeugt dieses Missverhältnis einen Abnutzungseffekt. Die Verteidiger verbrauchen teure Abfangmittel schneller, als sie billigere Angriffsplattformen vollständig neutralisieren können. Und das ist keine Zufälligkeit, das ist eine Kriegslogik.

Schadfähigkeit verknappen, Nachschub bremsen, Abwehr verteuern. Ja, und genau hier kommt eine Nachrichtenlage ganz neu hinein, die zeigt, wie vorsichtig man mit vorschnellen Erschöpfungsurteilen sein muss. Reuters berichtet unter Berufung auf das Wall Street Journal und auch auf mehrere US-Offizielle bezogen, Iran habe zwei Mittelstreckenraketen in Richtung Diego Garcia abgefeuert und die Basis aber nicht getroffen.

Eine Rakete soll im Flug ausgefallen sein, gegen die andere habe ein US-Kriegsschiff eine Kurzstreckenrakete gestartet und ob die Abfangung erfolgreich war, blieb zunächst unklar. Doch schauen wir mal hier auf diese Karte und dann sehen wir, dass hier oben, ja, da ist die Abschussbasis, also quasi bei der Straße vorne muss, also und hier unten irgendwo im indischen Meer, da ist der Stützpunkt Gassir.

Und wenn wir hier mal schauen, da sehen wir auf der Google-Karte, das sind 4.159,65 Kilometer, also rund 4.100 bis 4.200 Kilometer. Und das ist natürlich ein Hammer, denn bisher glaubte man, dass die Mittelstreckenraketen des Iran maximal 2.000 Kilometer fliegen könnten. So, was bedeutet das? Ja, aber es ist jetzt noch völlig unklar, ob das jetzt ein völlig neuer Raketentyp ist oder ob das das beste Raketenmaterial ist, was sie hatten und die haben es irgendwie modifiziert, leichter gemacht, irgendwas dann geändert. Man weiß es einfach nicht.

Aber es ist auf jeden Fall ein Zeichen. Und was für ein Zeichen, das sehen wir, wenn wir mal die Karte ein wenig vergrößern und mal eine andere Perspektive einnehmen. Also jetzt gehen wir mal hier in den Nordwesten von Iran, also quasi zwischen Türkei und Aserbaidschan in diesen Winkel rein und legen mal diese 4100 Kilometer in nordwestliche Richtung an. Ja, und wo kommen wir denn da raus? Da sind wir hier im Westen von Großbritannien, vom Vereinigten Königreich, ja. Würden wir, wenn wir weiter nach oben gehen,

dann sind wir in komplett Skandinavien. Dann kommen wir sogar noch ein bisschen in die Barentssee rein. So, Island ist aber schon ein bisschen zu weit. Und wenn wir mal hier schauen, Deutschland, ja, ist ja mal gerade, also Berlin 3000 Kilometer, Paris, ja, 3500. So, Madrid 4042. Also das ist dann schon fast raus. Also quasi ab Mitte Westspanien und Portugal ist alles weg. Irland ist auch raus aus der Gefahrenzone. Aber es bedeutet konkret, dass wenn es so eine Rakete geben sollte, die jetzt 4000 Kilometer schießen kann, dann haben die Iraner etwas in der Hand, womit niemand gerechnet hat.

Denn plötzlich sind auch wir in Mitteleuropa und teilweise sogar in Westeuropa unmittelbar angreifbar. Und das ist doch ganz interessant, nicht wahr? Ja, soweit der Reuters-Bericht. Und ein anderer Bericht deutet den Vorgang als mögliches Signal strategischer Reichweite und als Test westlicher Abwehrketten. Diese Weitergehenschlüsse sind jedoch natürlich deutlich spekulativer und sollten als Einordnung, nicht als gesicherte Tatsache behandelt werden. Für unsere Analyse ist der Punkt aber ein anderer. Selbst unter massiven Druck versucht der Iran offenbar weiter Reichweite, Reaktionszeiten und Verteidigungsketten des Gegners zu testen. Genau deshalb sind die nächsten drei Szenarien keine Theorie, sondern die eigentliche Schlüsselfrage dieses Krieges.

Schauen wir uns mal die drei Szenarien genauer an. Wir haben also einmal hier die Untergrenze. Man könnte sagen, das ist was Beweisbares. Der Mittelwert ist, könnte man sagen, was die Experten glauben. Und die Obergrenze, was vielleicht unwahrscheinlich ist, aber nicht ausgeschlossen werden kann. Bei der Untergrenze haben wir 400 bis 700 Raketen, 50 bis 150 Marschflugkörper, 5000 bis 15.000 Drohnen, 80 bis 120 Launcher. Also Iran könnte in diesem Szenario keine großen koordinierten Angriffsfällen mehr aufrechterhalten.

Aber auch 400 Raketen reichen noch für gezielte Vergeltungsschläge. Dann wäre eher so eine Art begrenzter Vergeltungskrieg plausibel. Gefährlich, aber nicht mehr als dauerhafte Großfälle. Schauen wir uns mal Szenario 2 an. Also da, was quasi die meisten Experten aus dem Westen und Israel eigentlich glauben. Da liegt der Mittelpunkt im Grunde genommen der meisten Analysen. Da haben wir also 600 bis 1200 Raketen, 150 bis 350 Marschflugkörper, 20.000 bis 45.000 Drohnen, 150 bis 250 Abschussfahrzeuge.

Iran könnte damit weiterhin koordinierte Mehrwellenangriffe durchführen, nicht unbegrenzt, aber ausreichend, um die Abwehr seiner Gegner systematisch zu belasten. Dann sprechen wir also nicht über einen kurzen Restkrieg, sondern über einen echten Abnutzungskrieg. Und so kommen wir dann zum Szenario 3 der Obergrenze, also dem Szenario, was sich keiner der angreifenden Parteien und der anderen Länder wünscht, aber was man eben nicht ausschließen kann.

Und danach sieht es dann eben so aus, dass vielleicht 1500 bis 3000 Raketen vorhanden sind, 300 bis 700 Marschflugkörper, 40.000 bis 80.000 Drohnen und 200 bis 400 Launcher. Und das würde bedeuten, dass der Westen in Iran Kapazitäten deutlich unterschätzt. Dann werden auf einmal unterirdische mobile und schwer ortbare Bestände vollständig mit einbezogen. Dazu kommt dann auch noch die Möglichkeit, dass die Drohnenkapazität weit größer ist, als viele Meldungen annehmen.

Und das bedeutet, in diesem Szenario wäre der Iran trotz enormer Verluste noch viel längere Zeit zu größeren Angriffsfällen fähig. Und dann wäre die westliche Grundannahme über Irans militärische Erschöpfung deutlich zu optimistisch. Also das ist die Spannweite. 400 Raketen auf der einen Seite, 3.000 auf der anderen, 5.000 Drohnen auf der einen Seite oder 80.000. Niemand weiß mit Sicherheit, in welchem Szenario wir uns tatsächlich befinden. Aber genau das ist der springende Punkt.

Es handelt sich hier vermutlich gar nicht um einen Munitionskrieg, sondern um einen Erschöpfungskrieg. Das heißt, die Frühzeichen sind Natriumperchlorat plus aus China. Die Schlüsselfrage ist also nicht der Lagerbestand, sondern der Engpass. Dieser eine chemische Stoff, der entscheidet alles. Natriumperchlorat. Das ist der externe Engpass, den Iran nicht beliebig selbst schließen kann. Wenn große Lieferungen dieses Grundstoffs weiter aus China nach Iran gelangen, arbeitet der Iran näher am oberen Szenario als am unteren.

Daran entscheidet sich also nicht nur, wie viele moderne Raketen Iran noch bauen kann, daran entscheidet sich auch, ob dieser Krieg schneller ausläuft oder länger, dann dauert und in einen Erschöpfungskrieg kippt. Die eigentliche Frage ist also nicht, ob der Iran erschöpft wird, sondern die Frage ist, ob dieser Prozess schnell genug läuft, bevor neue Lieferungen die Lücke wieder schließen. Nur die Ungewissheit bleibt natürlich. Das ist kein Versagen der Analyse. Das ist die ehrliche Aussage, die ein sauberes Schätzmodell liefern kann.

Die entscheidende Messgröße ist also nicht die Zahl der Raketen, es ist der Strom dieses Grundstoffes, der aus China kommt. Und damit zurück zum Anfang. Iran feuert immer noch und solange dieser Treibstofffluss läuft, bleibt dieser Krieg offen.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Das verborgene Arsenal | Wie viel hat Iran wirklich? | Irans Geheimwaffe“, Die Welt Klar Sehen, 21.03.2026.

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Analyse zu Irans Raketen- und Drohnenarsenal im Iran-Krieg 2026: Warum nicht die Stückzahl der Raketen zählt, sondern Abschussfahrzeuge, Treibstoff und chinesische Lieferungen von Natriumperchlorat. Drei belastbare Szenarien zur verbleibenden Feuerkraft.

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