Wie viel braucht Siegmund? | Sachsen-Anhalt vor der Wahl31.08.2026
Abschrift
Abschrift des Videos vom 31.08.2026111 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Warum ein Landesthema die Bundespolitik trifft Hallo mein Guter, wie geht es dir? Ja, hallo Eli, hallo liebe Zuschauer. Seit längerer Zeit mal wieder bei dir zu sein, freut mich sehr. Insbesondere, wo es ja jetzt auch mal wieder um ein, ja, zunächst einmal landestechnisches Thema geht. Aber vielleicht hat es ja auch Signalwirkung für die bundesweite Politik. Also, ich bin gespannt. Ich bin mir sogar sicher, dass die bundesweite Politik durchgerüttelt wird durch das, was da kommt. Und ich habe mit deiner Hilfe ein bisschen hier in den Stream geholt, weil du die vielen unterschiedlichen Szenarien dir angeguckt hast, wie es denn also passieren kann, dass der Super-GAU eintritt, nämlich also, dass die AfD tatsächlich die Alleinherrschaft bekommt. Wollen wir vielleicht am besten gleich mal damit einsteigen, bevor wir uns dann weiter im hinteren Teil des Streams angucken, welche anderen Alternativen es noch so alles gibt. Ja, also das kann man natürlich grundsätzlich machen. Und wenn du möchtest, ich hatte ja so ein bisschen Excel-Tabelle vorbereitet, dass man dann mal sich so ein paar Gedanken machen kann, was überhaupt möglich ist und auch wie viel Prozent eigentlich die AfD benötigt, um überhaupt jemals eine Chance zu haben, selbst im schlechtesten Fall für sie.
Vier Szenarien an der Fünf-Prozent-Hürde Also das sind so Fragen, die man sich stellen kann, die miteinander verknüpft sind. Super, dann übernimm gerne die Führung und wir freuen uns auf deine Ideen und Gedanken. Ja, also ich habe hier mal eine Tabelle gemacht, eben für die Landtagswahl, die im Grunde genommen zunächst einmal vier Hauptszenarien hat. Wir fangen mal hier in der mittleren Spalte an. Uwe, kannst du das noch ein bisschen größer machen, bevor du jetzt dich verlierst? Wir sehen nur sehr wenig. Mach es mal noch ein Ticken größer. Genau. Wenn du darin dann ein bisschen rumscrollst, das wird für alle einfacher sein zu lesen. Dankeschön. Jawohl. Also nochmal von vorne. Was wir also hier haben, ist also im Grunde genommen die vier Hauptszenarien. Entweder das BSW schafft es knapp. Dann die Daten, die wir von den letzten Umfragen her kennen. Dann die Variante, die Grünen scheitern oder Grüne und SPD scheitern. So, das sind im Grunde genommen die vier Varianten, die maßgeblich sind und alle anderen sind nur Kombinationen davon. So, und jetzt kann man sagen, okay, wir wissen ja, dass die Grünen und die SPD und das BSW, das sind ja eben diejenigen, die Wackelkandidaten sind. So, und die könnten jetzt in verschiedener Kombination scheitern. Was passiert, wenn das BSW es alleine schafft? Was passiert es, wenn die Grünen und die SPD rausfliegen oder nur eine von denen? Und dementsprechend ist die Frage, die sich im Grunde genommen stellt, nach der Sitzverteilung und das wiederum hat ja was mit den verfallenden Stimmen zu tun. In dem Moment, wo jemand nicht die 5%-Hürde schafft, führt es ja dazu, dass seine Stimmen proportional auf die anderen Parteien verteilt werden. So, da hieß es ja immer in der Presse, die AfD profitiert von denen alleine. Nein, das tut sie nicht, das tun alle anderen auch, die in den Landtag kommen. Aber wenn die AfD eben die meisten Sitze schon hat, dann profitiert sie natürlich auch proportional zu der Anzahl ihrer Sitze. Insofern, sie profitiert deswegen am meisten, weil sie am stärksten ist, aber nicht, dass sie nur alleine davon profitiert. Nichtsdestotrotz kann man sich das eben dann mal anschauen, dass im Grunde genommen bei diesen Szenarien, gucken wir hier bei BSW schafft es mal so gerade eben über die 5 Prozent Hürde, dann würde es für die AfD nicht ausreichen, weil sie nur knapp über 42 Prozent hätte. Moment, Moment, Moment. Was würde nicht ausreichen? Du sagst, es würde nicht ausreichen. Auf welcher Basis bist du, hast du denn diese Tabelle erstellt? Es würde nicht ausreichen, für eine absolute Mehrheit. Nee, das verstehe ich schon, aber auf welcher Basis hast du das denn errechnet? Von welcher Umfrage bist du ausgegangen? Das ist die Frage. Wir gehen ja jetzt von den aktuellen Umfragen aus. Das sind die, die wir haben. Nur von denen können wir ausgehen. Okay, gut. Also, warte mal, dann kann ich das den Zuschauern nochmal konkreter sagen. Uwe geht also, die Information hat gefehlt, von der aktuellsten Umfrage aus. Das ist nicht mal die favorabelste für die AfD. Es gibt ja auch Zahlen, wo die AfD bereits schon bei 43% steht, aber Uwe hat wirklich den Worst Case in Anführungszeichen genommen, der aber aktuell der aktuellste ist. Die Information hat noch gefehlt. Gut. Genau. Also das muss man klar sehen. Es gibt verschiedene Spannweiten eben, weil wir haben zwei oder drei hauptsächliche Umfragen und ich habe jetzt mal hier die für die AfD schlechteste genommen. So, damit wir eben, ich sag mal, eben vom Worst Case, wie du sagst, ausgehen. ja und nicht vom wunsch denken so und da wenn wir diese zahlen zugrunde legen und uns dann fragen würde ist das bsw dann doch noch schaffen deswegen steht ja hier zum beispiel 5,2 prozent drin ja obwohl sie ja bisher nur mit drei prozent gelistet ist dann würde auch im unten im ergebnis bei der sitzverteilung rauskommen dass die afd nicht mehr als 50 prozent der sitze hat das heißt sie kann nicht alleine regieren wir halten fest wir halten fest wenn also diese aktuelle lage bleibt und das bsw ist drin dann hat das bsw mal wieder seine mission geschafft ja die den politischen wandel zu verhindern die werden das natürlich so nicht formulieren die werden sagen wir haben ja auch einen demokratischen anspruch blablabla ja aber de facto wird man sagen können ist das bsw drin bleiben die zahlen so wie sie aktuell sind hat die afd keine chance auf eine absolute mehrheit Ja, das Gleiche gilt aber auch, wenn das BSW raus ist. Das ist die zweite Spalte. Denn dann haben wir BSW unter den 5 Prozent. Dann fallen natürlich die Stimmen des BSW proportional auf die anderen Parteien im Landtag. Das erhöht dann ein wenig die Chancen der AfD, aber führt letztendlich dazu, dass sie zwar 2,5 Prozentpunkte mehr haben, aber das reicht nicht aus für eine Alleinregierung. Sie bleiben bei unter 45 Prozent. Was das BSW macht oder nicht, macht es hier völlig wurscht. Okay, also dann kann ich jetzt meine Aussage von vorhin erweitern. Sollten die Zahlen so bleiben, wie sie aktuell sind, spielt das BSW eben aktuell keine Rolle, ob sie drin sind oder nicht. So wie die Zahlen sich darstellen, ist die AfD noch zu schwach, um die absolute Macht an sich zu nehmen. Genau. Und dann gucken wir bei den Grünen. Das ist die dritte Spalte. Da nehmen wir also mal an, die würden auch unterhalb der 5%-Hürde liegen. Dann ergeben sich eben 39 Sitze für die AfD. Das heißt, die hat dadurch natürlich einen entsprechenden Vorteil. Die anderen Parteien legen auch ein bisschen zu, soweit sie in den Landtag reinkommen. Aber es bleibt trotzdem nur bei 47 Prozent und damit ist keine absolute Mehrheit gegeben. Es reicht also nicht aus, dass das BSW scheitert. Es reicht nicht aus, dass zusätzlich auch die Grünen scheitern, sondern es müssten dann, das sind wir in Spalte 4, es müsste noch eine dritte Partei scheitern, nämlich die SPD auch noch. Kann ich da eine Verständnisfrage stellen, Uwe? Heißt das in deiner Tabelle, wie du sie gerade aufführst, die ist also quasi eskalierend von links nach rechts aufgebaut. Zuerst scheitert nur das BSW und dann scheitern die Grünen zusätzlich und dann scheitern auch noch die SPD. Oder sogar das BSW. Genau, richtig. Zuerst schafft es das, dann fällt das BSW raus. Dann die dritte Spalte ist, die Grünen scheitern, aber eben nicht alleine, sondern zusätzlich. Und in der vierten Spalte ganz richtig sieht man, alle drei scheitern. Die Grünen, die SPD und das BSW. So muss man das also lesen. Okay, alles klar. Genau, also nur dann quasi, dann kommen wir unten auf den Wert von über 50 Prozent, in dem Fall 53 Prozent. Und dann könnte also mit diesen Zahlen die AfD alleine regieren. Und hier muss man eben tatsächlich einschränkend sagen, das ist jetzt eine Spekulation auf Basis der Zahlen, die wir jetzt von den Umfragewerten haben. Das heißt, das ist ja keine Prognose, das darf man so nicht missverstehen. So, man kann sich aber auch die Frage stellen, wie viel, ich will mal das Argument anders formulieren, wie viel, was haben wir jetzt hier in dieser Betrachtung drin? Wir haben hier drin, was die anderen Parteien, die nicht AfD heißen und die unterhalb der 5% oder darum tendern, wie die sich verhalten.
Die andere Frage: Wie stark muss die AfD selbst sein? Es sagt jetzt aber noch nichts darüber aus, welches Wahlergebnis die AfD haben müsste oder könnte, damit sich irgendetwas verändert. So, und dann möchte ich mal auf diese Tabelle gehen hier. Moment, warte, ich übersetze das mal von Uwe Sprech in Deutsch. Das bedeutet, aktuell hast du nur geguckt, wie müssen sich die unteren Kleinstparteien verhalten, um in den Landtag zu kommen oder auch nicht. Aber was auch interessant ist anzugucken ist, wie stark kann die AfD von sich aus werden und zwar vielleicht auf Kosten nicht etwa der kleineren Parteien, sondern vielleicht auch der sonstigen, die mal drei, manchmal aber auch bis zu sieben Prozent ausmachen, die die AfD ja dann quasi für sich vereinnahmen kann. Und sollte also die AfD aus eigener Kraft dann so stark werden, dass zum Beispiel eben diese Szenarien von 45 plus X tatsächlich eintreten, dann hat der Uwe sich auch weiterführenden Gedanken gemacht, ob das eben ausreichen kann, ungeachtet dessen, wie die kleinen Parteien sich also bewegen. Ja, also wir haben eben bisher immer die Diskussion, dass jetzt die AfD bei 40 Prozent ist oder bei 43 Prozent in den Umfragen. Und in dieser Tabelle sehen wir aber, dass das gar nicht zwingend notwendig ist, weil eben einmal dieser Aspekt drin ist, dass es hauptsächlich darauf ankommt, wer nicht in den Landtag kommt.
Der Extremfall bei 37 Prozent Und da spielt das Ergebnis der AfD nur sekundär eine Rolle. Das heißt, in allen Werten von 37% bis 44% würde die AfD immer über 50% Sitz erhalten. Und das ist doch ganz interessant. Das heißt, es kommt gar nicht darauf an, dass die AfD 40% oder 42% kriegt. Sie darf nur nicht unter 37% fallen. Moment, warum? Erklär mir das nochmal. Ich bin gerade auf dem Schlauch gestanden. Ja, weil die Sitze werden doch nach den Stimmenverhältnissen der Zweitstimmen vergeben. Ja, ich verstehe das Prinzip. Ich verstehe nur nicht, warum du sagen kannst, dass die AfD auf 37 Prozent runterfallen kann und trotzdem prätendieren kann auf irgendwelche absoluten Mehrheiten. Das würde ja nur funktionieren, wenn wirklich alle drei Parteien rausfallen. Guck mal, es steht, dann gibt es noch mal direkt neben die 37, dann hat sie, wenn sie 37 Prozent der Stimmen hat, dann hat sie 42 Prozent der Sitze. So, und das ist mehr als 50 Prozent. So, und der Landtag hat mindestens 83 Prozent der Sitze, nur in bestimmten Fällen mit den Überhangmandaten können es mehr werden. Ich glaube bis zu 97 oder so, ja. So, aber wir müssen erst mal vom Normalmaß ausgehen, von 83 Sitzen. Und dann würde sie mit 37 Prozent der Stimmen 42 Sitze von 83 bekommen. Und damit hätte sie mehr als 50 Prozent der Sitze. Und damit hätte sie die absolute Mehrheit. Okay, aber erklärst du mal für blöde und in dem Fall bin ich damit gemeint. Wie verhalten sich in diesem Szenario AfD bei 37 Prozent die Kleinstparteien? Sind die damit alle raus? Weil das wird ja hier gar nicht erwähnt. Müssen die dann alle rausfliegen? Ja, also wir könnten ja mal schauen. Ich weiß nicht, ob ich jetzt in dieser Tabelle, ich glaube, das müssten wir mal vielleicht an einer ganz anderen Tabelle noch machen. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt hier... Nee, kannst du es mir erstmal erklären, bevor du mir jetzt irgendwas zeigst. Kannst du es mir einfach nur erklären. Du hast ja jetzt gerade sehr souverän das alles runtergerasselt. Wie kann das sein, dass bei 37% die AfD die absolute Mehrheit hat? Ich meine, Uwe, äh, nicht Uwe, sondern Uli Siegmund trägt doch vor sich her 45% plus X. Ja, er trägt das vor sich her. Aber guck mal, die anderen Parteien, die im Landtag sind, die haben ja auch Stimmen. Und es kommt eben darauf an, nicht wie viele Stimmen alleine man brutto hat, sondern wie viele Sitze man hat. Und es kann ja sein, dass zum Beispiel die CDU mehr Sitze gewinnt, als sie bisher hat. Das ist ja theoretisch denkbar. Es kann sein, dass die Linken mehr Sitze bekommen, als sie bisher haben. Und dann verschieben sich die Verhältnisse. Aber 37 Prozent reicht eben aus. Und dann sind die Kleinparteien unter 5 Prozent. Wenn die rausfallen, dann ist es umso besser. Das heißt, Moment, verstehe ich dich richtig, es gibt also sogar ein Szenario, bei dem nicht alle Kleinstparteien rausfallen, das BSW, die SPD, die FDP, die Grünen, die AfD nur bei 37 Prozent ist, die CDU stärker ist als gedacht, die Linken stärker sind als gedacht und die AfD hat trotzdem die absolute Mehrheit der Sitze? Ja, das wäre denkbar. Das muss man natürlich genau ausknobeln. Das habe ich jetzt im Detail nicht gemacht, weil es eben zu viele Szenarien gibt, wie diese Kombinationen sich zusammensetzen können. Wir haben ja mehrere Parteien im Landtag unter Umständen. Und dann gibt es eben derartige Kombinationen, die dazu führen können. Wahnsinn. Okay, gut. Also das seht ihr mal, liebe Leute, das wird euch auch nirgendwo sonst erzählt. Ich habe mir die ganze Zeit Szenarien angeguckt von meiner Seite aus im Hintergrund, bei denen die AfD also Mindestwerte erreicht, aber offensichtlich gibt es auch Möglichkeiten darunter. Mal ganz abgesehen davon, dass selbst wenn sie an der absoluten Mehrheit scheitern sollte, sie ja immer noch auf Überläufer spekulieren kann. Das gucken wir uns dann nachher in das Szenario. Okay, gut, dann mach mal weiter im Text. Ja, dann sag du mal kurz was, ich muss hier mal ein bisschen was umschalten, das kann ich immer nur manuell machen, das dauert hier eine Sekunde. Okay, gut, dann mach das Ding. Also, liebe Leute, ihr merkt, das ist jetzt sehr technisch, was wir hier alles gerade durchgehen und natürlich liegen diesen ganzen Ideen und Spekulationen, mathematische Berechnungen zugrunde. Die Formeln, die hat der Uwe teilweise inspiriert Eben von anderen aktuell eben YouTubern übernommen, die ihre eigenen Tabellen online gestellt haben, hat aber auch mit seiner eigenen KI und seinem eigenen Köpfchen die eben selber erstellt. Falls ihr euch also fragt, woher kommen diese Tabellen, woher kommen diese Überlegungen, die kommen, weil Uber sich also selbstständig auf Basis der vorhandenen Daten, wie also diese Wahlen funktionieren, entsprechende Dokumente zusammengestellt hat.
Live gerechnet: Wahlkreise und die wandernde Sitzzahl Und je nachdem, wie er die Zahlen dort eben manipuliert, kommen unterschiedliche Ergebnisse bei raus. So filigran, darauf möchte ich hinaus, werdet ihr das natürlich nie in der ARD irgendwie ausklamüsert sehen. Aber in der Tat, wenn man sich da jetzt hinein vertiefen würde, würde man sehen, es gibt unglaublich viele Kombinationen und wir wollen versuchen, eben einen Mittelweg zu gehen, indem wir euch damit nicht überfordern, nicht überlasten, aber gleichzeitig auch zeigen, es gibt eben vielleicht vorsichtigen Grund zur Hoffnung, weil einfach die Anzahl, die schiere Anzahl der Kombinationen dessen, was passieren kann, doch bei weitem mehr ist, als einfach nur die 45% plus x. Okay, Uwe. Ja, und das können wir jetzt im Grunde genommen auch an dieser Tabelle hier sehen. So, da habe ich jetzt mal was anderes aufgestellt, und zwar jetzt auch die Zahlen, die wir bisher haben. So, und hier können wir jetzt die Tabelle manipulieren. So, bevor wir da was manipulieren, sage ich jetzt aber erstmal, wie die Tabelle aufgebaut ist. Also hier haben wir natürlich die Parteien, das ist klar. So, dann die Ergebnisse, die müssen immer auf 100 laufen, die Wahlergebnisse. Und dann ist hier jetzt der Punkt mit den gewonnenen Wahlkreisen. Es gibt ja nur 41, zum Beispiel. Und dementsprechend ist die Frage, wie viele Wahlkreise gewinnt jetzt eine Partei? Und da sehen wir schon, dass da sehr viele Kombinationen möglich sind. Was ist, wenn die AfD zum Beispiel 30 gewinnt oder 20 und andere Parteien so und so viel und so und so viel. Die Menge der Wahlkreise, die gewonnen wird, zählt in das Wahlergebnis mit ein. Und natürlich eben, ob man es über 5% geschafft hat, ja oder nein. So und dann ergibt sich hier unten eine Summe von Sitzen, die dann das neue Parlament haben wird. Ich sagte gerade 83 ist laut Landeswahlgesetz eben die Mindestzahl, so mit den Werten, die wir jetzt in der konservativeren Umfrage haben. Ja, die letzte Umfrage, da würden wir auf 93 sogar kommen. So, was würde jetzt zum Beispiel passieren? Jetzt lass uns mal ein bisschen rumspielen. Moment, aber es kann sein, Uwe, es kann aber sein, dass mehr als 93 rumkommen, also Mandate entstehen. Also es gibt keine feste Größe des Landtags. Ich habe ja gerade gesagt, es können bis zu 97 werden. 93 sind es deswegen, weil wir diese Zahlen eingegeben haben. So, wenn wir zum Beispiel sagen, die AfD hat nur 38 und das BSW hat 5. So, was passiert dann? Dann sehen wir sogar, dass es 101 Sitze geben wird. Hier unten sehen wir das. Hast du nicht gerade gesagt, es kann nicht mehr als 97 geben und jetzt kommst du auf 101? Ja, Entschuldigung. Ja, 97 war, weil wir das im 8. Bundestag hatten. Du hattest mich da heute Nachmittag ein bisschen mit verwirrt. Also sprich, es gibt, glaube ich, maximal sogar 107. Das weiß ich jetzt aus dem Kopf aber nicht. Auf jeden Fall ist die Zahl der Sitze variabel und hängt eben von den speziellen Wahlergebnissen ab. Jetzt habe ich hier mal der AfD 38% gegeben und dem BSW 5%. Die anderen Parteien sind so geblieben, wie sie sind. Das heißt, FDP ist raus, Sonstige ist raus, Linke und CDU und Grüne haben die Werte, die sie sonst auch haben. Dann kommen wir auf 101 Sitze und 101 Sitze bedeutet, ich muss ja die Hälfte plus eine Stimme haben. Das reicht dann aber für die AfD nicht aus, weil sie dann nicht genügend Sitze hat. Und das heißt, in diesem Ergebnis würde sie mit 38 Prozent nicht hinkommen. So würde man jetzt zum Beispiel sagen, sie hat, wir hatten ja vorhin die 37. Ich muss mal gucken, ob ich das mit dem 37 hier darstellen kann. Dann darf das BSW aber hier nur noch zwei haben. Dann kommen wir auf die 97. Nee, so kommt das nicht hin. Also das hängt was mit dem Wahlkreis zusammen. Das kann ich jetzt so nicht manuell darstellen. Die Summe ist ja einfach nicht 100. Du musst irgendwo noch hinzugeben, damit die Summe 100 ergibt. Achso, dann geben wir zum Beispiel mal den linken vier dazu, dann kommen die auf 17. Gut, jetzt bist du wieder bei 100. Ja, jetzt bin ich bei 100. So, also das kriegen wir da auch nicht hin. Das heißt, an den Wahlkreisen hängt es. Ja, aber ich habe das jetzt nicht im Einzelnen ausprobiert, wie viele Wahlkreise jetzt wer kriegen muss, damit das in den 37 Prozent aufgeht. Ja gut, du hängst dich immer auf an den 37 Prozent. Die AfD steht ja Worst Case bei 40 Prozent. Wieso kommst du mir mit 37 um die Ecke? Ich verstehe Weil wir vorhin auf der Tabelle hatten, dass sie mit 37 doch auch eine Alleinherrschaft haben könnte unter bestimmten Bedingungen. Das sind aber sehr spezielle Bedingungen. Ich sage mal, das würde ich jetzt an der Stelle auch nicht unbedingt weiter vertiefen wollen, weil das wirklich der Extremfall ist.
40, 43 und 45 Prozent durchgespielt Okay, das bedeutet 37% sind theoretisch in irgendeiner weiterführenden Kombination möglich, aber die ist so abstrus und die würde so lange dauern zu reproduzieren oder zu finden, dass wir die jetzt mal links liegen lassen. Ohnehin ist sie ja unrealistisch, weil die AfD ja bei 40% plus X steht. Okay, jetzt habe ich es verstanden. Und jetzt hatten wir gesagt, okay, wir lassen mal die Grünen rausfallen. Wenn die Grünen rausfallen, zum Beispiel, dass die nur 4,9% haben, lange mal 4, vereinfacht gesagt, dann muss ja irgendjemand mehr kriegen. Zum Beispiel die SPD, die hat dann entwegen 11. So, was passiert dann? Dann hat die AfD 46% der Sitze, das reicht auch nicht hin. Bei 40%. Also du redest immer von dem Worst-Case-Szenario, das uns aktuell als Umfrage vorliegt. ja ich könnte jetzt gerne die 43 prozent nehmen ja dann müssen wir woanders wieder abziehen dann nehmen wir bei den grünen jetzt bei den linken das zum beispiel raus dann haben wir 83 sitze ja so das reicht auch noch nicht sind 49,4 prozent also jetzt liebe freunde rufe spielt einfach jetzt mit dieser tabelle rum es muss ja es muss mehr als einer rausfliegen es muss Es muss mehr als einer rausfliegen. Also in deiner Liste sind ja die Grünen rausgeflogen, das BSW ist raus. Genau, richtig. Aber jetzt sind ja schon zwei rausgeflogen. Grüne und BSW sind raus. Grüne und BSW sind beide raus und trotzdem geht es nicht auf. Achso, Moment, jetzt verstehe ich. Bei 43 Prozent. Also kommt die AfD auf 43 Prozent und es fallen zwei Parteien weg, BSW und Grüne. Dann ergibt sich bei den 83 Sitzen, die im Landtag eben dann zur Verfügung stehen, dass die 43% nicht ausreichen. Jetzt habe ich es verstanden. Danke. Ja, genau. Also muss jetzt noch irgendwer mehr rausfallen. Das heißt, es geht hier um die 11% bei der SPD oder bei den Linken. Ich weiß nicht mehr genau, wie waren die Zahlen, die wir ursprünglich hatten. Ich zeige nochmal die Zahlen hier. Hier siehst du sie. 40% AfD, 23% CDU, Linke bei 13%, SPD bei 9%, FDP 3%. Das heißt, das ist im Grunde genommen die Grundkombination. Wir sagen, die Grünen bleiben draußen. Wir sagen, BSW bleibt draußen. Und dann muss also die SPD, die müsste im Grunde genommen auch noch rausgehen. Die müsste meinetwegen bei 4,9 sein, die meinetwegen auch bei 4,9. und jetzt muss irgendwer noch mehr bekommen zum beispiel nehmen wir mal an die cdu würde noch mehr bekommen die müsse dann haben noch 3,2 mehr das wären ja 26,2 zuviel 26 26,9 punkt du musst ein komma machen du machst den punkt ja ich weiß jetzt klappt's ja ja und dann sehen wir hier unten da klappt es okay alles klar was hast du jetzt durchgerechnet du hast die spd raus geschmissen du hast die grünen rausgeschmissen und das bsw rausgeschmissen dass wir 43 prozent für die afg so also im grunde genommen müssen alle drei raus ja sonst funktioniert es nicht wirklich jedenfalls bei 43 prozent wenn die afg natürlich mehr macht ja dann mag das noch anders aussehen. Okay, jetzt spricht Uwe, jetzt spricht der Uli ja immer wieder von 45% plus x. Lass uns noch einmal das komplette Szenario durchrechnen für 45%, also die Mindestanforderung, die Uli sich ja selber gestellt hat. Was kommt denn dann bei raus? Ja, da gucken wir mal rein. So, ich habe jetzt mal die 45% hier oben angegeben, die dann mit unten 100 sind, muss die CDU dann 24,2 haben dann sind sie unten bei 55,4 prozent okay also die info die uns noch fehlt das musst du immer dazu sagen ist es fallen weiterhin spd grüne und bsw raus also wenn die afd 45 prozent holt und drei kleinparteien rausfallen dann würde das bereits reichen ja und wenn wir jetzt zum beispiel ist einmal anders machen und sagen die spd ist drin mit ihren neun prozent und dann hat Hat die, das AfD, die CDU 20,1 Prozent, auch dann geht das. Also mit 45 Prozent schaffen die es auch, wenn die SPD drin bleibt. Aber dann muss die CDU schwächer werden. Je schwächer die CDU, umso besser, also auch für die AfD an dieser Stelle. Ja, genau, 20 Prozent. Ja, okay. Naja, aktuell flirten sie ja immer wieder mit den 20 Prozent. Ich glaube, der niedrigste Wert war 21 Prozent. Aber in einer Woche kann ja noch viel für die kaputt gehen. Okay, was ist denn jetzt, wenn die AfD tatsächlich, Entschuldige, ja? Was war das? Ich wollte sagen, was schön jetzt an dieser Tabelle ist, wir können das dann am Wahlabend, wenn wir das dann nächsten Sonntag sind, können wir nach den Ergebnissen dann mal rechnen. Dann können wir hier die Wahlkreise eingeben und dann die jeweiligen Prozente und dann sind wir immer direkt, ja, können wir das Ergebnis selber auswerten. Mhm, okay, gut. Also wir können diese Tabelle weiterverwenden und können die dann auf Basis der uns dann vorliegenden Daten direkt dynamisch euch vorführen und die ganzen Spekulationen unterlassen, weil wir ja dann eben ganz genau sehen, reicht das oder reicht das nicht. Okay. Gut. Wie sieht es denn mit 45% plus x aus? Gibt es also ein Szenario? Lass uns mal etwas durchrechnen. Lass uns mal gehen auf AfD, was ganz verrücktes. 47%. Das ist ja das, was der Uli ausruft. 45% plus x. Aber, meinetwegen, die SPD bleibt drin. Linke sind natürlich bei 13%, wie vorhin auch. Nee, die können nicht mehr 13% sein. Wenn die AfD mehr kriegt, dann muss irgendjemand 2% weniger kriegen. Kannst du ja bei den Sonstigen abzählen. Kannst du ja bei den Sonstigen immer abziehen. Zieh das doch mal bei den Sonstigen ab. Die 2% mehr, die du der AfD gegeben hast. Nee, jetzt hast du sie ja mehr gegeben. Sonstige weniger. Nee, nicht da. Da. Eins. Genau. So. Wie sieht's denn dann aus? Das wäre ja verrückt, wenn die Sonstigen gar nicht gewählt würden, weil einfach die Wahl so polarisierend ist. So, das ist die SPD also drin. 53% der Sitze. Das würde also funktionieren. Also je mehr Menschen sich wirklich für eine Partei entscheiden, die auch eine realistische Chance hat, zumindest gelistet zu werden und nicht unter Sonstige untergeht, umso besser für die AfD, kann man auch sagen. Wenn sie diese Prozente der Sonstigen quasi aufsaugt.
Wie oft Umfragen danebenliegen Ja, aber es sind eben tatsächlich doch gewisse schwere Bedingungen dran geknüpft. Und dass die BSV rausfällt, das kann man sicherlich durchaus annehmen. So mit den Grünen ist das mal so eine Geschichte. Und dass die SPD aber auch rausfällt, ich glaube, das ist eher unwahrscheinlich. Gut, wir wissen nicht genau, was passieren wird. Und wir hatten ja neulich für Biden-Edi darüber gesprochen, dass eben die Landtagswahlen durchaus bis zu neuneinhalb Prozent Unterschiede haben im Ergebnis zu dem, was vorher die Wahlumfragen ergeben haben. Also das ist schon eine erhebliche Abweichung. Moderier das mal an, die Leute wissen ja gar nicht, was du meinst. Also ich hole die Grafiken raus und du sagst, worauf du dich beziehst. So, die Abweichung. Ja, also Eli hatte ein paar Grafiken gefunden bzw. er wollte, dass ich ihm das mal zusammensuche. Das habe ich dann mit Hilfe meiner KI auch gemacht. Die Frage war in den letzten Jahren oder letzten Landtagswahlen, und zwar bundesweit, wie groß ist eigentlich die Differenz in dem Ergebnis zwischen dem, wie tatsächlich gewählt wurde und dem, was kurz vorher die Wahlprognosen durch ihre Umfragen ergeben haben. So, und da stellt sich heraus, dass also alleine in den letzten zehn Jahren, ich glaube knapp 20 von diesen Wahlen, ja, Abweichungen von über 3% hatten. Ja, 3% ist deswegen, weil die Prognosen eh eine Unschärfe von plus minus 3% haben. So, aber es gab eben doch eine ganze Menge, die deutlich höher als 3% lagen. Und das Höchste war, wenn ich das recht erinnere, 9,5%. 9,3. Nicht bei einer kleinen Partei, sondern bei einer großen Partei, das ist klar. Aber man sieht eben an solchen Ergebnissen, dass diese Umfragen selber keine Sicherheit bieten, sondern sie sind einfach nur ein Meinungsbild vor der Wahl, um wer tatsächlich wählt. Und wie gewählt wird, das zeigt sich ja eben erst am Wahltag. Von Wahlmanipulation und Briefwahl und all diesen Sachen, die schlasse ich jetzt mal außen vor als Themenkreis. Sondern einfach nur, wir unterstellen, dass alles ordentlich läuft und trotzdem gibt es so hohe Abweichungen. Nicht in jedem Einzelfall, aber in mehr als genug Fällen. Konkret habe ich gefragt, lieber Uwe, frag doch mal bitte deine KI, die soll mal bitte die Historie bemühen. Gab es in den letzten zehn Jahren andere Fälle neben Sachsen-Anhalt, wo auf Landesebene die letzten demoskopischen Umfragen bei Landtagswahlen vom danach tatsächlichen Wahlergebnis abgewichen sind? Also sind Wahlen in den letzten zehn Jahren auf Landesebene anders ausgegangen und zwar heftig anders ausgegangen, als die letzten Umfragen es suggeriert haben. Dann habe ich gefragt, bei welcher Wahl, in welchem Bundesland, wann war das und zwischen welchen Parteien, also bei welcher Partei war diese Differenz denn so groß? Und wie groß war vor allen Dingen die Differenz zum finalen Ergebnis? Und dann habe ich ihn gebeten, das einmal chronologisch und einmal nach der Abweichung zu sortieren. Und da ist also folgendes Stimmungsbild mit rausgekommen, das ich sehr spannend fand. Und Uwe, jetzt denke ich mal, jetzt kannst du nochmal ansetzen. Das ist diese Liste. Ich zeige es nochmal in ganz, ganz groß. Was sehen wir hier? Ja, ich muss da eben hier im Bildschirm anders darstellen. Nee, du musst gar nichts darstellen. Du musst einfach nur auf Zoom gucken. Also, was haben wir? Ich sehe jetzt gar nichts, weil ich sehe nur dann was, wenn du sprichst, dann sehe ich was. Aber wenn ich spreche, sehe ich nichts. Insofern muss ich mir mal die Tabellen selber rausholen. Wenn du sprichst, siehst du nichts? Seit wann denn das? Ja, weil das die Einstellung hier ist von Sprecher. Ich muss mal auf Galerie gehen. Uwe hat in seinem Zoom rumgespielt und deshalb gehen wir auf Ansicht und dann... Jetzt sieht er schon besser aus. In Galerieansicht kann ich jetzt hier besser gucken. So, was sehen wir? Also Landtagswahlen 2016 bis 2026. Zielgröße ist, welche Wahlergebnisse sind mehr als drei Prozent von den Prognosen abgewichen. So, jetzt haben wir also diverse Bundesländer. So und ich Ich habe das mal nach Differenz hier sortiert, so wie Eli das sich gerne vorstellte. So, und dann sehen wir, es gibt natürlich Abweichungen im positiven wie im negativen Sinne. Also zum Beispiel hier die SPD in Schleswig-Holstein bei der Wahl in 2022, die hat 3% weniger, während zum Beispiel dann, was ist das nächste? Die AfD in Thüringen 3% plus. Egal ob plus oder minus, es ist eben eine Abweichung. So, aber jetzt kann man sagen, okay, wo geht es denn maximal hin? Und da sehen wir ganz unten, Sachsen-Anhalt, haben wir eine Differenz von 9,3 Prozent. Das ist schwierig einzublenden. 9,3 Prozent. Und das eben bei der CDU und entsprechend in der Wahl vorher 6,3 und 5,9 Prozent, die dann eben zugelegt haben. Wir sehen also, es ist gar nicht so selten. Denn wenn wir uns mal fragen, wie viele Landtagswahlen sind denn in zehn Jahren? So, wir haben ja in der Regel, werden die Landtage ja alle fünf Jahre gewählt. Das heißt, in zehn Jahren haben wir theoretisch 32 Landtagswahlen. Und hier sind ja schon mehr als die Hälfte, bei denen die Ergebnisse so stark abweichen. Und das finde ich schon ganz interessant. Also noch einmal kurz beispielhaft hier gezeigt am Beispiel Sachsen-Anhalt der größten Abweichung. Es gab eine Wahl in Sachsen-Anhalt 2021. Seht ihr ganz am untersten Ende jetzt des Bildschirms. Kann jetzt leider nicht noch mehr reinzoomen, sonst komme ich hier mit dem Zoom durcheinander. Also die Wahl war am 6. Juni 2021 und die Abweichung betrifft die CDU. Die letzte Umfrage hat gesagt, die CDU steht bei 27,8%. Dann kam in derselben Woche die Wahl selbst und die CDU hat nicht 27,8%, sondern 37,1% geholt. Man hatte damit also eine Abweichung von der letzten Umfrage von 9,3%. Das ist deshalb relevant, weil Uwe sagt, die Hälfte aller dieser Umfragezahlen korrigiert sich noch. Jetzt nicht um 9%, sondern im Durchschnitt nur um vielleicht so 4 oder 5%, aber immerhin die Hälfte aller Umfragen kommt dann am Wahlabend noch einmal anders raus, als wie die letzten Umfragen es eben gezeigt haben. Das bedeutet mal Fehlertoleranz ausgerechnet plus minus 3 Prozent. Es kann also sein, dass die AfD nicht etwa bei 40 Prozent steht, sondern gut und gerne eben die 45 Prozent knackt, die sie anvisiert hat. Vielleicht sogar das plus x schaffen könnte, wenn also die Abweichung einfach nur groß genug ist. Und statistisch gibt es dafür genügend bereits geschehene Vorfälle, wo wir das eben beobachtet haben. Von der kleinsten Abweichung hier oben, Schleswig-Holstein 2022, die SPD betreffend, bis hin zur allergrößten ganz da unten, CDU 9,3 und gar nicht so lange her übrigens, nämlich gerade erst bei der letzten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Wahnsinn.
Die AfD in den Schlussumfragen Was zeigt die andere Tabelle, Uwe? Die AfD in den Schlussumfragen, 34 Landtagswahlen. Was war das? Das war ja nicht so... Du musst es mal rausholen. Ach, hast du schon. Habe ich doch schon. Ja, das zeigt im Grunde genommen jetzt nur, wie die AfD sich verhält. Und da können wir auch sehen, okay, zwischen 0 Prozent, also die Vorprognose stimmt mit dem überein, wie es da eingetroffen ist. Überhaupt sind ja relativ viele relativ dicht dran. Also wenn wir das jetzt mal gucken, Hier sind wir ja schon bei über der Hälfte der Landtagswahlen, wo das Ergebnis quasi innerhalb der statistischen Streuung liegt. Denn die liegt ja nur bei plus minus drei Prozent. Also guck mal hier, selbst bis hier unten. Wir haben ja schon vier Fünftel der Tabelle, sodass wir da annehmen können, rein statistisch gesehen, 1,8 Prozent sowieso. Und wenn du noch die nächsten, die gelben dazu nimmst, ja die liegen ja auch noch mit drin. Dann bleiben von all diesen Fällen ja nur noch die unten, die orangen und die roten übrig, die wirklich deutlich über 3% dann gehen. Richtig. Also man kann dieser Tabelle, dieser historischen Auflistungen nehmen. In der Regel wird die AfD relativ richtig in den Umfragen dargestellt. Es gab aber auch schon Fälle, da ist die AfD also unterschätzt worden und hat um 6,5% besser abgeschnitten. Das war aber schon lange her, das war am 13. März 2016. Da hat man ja 18% prognostiziert in den Umfragen in der Wahlwoche und sie hat tatsächlich 24,3% gemacht. Das war aber 2016 und da war die Abweichung 6,3 Prozent. Ansonsten bedeutet das, dass die Umfragen relativ ähnlich liegen in der letzten Woche vor der Wahl, wenn ich das richtig verstanden habe. Ja, und vor allen Dingen, das sind ja immer die Mittelmaße der verschiedenen Wahlforschungsinstitute und das ist ja auch statistisch gesehen sinnvoll, denn wer will denn vorher entscheiden, welches Wahlforschungsinstitut die besseren Analysen macht, denn die machen ja ihre Analysemethoden nicht öffentlich. Das sind ja Blackboxes, also schwarze Kisten, die keiner reingucken kann. Wir sehen nur deren Ergebnisse und da steht dann unten drunter tausend Leute angerufen oder tausend Leute befragt. Aber was sie genau befragt haben, wie die zusammengesetzt waren, wie die Fragen laut würden, das alles wissen wir nicht. Und insofern denke ich, ist es korrekt, wenn man dann sagt, wir haben nur von verschiedenen Wahlforschungsinstituten Meinungen, die sich in Zahlen repräsentieren. Und wenn wir uns dazu eine Meinung bilden wollen, sind wir auf der sichersten Seite, wenn wir einfach das arithmetische Mittel bilden. Und insofern, denke ich, ist die Tabelle völlig korrekt. Gut, in Ordnung. Und sie gibt einerseits Hoffnung, andererseits sagt sie auch, bei der AfD liegen die Umfragen demoskopisch relativ nah beim finalen Endergebnis. Das bedeutet, bei den anderen Parteien kann es sein, dass es eine große Streuung gibt und dass man sich bei den Altparteien irrt, aber die AfD, die wird relativ genau eben bereits eingeschätzt. Gut, soweit habe ich das verstanden.
Vier Wege nach dem Wahlabend Dann lass uns jetzt mal gucken weiter im Text. Und zwar, es gibt ja unterschiedliche Szenarien, wie das also alles ausgehen kann. Drei Szenarien sagt das ZDF. MrWissen2go spricht sogar von vier Szenarien. Das vierteste Szenario ist sogar total crazy. Die AfD regiert mit absoluter Mehrheit. Das ist das Szenario, was wir gerade durchgeguckt haben. Da gibt es mehrere Kombinationen. Ja, aber es ist möglich und du sagst, die Spanne geht von 37 Prozent im absoluten Extremfall, wenn da wirklich alles hinhaut mit den Wahlkreisen bis hin zu natürlich 45 Prozent plus x. Solange nur genügend Kleinstparteien rausfallen, hat Uli Siegmund die absolute Mehrheit sicher. Das könnte also klappen. Dann gibt es eine Option, die heißt ein breites Bündnis ohne die AfD. Und die dritte Option ist eine Minderheitsregierung. Breites Bündnis ohne die AfD, so wie ich das verstehe, würde bedeuten, die Altparteien schneiden doch sehr viel stärker ab als erwartet. Wird die AfD zwar stärkste Kraft verfehlt, aber die absolute Mehrheit, könnten andere Parteien gemeinsam eine Regierung bilden. Nach der aktuellen Politbarometer-Umfrage würden neben der AfD auch CDU, Linke, SPD und Grüne, also wirklich der komplette Regenbogen, in den Landtag einziehen. FDP und BSW kämen auf 3%. Ob es für ein Dreierbündnis reicht, ist unklar. Womöglich müsste die CDU oder müsste ein CDU-gefühltes Bündnis von den Linken also unterstützt oder eben in einer Minderheitsregierung toleriert werden. Der Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU wurde zumindest im Osten von den politischen Realitäten inzwischen eingeholt, erklärt der Politikwissenschaftler Benjamin Höne. Er traut der CDU zu, dass sie als eine pragmatische Partei nüchtern abwägen könne, in welche Richtung sie sich öffnet. Das ist im Prinzip schon durch die Blume gesagt, dass sie also die Brandmauer zu den Linken fallen lässt. Und die linken Spitzenkandidatin, die Eva von Angern, freut sich bereits schon darauf, hat sich gesprächsbereit gezeigt. CDU-Ministerpräsident Sven Schulze hingegen sagt immer wieder, er wolle sich weder von den Linken noch von der AfD abhängig machen. Vielleicht mal hier an dieser Stelle, lieber Uwe, wie siehst du denn, du hast ja den Gesülze Schulze vielleicht auch durch meine Sendung ein bisschen kennengelernt. Glaubst du, die CDU macht sich also wirklich bereit für eine Koalition mit den Linken und wäre bereit, auch über diese Brandmauer zu springen, wenn das nur bedeuten würde, dass sie an der Macht bliebe? Ja, also ich denke, hier muss man schlichtweg den politischen Eigennutz der einzelnen Mandatsträger auch sehen. Die vertreten ihr eigenes Interesse und die Partei vertritt natürlich ihr Parteiinteresse. Und mit einem sind sie sich auf jeden Fall einig. Wir wollen ihre Sitze nicht aufgeben und sie werden mit Sicherheit nur mit Händen und Füßen gegen AfD-Sitze quasi eintauschen wollen. Deswegen denke ich schon, dass man sich auf so eine linke Koalition einlassen wird. Denn was wäre denn die Alternative? Bei einer AfD, die jetzt auf 40 bis 43 Prozent taxiert wird, ist eins klar, wenn die dann nicht alles vergeigen in den nächsten fünf Jahren, dann ist die CDU, die kommt dann nie wieder in dieses Land, in irgendein Parlament rein. Also insofern müssen die im Grunde genommen in die linke Seite reinrutschen, weil sonst beerdigen sie sich selber. Und vor allen Dingen, das wird immer wieder nur so gezeigt, dass die CDU sich selber beerdigen würde. Wenn die Linken nicht mehr in die Regierung kämen, dann sterben sie auch einen langsamen Tod. Weil erinnere dich zurück, die DDRler wählen ja eigentlich nur noch die linke Partei. Im Westen findet die Linke ja eigentlich gar nicht mehr so richtig statt. Es ist ebenfalls ein Ostphänomen, genauso wie die AfD früher ein Ostphänomen gewesen ist. Sterben darauf will ich hinaus, die Ex-DDRler in Thüringen, in Sachsen-Anhalt, in Brandenburg und in Sachsen und in Meck-Pomm aus, dann stirbt eben auch die Linke aus. Das heißt, sie ist auch mindestens genauso daran interessiert, irgendwie noch politische Relevanz, Macht zu haben und wenn das für die bedeutet, für die Linke, meinetwegen sich halt eben an den eigentlichen Klassenfeind, die CDU zu ketten, dann werden die das ebenfalls machen, die haben auch ein Interesse daran und sie sind vollkommen skrupellos und wären bereit, wirklich alle ihre Inhalte dafür über Bord zu schmeißen, solange das nur bedeuten würde, dass sie wieder wirklich halt irgendwie an die Macht kämen und eine Legislatur länger noch nicht gestorben sind. Weil Tick-Tack, Tick-Tack, die Zeit arbeitet gegen die Linken, die ja eben eine Ex-DDR-Partei sind. Die CDU mag ja vielleicht noch eine Zukunft als CDU 2.0 haben, aber die Linken, sobald die DDR-Leute tot sind, ist Geschichte. Und so haben also beide Parteien ein Interesse daran, miteinander in dieses Koalitionsbett zu steigen. Aber ich denke, wir können uns einigen, die CDU wird mehr verlieren, oder? Wenn sie diese Brandmauer eingeht. Also auf jeden Fall wird die CDU ihr Profil hauptsächlich verlieren. Das heißt, man wird sich immer mehr fragen, ist das überhaupt noch die CDU, die man sich früher als CDU vorstellte. Wir sehen doch jetzt, wie es im Bund läuft mit der CDU und der SPD. Die SPD ist die viel kleinere Partei und die profiliert sich gerade durchs Nein-Sagen, dass sie im Grunde genommen die CDU immer blockiert, unabhängig davon, wie schwach die CDU sich selber mit ihrem Kanzler präsentiert. Selbst wenn der Kanzler stark wäre, die SPD kann immer sagen, machen wir nicht mit, machen wir nicht mit und wenn ja, dann doch nur gegen eine bestimmte Gegenleistung. Und diese Gegenleistung ist aber eine solche, die gerade nicht dem typischen CDU-Wähler entspricht. Das heißt, wer mit der SPD sich verbündet, in dem Fall jetzt im Bund oder mit den Linken, beide Parteien verlieren etwas. Beide Parteien machen ihre eigenen Wähler sich immer mehr abspenstig. Die CDU wird immer linker, sodass die normalen CDU-Mitglieder und Wähler sagen, das ist nicht mehr unsere CDU, die wählen wir nicht. Und die Linken werden immer rechter aus ihrer Sicht, weil sie sich auf Positionen einlassen müssen, die entgegen ihrer Weltvorstellung sind. Das heißt, auch die verlieren im Grunde genommen ihr Wählerpotenzial. Das heißt, diese Hochzeiten sind quasi so eine Art von, ich sag mal, nicht von gemeinsam sind wir stärker, sondern wir verfleischen uns gegenseitig, aber es dauert dafür etwas länger. Anstatt freiwillig abzutreten mit dem erhobenen Kopf, schaffen sie es dadurch, dass sie auf ihren Sitzen festkleben, sich selber gegenseitig in den Ruin zu reißen und einer versucht, sich am anderen festzuhalten. Und das Ergebnis dieser mangelhaften Eigenpolitik ist eben, dass die Leute woanders hinrennen, in dem Fall eben zur AfD. Und insofern kann man eins nur sagen, man muss nicht für die AfD sein, aber die meisten Leute sind ja mittlerweile noch nicht einmal mehr für die klassischen Parteien, weil die einfach es nicht können.
Minderheitsregierung und das Magdeburger Modell Weil sie es beweisen, dass sie unfähig sind, die Probleme in diesem Land zu lösen. Und insofern würden sie ihre Fähigkeiten aufbauen, dann würden die Stammwälder sagen, da bleiben wir doch da, dann wählen wir die doch. Aber so wie die sich verhalten, treten sie sich ja selber gegen das Schienbein. Also so weit kann man eigentlich nicht sein. Anstatt sein Profil zu schärfen, wie man so oft sagt, verwässert man das immer nur. Und zuerst baut man die Brandmauer auf, um sich danach eben möglichst irgendwie eklatant einreißen zu können. Und spätestens dann, wenn man also vor dem Scherbenhaufen seiner eigenen politischen Existenz steht und sich selber nicht mehr im Spiegel erkennt, fragt sich auch der Wähler, ja warum soll ich die CDU, warum soll ich die Linken, warum soll ich die überhaupt noch eigentlich wählen, wenn offensichtlich eine linke Partei mit einer rechten koalieren kann. Ja, dann ist das ja offensichtlich doch eben eine Einheitsfront, die sich da gebildet hat. Okay, die nächste Option ist eine Minderheitsregierung gegen die AfD und die finde ich hat dieser MrWissen2go ganz gut beschrieben und man muss fairerweise sagen, angesichts dessen, was du gerade aufgezählt hast, lieber Uwe, es ist auch gar nicht so unwahrscheinlich, dass die AfD leider Gottes eben an der absoluten Mehrheit scheitert und dass die danach irgendetwas zusammen fantasieren, obwohl sie nicht mal eine Mehrheit haben. Also eben gerade das Szenario hat ja gesagt, irgendwie, wenn sie fünf Farben zusammenschmeißen, wenn alle reinkommen, kommen alle Verlierer zusammen auf 50 Prozent und haben irgendeine Mehrheit. So unwahrscheinlich das auch ist. Wahrscheinlicher ist, ein paar Verlierer wird es geben, die schaffen es gar nicht rein. Die AfD hat aber auch nicht genug für die absolute Mehrheit. Und die Loser-Koalition, die noch nicht einmal auf 50 Prozent kommt, kriegt trotzdem den Regierungsauftrag, weil sie einfach sagt, na gut, dann gehen wir halt lieber in die Minderheitsregierung, als dass wir die AfD ranlassen. Die AfD. Nochmal ganz wichtig, das alles auf Basis aktueller Umfragewerte. Wie vorhin schon gesagt, je mehr Parteien es in den Landtag schaffen, desto schwieriger wird es für die AfD. Ganz konkret geht es dabei um die SPD, um die Grünen und um das BSW. Schaffen es zwei dieser drei Parteien über die 5%-Hürde, dann wäre eine absolute Mehrheit für die AfD eher unwahrscheinlich. Es sei denn, auch hier sie würde 45% plus x holen. Nehmen wir an, diese beiden Parteien sind die SPD und die Grünen. Dann könnte die CDU versuchen, mit diesen Parteien zusammen eine Minderheitsregierung zu bilden. Vermutlich würden sie zusammen auf um die 30 Sitze im Landtag kommen. Also eigentlich zu wenig. Um den CDU-Kandidaten Sven Schulze trotzdem zum Ministerpräsidenten zu machen, könnten die Parteien bis in den dritten Wahlgang gehen und dann mit der Partei Die Linke vereinbaren, dass sie sich bei der Wahl enthält. Das wäre aber politisch heikel, weil die CDU... Und das ist deshalb so spannend, weil neuerdings wurde ja gefeiert, dass wenn das BSW ins Parlament reinkommt und sich im dritten Wahlgang enthält, dass dann Ulrich Siegmund, trotz dessen, dass er nicht die absolute Mehrheit der Sitze hat, Ministerpräsident wird. Aber takes to the tango, dieses Spiel können beide spielen. Die Linken könnten sich ebenfalls mit den Altparteien eben im Hintergrund irgendwie abgesprochen haben, um zu sagen, na gut, dann verkleinern wir eben auch den Pool der Menschen, die du brauchst, um eine Mehrheit zu bekommen, wenn es dann um die Ministerpräsidentenwahl geht. Dazu müssen wir es nur irgendwie eben gemeinsam schaffen, das bis zum dritten Wahlgang hinaus zu zögern. Und dann steht Gesülze Schulze nämlich als Ministerpräsident da, trotz dessen, dass er zusammen mit seinen Losern nicht einmal auf 50 Prozent der Stimmen gekommen ist. dass sie sich bei der Wahl enthält. Das wäre aber politisch heikel, weil die CDU eine Zusammenarbeit mit der Linken eigentlich kategorisch ausschließt. Ob sie eine bloße Enthaltung der Linken als Verstoß gegen diese Linie ansehen würde, das wäre eine entscheidende politische Frage, die sicher der Bundesverband der CDU auch beantworten müsste. Sollte die CDU damit einverstanden sein, würde das bedeuten, CDU, SPD und Grüne bilden gemeinsam eine Regierung mit Sven Schulze als gewähltem Ministerpräsidenten. Dieser Regierung würde allerdings eine eigene Mehrheit fehlen. Das ist ja CDU, SPD und Grüne bilden die Regierung, aber den größten Hebel und das Erpressungspotenzial haben dann die Linken, weil die Linken es sein müssen, die ihn ja zum Ministerpräsidenten überhaupt erst machen. Und die tolerieren dann, wie es so schön heißt, also aka übersetzt erpressen, diese furchtbare Regierung, die auf gar keine Minderheit kommt. Und in Wahrheit ist das dann also ein Schattenkabinett, bei der die Linken sogar mehr Macht haben als die CDU. Das würde ja dann mal rauskommen. Das ist genau das Prinzip, was wir ja eben schon kennen in der Bundesregierung, dass der Schwächere eben durch Blockadepolitik ja eigentlich der Stärkere ist. Also die Kunst des Neinsagens ist hier wichtiger als die Kunst des Ja-Sagens. Ich sage nur dann ja, wenn ich was kriege. Und das heißt, ich bestimme die Bedingungen, unter denen da überhaupt was zustande kommt. Der Stärkere kann irgendwas vorlegen. Wenn er aber nicht selber alleine stark genug ist, dann braucht er die Zustimmung. Und das heißt, er ist abhängig von dieser Zustimmung. So muss man das sehen. Und die SPD macht das jetzt gerade vor. Sie ist eigentlich nur der Juniorpartner, aber weil sie Friedrich Merz ja überhaupt erst zum Kanzler gemacht hat, kann die SPD sich immer wieder sagen, naja, pö, machen wir halt eben nicht mit, dann macht doch ohne uns. Und Friedrich Merz weiß, dass seine Zahlen sich ja seither seit dem letzten Jahr nur noch verschlechtert hatten. Als er angetreten ist, hat er noch 28,5 Prozent. Inzwischen kann er sich glücklich schätzen, weil er überhaupt noch bei 20 bleibt. Und insofern, da werden wir nachher übrigens zu kommen, lieber Uwe, sind diese zwei also aneinandergekettet und Friedrich Merz und die SPD wird das surfen bis in den Sonnenuntergang 2029, weil alle anderen Alternativen für die halt eben nicht lohnenswert sind. Bleibt gerne dran bis zum Schluss, Uwe holt dann nochmal einen raus im Bonusteil, das wird auf jeden Fall auch scheppern. Die müsse sie sich immer wieder suchen und käme dabei mutmaßlich in Schwierigkeiten, denn zur Auswahl stünden ja nur die AfD und die Linke, also zwei Parteien, mit denen die CDU nicht zusammenarbeiten möchte. Denkbar wäre in diesem Fall, dass die Linke mit ihrem Abstimmungsverhalten die Minderheitsregierung zumindest toleriert. Ähnlich wie bei der Wahl des Ministerpräsidenten. Und genau das gab es interessanterweise auch schon mal und tatsächlich in Sachsen-Anhalt. Zwischen 1994 und 2002 hat die SPD Minderheitsregierungen angeführt, die von der PDS, Vorgängerpartei der Linken, toleriert worden sind. Als Magdeburger Modell ist das in die Geschichte angeht. Katastrophe! Es war damals politisch hoch umstritten, unter anderem wegen der SED-Vergangenheit der PDS. Besonders interessant aber ist auch noch, damals fehlten den Minderheitsregierungen einmal neun und einmal zwölf Sitze zur absoluten Mehrheit. Das wäre so ziemlich genau das, was die Linke 2026 auch bei einer Tolerierung einer Minderheitsregierung beisteuern könnte. Die erste positive Signale in diese Richtung gab es auch schon von der Linken, weil sie unbedingt eine Regierung der AfD verhindern möchte. Mehr dazu unten in der Infobox. Also auch hier, historisch muss man dazu sagen, das ist nicht einfach nur statistisch und rechnerisch möglich. Es ist sogar schon zweimal, und das ist das Allerschlimmste, in Sachsen-Anhalt passiert. Und noch schlimmer, es waren schon wieder zweimal die Linken, die in den 90er Jahren das Magdeburger Modell als möglich gemacht haben. Das heißt, die Sachsen-Anhalter haben historisch eine, fast möchte ich sagen, irgendwie liebgewonnene Tradition, dass sie eher in eine Minderheitsregierung gehen und die Linken de facto die SED-Partei mitregieren lassen, als dass, wer auch immer da eben der neue Kandidat ist, die Kraft, die nicht gewählt werden konnte aus alleiniger Stärke, als dass die eben ihre Chance bekommen. Das sind keine guten Vorzeichen, lieber Uwe. Ja, das ist natürlich so und ich möchte nochmal so eine Nebenbemerkung machen. Ich las gerade im Chat, dass jemand sagte, ja, wir beide hätten ja keine Ahnung, weil wir sind ja keine echten Ossis. Wer das sagt, hat natürlich nicht so richtig aufgepasst, denn wir hatten ja gerade fünf Minuten vorher die Tabellen gebracht, wie die AfD in den letzten Landtagswahlen abgeschnitten hat und wie die Unterschiede zwischen den Prognosen und den tatsächlichen Ergebnissen waren. Und gerade in Sachsen-Anhalt war dann die Differenz 9,5 Prozent als schlechtes Ergebnis. Das heißt, wir haben ja das Faktum, dass diese Meinungsumfragen, wie die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt ausgehen, werden von wem gemacht? Zwar von Meinungsforschungsinstituten, aber wen befragen die? Doch die Wähler in Sachsen-Anhalt. Das heißt also, wenn in der Hälfte der Wahlen die Wahlprognosen daneben liegen, und zwar teilweise erheblich, dann liegt es darin, dass selbst die Leute in Sachsen-Anhalt nicht wissen, wie Sachsen-Anhalt tatsächlich denkt. Denn sonst würden die Umfrageergebnisse präziser sein. Das muss man mal klipp und klar klarstellen. Es gibt niemanden, der es genau weiß. Auch derjenige, der sein Lebtag lang in Sachsen-Anhalt verbracht hat, auch der weiß es nicht besser. Ich weiß auch nicht, inwieweit ein Ossi einen besseren Überblick darüber haben sollte, wie Sachsen-Anhalt da eben wählt. Also du kannst meinetwegen in Sachsen-Anhalt geboren, gelebt und irgendwann auch gestorben sein. Du hast doch keinen Überblick über die zwei Millionen Leute, die 1,7 Millionen Wahlberechtigte, nur weil du irgendwie Ossi im Blut hast. Da gibt es eben Institute, die versuchen, so gut wie sie können, eben Hochrechnungen zu machen, wie du richtigerweise gesagt hast, mit teilweise überkomplexen, teilweise patentierten geheimen Methoden und sonst was. Die haben sich darauf professionalisiert, deren wirtschaftliches, kommerzielles Überleben hängt davon ab, dass die möglichst genau das hinbekommen. Und die sind im Übrigen keine Ossis oder Wessis, sondern die sind einfach nur neutrale Analysten, die versuchen mit diesen Zahlen halt so gut es geht ins Schwarze zu treffen. Ich verstehe überhaupt nicht, warum das Argument, dass irgendeiner Ossi ist, der ihn in irgendeiner Form also befähigen soll, besser zu wissen, wie zwei Millionen Menschen fast eben an einem Stichtag eben abstimmen sollten. Also das Argument ist so hirnrissig, wie Friedrich Merz dumm ist. Unfassbar. Tut mir leid, lieber Leute, da muss ich dich mal unterstützen, auch wenn ich es eigentlich nicht gut finde, wenn du dich immer wieder vom Chat ablenken lässt. Das ist ein spiegiges Szenario, aber einerseits sehr wackelig und andererseits würde es für die CDU einen ordentlichen Spagat und viele Diskussionen bedeuten. Die AfD wäre in diesem Fall nicht in der Regierung, sondern in der Opposition. Und damit zu drittens, eine überparteiliche Regierung.
Die Bürgerregierung des BSW Das ist ein Szenario, das vor allem das BSW immer wieder ins Spiel bringt. Eine, so nennt es das BSW, Bürgerregierung. Die Spitzenkandidatin für... Wenn ich Bürgerregierung schon höre, ich komme ja aus der ursprünglichen Sowjetunion, da kommt es mir schon wieder alles hoch, wenn die von Bürgerregierung oder Expertenregierung faseln, was sie ja in Corona-Zeiten ohnehin de facto eigentlich hatten, als Lothar Wieler und Christian Drosten die Ministerpräsidentenkonferenz angeleitet haben, mehr oder minder. Ja, und Uwe hat auch dazu sich Gedanken gemacht. Machen wir alles nachher im Bonus. Ja, und wir haben alle gesehen, wie das alles ausgegangen ist, wenn irgendeine Bürgerregierung, Expertenregierung, ja, das demokratische Mandat eben den Volksvertretern abnimmt. Anhalt Claudia Wittig sagt dazu, wir wählen im Landtag einen überparteilichen Ministerpräsidenten, auf den sich alle Parteien in einem Dialogprozess einigen. Dieser Ministerpräsident stellt dann ein Kabinett zusammen, in dem es überwiegend um Kompetenz und Expertise geht. Davon abgesehen, dass es bei Ministerämtern immer um Kompetenz und Expertise gehen sollte, ist besonders interessant an diesem Vorschlag, dass der Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt gar nicht unbedingt Mitglied des Landtags sein müsste. Theoretisch könnte auch Jürgen Klopp Ministerpräsident werden, wenn er denn vorgeschlagen würde und ausreichend Stimmen bekäme. Das ist in 15 Bundesländern in Deutschland so, nur nicht in Nordrhein-Westfalen. Da muss man Abgeordneter sein, um Regierungschef werden zu können. Das heißt für dieses Szenario, alle Parteien, die zusammen eine Mehrheit hinbekommen, Stimmen sich ab und legen fest, welche überparteilichen Menschen Regierungschef und Minister werden sollen. Die bringt man dann ins Amt und unterstützt sie im politischen Betrieb. Eine solche Regierung wäre rein formell nicht als klassische Parteienkoalition organisiert. Allerdings wäre sie darauf angewiesen, die Parteien, auch die AfD, für ihre Vorhaben zu gewinnen, damit sie im Parlament dafür abstimmen. Für das BSW wäre das die beste Lösung für Sachsen-Anhalt. So heißt es immer wieder, die anderen Parteien sind allerdings eher zurückhaltend. Komplett neu ist diese Idee übrigens nicht, denn das BSW hat sie in den vergangenen Jahren vor Wahlen immer mal wieder ins Spiel gebracht und verschiedene Länder haben auch schon Erfahrungen mit parteiunabhängigen Expertenregierungen gesammelt. Unter anderem unsere Nachbarn Österreich. Auch in Italien hat man das schon gemacht. Allerdings waren diese Regierungen in der Regel nur für den Übergang angelegt, nicht als Dauerlösung. Ob es dem BSW aber überhaupt gelingt reinzukommen, das steht natürlich in den Sternen. Uwe, wie siehst du das BSW? Ich habe ja vorhin gesagt, so ein bisschen pauschalisieren, sie sind und sie waren ein Mehrheitsbeschaffer, ihre ganzen Ideen sind alles nur Luftschlösser, aber wenn ich jetzt diesen komischen Moderator da, den Mirko glaube ich heißt, das alles aufzählen höre, dann komme ich nicht umhin, als mich zu fragen, wenn sie und ich meine damit das Establishment, als letzte Option, um die AfD zu verhindern, nichts anderes haben, weil alle anderen Optionen durchgefallen sind, als eine Expertenregierung eben aufzubauen. Glaubst du, sie könnten rein theoretisch die Wahl so zurechtbiegen, wie sie bei der Bundestagswahl das BSW rausgelassen haben, dass sie das BSW irgendwie rein manipulieren, Stichwort Briefwahl oder whatever the fuck, damit sie diese Idee der Expertenregierung haben und zwar als Fallback für den Fall, dass alle anderen Optionen scheitern. dass man sagt, okay, bevor wir die AfD ranlassen, Gott sei Dank haben wir ja das BSW irgendwie rein manipuliert. Und jetzt machen wir also deren Expertenregierung alles. Hauptsache wir müssen nicht sagen, die AfD ist an der Macht. Hättest du das für realistisch? Ich verstehe es gar nicht so wirklich als Expertenregierung, sondern es ist ja eigentlich dann eine Regierung, die für jeden Beschluss im Grunde genommen wechselnde Mehrheiten hat. Also insofern, dieser Magdeburger Weg ist ja gar nichts Stabiles, sondern das ist ja etwas eine Notlösung von Schwachen, die sich zusammentun, die sich aber gar nicht wirklich einig sind. Also man kann keine Politik machen in einem Land, wenn das Einzige darin besteht, die Oppositionspartei, die die stärkste ist, als stärkste Einzelpartei ist, außen vor zu halten. Das kann keine Politik werden. Das heißt, diese Politik mag dann zwar irgendwie formal eingerichtet werden können, theoretisch, aber die kann doch gar nichts bewirken. Also das kann doch nur ein Rumgedödel sein, wo man seine Zeit verplempert und Steuergelder für umsonst ausgibt. Aber lieber Uwe, da muss ich dich ja, sag ich mal, daran erinnern, dass in Thüringen aktuell genau das gemacht wird. In CDU passiert überhaupt nichts. Die Bromberg-Koalition hat eine Minderheitsregierung, ist zusätzlich angewiesen auf die Tolerierung einer zusätzlichen linken Stimme. Nichts, kein einziger Impuls ist in den letzten zwei Jahren seit 2024 aus Thüringen gekommen. Ein Plagiator, Mario Vogt, hat dort die Krone auf, das BSW, die Abspaltung davon, hat bereits jetzt gerade, zuletzt diese Woche, die Möglichkeit gehabt, ihn mal zu stürzen. Aber sie haben es lieber vorgezogen, rum weiter zu dödeln, um in einer Sprache zu bleiben und Thüringen stagnieren zu lassen, als dass man sagt, nein, wir lösen diesen Sauhaufen auf und machen mal was Produktives draus. Ja, aber da siehst du, das ist ja gerade quasi die Melange, in der eine Expertenregierung gar nicht gedeihen kann. Eine Expertenregierung kann nur dann funktionieren, wenn sie eine straffe Struktur hat und die Anweisungen von oben nach unten noch ausgeführt werden. Was wir hier aber haben, ist eben, was dazu kommt. Da mag oben ein Experte sitzen, aber der kann ja nichts durchsetzen, weil die Meinungen zu verschieden sind. Also Expertenregierungen gehen nur in Systemen, wo Befehle und Gehorsam quasi störungsfrei von oben nach unten durchgeleitet werden können. Das geht aber nicht bei einer Truppe, die komplett zersplittert ist. Die so zersplittert ist, dass sie nur gemeinsam überhaupt irgendwie sich über Wasser halten kann. Ja, wobei du hast schon wieder missverstanden, was ich eigentlich sagen wollte. Du sprichst ja davon, dass die eine effiziente Expertenregierung auf die Beine stellen wollen. Mein Argument ist, denen ist vollkommen egal, wie ineffizient deren Expertenregierung wird. Die wollen einfach nur die AfD verhindern und irgendwie vor sich hindödeln. Und wenn dein Ziel ist, einfach nur vor dich hinzudödeln, kann man auch sowas auf die Beine stellen. ja gut also wenn du und dann sind wir aber dann hat das wort experte aber keine bedeutung mehr dann ist es wertlos dann ist es auch völlig egal ob da eine backpfeife sitzt ja oder ein experte wenn das ergebnis ist die tatenlosigkeit der oder wirkungslosigkeit so und wie man die dann benennt ja das ist eine reine marketing angelegenheit richtig aber wie gesagt die mission das ziel wäre dann einfach nur die macht zu erhalten anstatt in irgendeiner form etwas für sachsen anhalt zu bewegen (Quelle: Ton der VEROEFFENTLICHTEN Fassung (von der Plattform geladen), faster-whisper large-v3. 445 Segmente zu 100 Bloecken gebuendelt. Die hochladefertige Untertiteldatei liegt als .srt in der Archivkapsel.)
Hallo mein Guter, wie geht es dir? Ja, hallo Eli, hallo liebe Zuschauer. Seit längerer Zeit mal wieder bei dir zu sein, freut mich sehr. Insbesondere, wo es ja jetzt auch mal wieder um ein, ja, zunächst einmal landestechnisches Thema geht. Aber vielleicht hat es ja auch Signalwirkung für die bundesweite Politik. Also, ich bin gespannt. Ich bin mir sogar sicher, dass die bundesweite Politik durchgerüttelt wird durch das, was da kommt. Und ich habe mit deiner Hilfe ein bisschen hier in den Stream geholt, weil du die vielen unterschiedlichen Szenarien dir angeguckt hast, wie es denn also passieren kann, dass der Super-GAU eintritt, nämlich also, dass die AfD tatsächlich die Alleinherrschaft bekommt. Wollen wir vielleicht am besten gleich mal damit einsteigen, bevor wir uns dann weiter im hinteren Teil des Streams angucken, welche anderen Alternativen es noch so alles gibt.
Ja, also das kann man natürlich grundsätzlich machen. Und wenn du möchtest, ich hatte ja so ein bisschen Excel-Tabelle vorbereitet, dass man dann mal sich so ein paar Gedanken machen kann, was überhaupt möglich ist und auch wie viel Prozent eigentlich die AfD benötigt, um überhaupt jemals eine Chance zu haben, selbst im schlechtesten Fall für sie. Also das sind so Fragen, die man sich stellen kann, die miteinander verknüpft sind.
Super, dann übernimm gerne die Führung und wir freuen uns auf deine Ideen und Gedanken. Ja, also ich habe hier mal eine Tabelle gemacht, eben für die Landtagswahl, die im Grunde genommen zunächst einmal vier Hauptszenarien hat. Wir fangen mal hier in der mittleren Spalte an. Uwe, kannst du das noch ein bisschen größer machen, bevor du jetzt dich verlierst? Wir sehen nur sehr wenig. Mach es mal noch ein Ticken größer.
Genau. Wenn du darin dann ein bisschen rumscrollst, das wird für alle einfacher sein zu lesen. Dankeschön. Jawohl. Also nochmal von vorne. Was wir also hier haben, ist also im Grunde genommen die vier Hauptszenarien. Entweder das BSW schafft es knapp. Dann die Daten, die wir von den letzten Umfragen her kennen. Dann die Variante, die Grünen scheitern oder Grüne und SPD scheitern. So, das sind im Grunde genommen die vier Varianten, die maßgeblich sind und alle anderen sind nur Kombinationen davon.
So, und jetzt kann man sagen, okay, wir wissen ja, dass die Grünen und die SPD und das BSW, das sind ja eben diejenigen, die Wackelkandidaten sind. So, und die könnten jetzt in verschiedener Kombination scheitern. Was passiert, wenn das BSW es alleine schafft? Was passiert es, wenn die Grünen und die SPD rausfliegen oder nur eine von denen? Und dementsprechend ist die Frage, die sich im Grunde genommen stellt, nach der Sitzverteilung und das wiederum hat ja was mit den verfallenden Stimmen zu tun. In dem Moment, wo jemand nicht die 5%-Hürde schafft, führt es ja dazu, dass seine Stimmen proportional auf die anderen Parteien verteilt werden.
So, da hieß es ja immer in der Presse, die AfD profitiert von denen alleine. Nein, das tut sie nicht, das tun alle anderen auch, die in den Landtag kommen. Aber wenn die AfD eben die meisten Sitze schon hat, dann profitiert sie natürlich auch proportional zu der Anzahl ihrer Sitze. Insofern, sie profitiert deswegen am meisten, weil sie am stärksten ist, aber nicht, dass sie nur alleine davon profitiert. Nichtsdestotrotz kann man sich das eben dann mal anschauen, dass im Grunde genommen bei diesen
Szenarien, gucken wir hier bei BSW schafft es mal so gerade eben über die 5 Prozent Hürde, dann würde es für die AfD nicht ausreichen, weil sie nur knapp über 42 Prozent hätte. Moment, Moment, Moment. Was würde nicht ausreichen? Du sagst, es würde nicht ausreichen. Auf welcher Basis bist du, hast du denn diese Tabelle erstellt? Es würde nicht ausreichen, für eine absolute Mehrheit. Nee, das verstehe ich schon, aber auf welcher Basis hast du das denn errechnet? Von welcher Umfrage
bist du ausgegangen? Das ist die Frage. Wir gehen ja jetzt von den aktuellen Umfragen aus. Das sind die, die wir haben. Nur von denen können wir ausgehen. Okay, gut. Also, warte mal, dann kann ich das den Zuschauern nochmal konkreter sagen. Uwe geht also, die Information hat gefehlt, von der aktuellsten Umfrage aus. Das ist nicht mal die favorabelste für die AfD. Es gibt ja auch Zahlen, wo die AfD bereits schon bei 43% steht, aber Uwe hat wirklich den Worst Case in Anführungszeichen
genommen, der aber aktuell der aktuellste ist. Die Information hat noch gefehlt. Gut. Genau. Also das muss man klar sehen. Es gibt verschiedene Spannweiten eben, weil wir haben zwei oder drei hauptsächliche Umfragen und ich habe jetzt mal hier die für die AfD schlechteste genommen. So, damit wir eben, ich sag mal, eben vom Worst Case, wie du sagst, ausgehen. ja und nicht vom wunsch denken so und da wenn wir diese zahlen zugrunde legen und uns dann fragen würde ist das bsw dann doch noch schaffen deswegen steht ja hier zum beispiel 5,2 prozent drin ja
obwohl sie ja bisher nur mit drei prozent gelistet ist dann würde auch im unten im ergebnis bei der sitzverteilung rauskommen dass die afd nicht mehr als 50 prozent der sitze hat das heißt sie kann nicht alleine regieren wir halten fest wir halten fest wenn also diese aktuelle lage bleibt und das bsw ist drin dann hat das bsw mal wieder seine mission geschafft ja die den politischen wandel zu verhindern die werden das natürlich so nicht formulieren die werden sagen wir haben ja auch
einen demokratischen anspruch blablabla ja aber de facto wird man sagen können ist das bsw drin bleiben die zahlen so wie sie aktuell sind hat die afd keine chance auf eine absolute mehrheit Ja, das Gleiche gilt aber auch, wenn das BSW raus ist. Das ist die zweite Spalte. Denn dann haben wir BSW unter den 5 Prozent. Dann fallen natürlich die Stimmen des BSW proportional auf die anderen Parteien im Landtag. Das erhöht dann ein wenig die Chancen der AfD, aber führt letztendlich dazu, dass sie zwar 2,5 Prozentpunkte mehr haben, aber das reicht nicht aus für eine Alleinregierung. Sie bleiben bei unter 45 Prozent.
Was das BSW macht oder nicht, macht es hier völlig wurscht. Okay, also dann kann ich jetzt meine Aussage von vorhin erweitern. Sollten die Zahlen so bleiben, wie sie aktuell sind, spielt das BSW eben aktuell keine Rolle, ob sie drin sind oder nicht. So wie die Zahlen sich darstellen, ist die AfD noch zu schwach, um die absolute Macht an sich zu nehmen. Genau. Und dann gucken wir bei den Grünen. Das ist die dritte Spalte. Da nehmen wir also mal an, die würden auch unterhalb der 5%-Hürde liegen. Dann ergeben sich eben 39 Sitze für die AfD. Das heißt, die hat dadurch natürlich einen entsprechenden Vorteil.
Die anderen Parteien legen auch ein bisschen zu, soweit sie in den Landtag reinkommen. Aber es bleibt trotzdem nur bei 47 Prozent und damit ist keine absolute Mehrheit gegeben. Es reicht also nicht aus, dass das BSW scheitert. Es reicht nicht aus, dass zusätzlich auch die Grünen scheitern, sondern es müssten dann, das sind wir in Spalte 4, es müsste noch eine dritte Partei scheitern, nämlich die SPD auch noch. Kann ich da eine Verständnisfrage stellen, Uwe? Heißt das in deiner Tabelle, wie du sie gerade aufführst, die ist also quasi eskalierend von links nach rechts aufgebaut. Zuerst scheitert nur das BSW und dann scheitern die Grünen zusätzlich und dann scheitern auch noch die SPD.
Oder sogar das BSW. Genau, richtig. Zuerst schafft es das, dann fällt das BSW raus. Dann die dritte Spalte ist, die Grünen scheitern, aber eben nicht alleine, sondern zusätzlich. Und in der vierten Spalte ganz richtig sieht man, alle drei scheitern. Die Grünen, die SPD und das BSW. So muss man das also lesen. Okay, alles klar. Genau, also nur dann quasi, dann kommen wir unten auf den Wert von über 50 Prozent, in dem Fall 53 Prozent. Und dann könnte also mit diesen Zahlen die AfD alleine regieren.
Und hier muss man eben tatsächlich einschränkend sagen, das ist jetzt eine Spekulation auf Basis der Zahlen, die wir jetzt von den Umfragewerten haben. Das heißt, das ist ja keine Prognose, das darf man so nicht missverstehen. So, man kann sich aber auch die Frage stellen, wie viel, ich will mal das Argument anders formulieren, wie viel, was haben wir jetzt hier in dieser Betrachtung drin? Wir haben hier drin, was die anderen Parteien, die nicht AfD heißen und die unterhalb der 5% oder darum tendern, wie die sich verhalten.
Es sagt jetzt aber noch nichts darüber aus, welches Wahlergebnis die AfD haben müsste oder könnte, damit sich irgendetwas verändert. So, und dann möchte ich mal auf diese Tabelle gehen hier. Moment, warte, ich übersetze das mal von Uwe Sprech in Deutsch. Das bedeutet, aktuell hast du nur geguckt, wie müssen sich die unteren Kleinstparteien verhalten, um in den Landtag zu kommen oder auch nicht. Aber was auch interessant ist anzugucken ist, wie stark kann die AfD von sich aus werden und zwar vielleicht auf Kosten nicht etwa der kleineren Parteien, sondern vielleicht auch der sonstigen, die mal drei, manchmal aber auch bis zu sieben Prozent ausmachen, die die AfD ja dann quasi für sich vereinnahmen kann.
Und sollte also die AfD aus eigener Kraft dann so stark werden, dass zum Beispiel eben diese Szenarien von 45 plus X tatsächlich eintreten, dann hat der Uwe sich auch weiterführenden Gedanken gemacht, ob das eben ausreichen kann, ungeachtet dessen, wie die kleinen Parteien sich also bewegen. Ja, also wir haben eben bisher immer die Diskussion, dass jetzt die AfD bei 40 Prozent ist oder bei 43 Prozent in den Umfragen. Und in dieser Tabelle sehen wir aber, dass das gar nicht zwingend notwendig ist, weil eben einmal dieser Aspekt drin ist, dass es hauptsächlich darauf ankommt, wer nicht in den Landtag kommt.
Und da spielt das Ergebnis der AfD nur sekundär eine Rolle. Das heißt, in allen Werten von 37% bis 44% würde die AfD immer über 50% Sitz erhalten. Und das ist doch ganz interessant. Das heißt, es kommt gar nicht darauf an, dass die AfD 40% oder 42% kriegt. Sie darf nur nicht unter 37% fallen. Moment, warum? Erklär mir das nochmal. Ich bin gerade auf dem Schlauch gestanden.
Ja, weil die Sitze werden doch nach den Stimmenverhältnissen der Zweitstimmen vergeben. Ja, ich verstehe das Prinzip. Ich verstehe nur nicht, warum du sagen kannst, dass die AfD auf 37 Prozent runterfallen kann und trotzdem prätendieren kann auf irgendwelche absoluten Mehrheiten. Das würde ja nur funktionieren, wenn wirklich alle drei Parteien rausfallen. Guck mal, es steht, dann gibt es noch mal direkt neben die 37, dann hat sie, wenn sie 37 Prozent der Stimmen hat, dann hat sie 42 Prozent der Sitze.
So, und das ist mehr als 50 Prozent. So, und der Landtag hat mindestens 83 Prozent der Sitze, nur in bestimmten Fällen mit den Überhangmandaten können es mehr werden. Ich glaube bis zu 97 oder so, ja. So, aber wir müssen erst mal vom Normalmaß ausgehen, von 83 Sitzen. Und dann würde sie mit 37 Prozent der Stimmen 42 Sitze von 83 bekommen. Und damit hätte sie mehr als 50 Prozent der Sitze. Und damit hätte sie die absolute Mehrheit. Okay, aber erklärst du mal für blöde und in dem Fall bin ich damit gemeint. Wie verhalten sich in diesem Szenario AfD bei 37 Prozent die Kleinstparteien? Sind die damit alle raus? Weil das wird ja hier gar nicht erwähnt. Müssen die dann alle rausfliegen?
Ja, also wir könnten ja mal schauen. Ich weiß nicht, ob ich jetzt in dieser Tabelle, ich glaube, das müssten wir mal vielleicht an einer ganz anderen Tabelle noch machen. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt hier... Nee, kannst du es mir erstmal erklären, bevor du mir jetzt irgendwas zeigst. Kannst du es mir einfach nur erklären. Du hast ja jetzt gerade sehr souverän das alles runtergerasselt. Wie kann das sein, dass bei 37% die AfD die absolute Mehrheit hat? Ich meine, Uwe, äh, nicht Uwe, sondern Uli Siegmund trägt doch vor sich her 45% plus X. Ja, er trägt das vor sich her. Aber guck mal, die anderen Parteien, die im Landtag sind, die haben ja auch Stimmen. Und es kommt eben darauf an, nicht wie viele Stimmen alleine man brutto hat, sondern wie viele Sitze man hat.
Und es kann ja sein, dass zum Beispiel die CDU mehr Sitze gewinnt, als sie bisher hat. Das ist ja theoretisch denkbar. Es kann sein, dass die Linken mehr Sitze bekommen, als sie bisher haben. Und dann verschieben sich die Verhältnisse. Aber 37 Prozent reicht eben aus. Und dann sind die Kleinparteien unter 5 Prozent. Wenn die rausfallen, dann ist es umso besser. Das heißt, Moment, verstehe ich dich richtig, es gibt also sogar ein Szenario, bei dem nicht alle Kleinstparteien rausfallen, das BSW, die SPD, die FDP, die Grünen, die AfD nur bei 37 Prozent ist, die CDU stärker ist als gedacht, die Linken stärker sind als gedacht und die AfD hat trotzdem die absolute Mehrheit der Sitze?
Ja, das wäre denkbar. Das muss man natürlich genau ausknobeln. Das habe ich jetzt im Detail nicht gemacht, weil es eben zu viele Szenarien gibt, wie diese Kombinationen sich zusammensetzen können. Wir haben ja mehrere Parteien im Landtag unter Umständen. Und dann gibt es eben derartige Kombinationen, die dazu führen können. Wahnsinn. Okay, gut. Also das seht ihr mal, liebe Leute, das wird euch auch nirgendwo sonst erzählt. Ich habe mir die ganze Zeit Szenarien angeguckt von meiner Seite aus im Hintergrund, bei denen
die AfD also Mindestwerte erreicht, aber offensichtlich gibt es auch Möglichkeiten darunter. Mal ganz abgesehen davon, dass selbst wenn sie an der absoluten Mehrheit scheitern sollte, sie ja immer noch auf Überläufer spekulieren kann. Das gucken wir uns dann nachher in das Szenario. Okay, gut, dann mach mal weiter im Text. Ja, dann sag du mal kurz was, ich muss hier mal ein bisschen was umschalten, das kann ich immer nur manuell machen, das dauert hier eine Sekunde. Okay, gut, dann mach das Ding. Also, liebe Leute, ihr merkt, das ist jetzt sehr technisch, was wir hier
alles gerade durchgehen und natürlich liegen diesen ganzen Ideen und Spekulationen, mathematische Berechnungen zugrunde. Die Formeln, die hat der Uwe teilweise inspiriert Eben von anderen aktuell eben YouTubern übernommen, die ihre eigenen Tabellen online gestellt haben, hat aber auch mit seiner eigenen KI und seinem eigenen Köpfchen die eben selber erstellt. Falls ihr euch also fragt, woher kommen diese Tabellen, woher kommen diese Überlegungen, die kommen, weil Uber sich also selbstständig auf Basis der vorhandenen Daten, wie also diese Wahlen funktionieren, entsprechende Dokumente zusammengestellt hat.
Und je nachdem, wie er die Zahlen dort eben manipuliert, kommen unterschiedliche Ergebnisse bei raus. So filigran, darauf möchte ich hinaus, werdet ihr das natürlich nie in der ARD irgendwie ausklamüsert sehen. Aber in der Tat, wenn man sich da jetzt hinein vertiefen würde, würde man sehen, es gibt unglaublich viele Kombinationen und wir wollen versuchen, eben einen Mittelweg zu gehen, indem wir euch damit nicht überfordern, nicht überlasten, aber gleichzeitig auch zeigen, es gibt eben vielleicht vorsichtigen Grund zur Hoffnung, weil einfach die Anzahl, die schiere Anzahl der Kombinationen dessen, was passieren kann, doch bei weitem mehr ist, als einfach nur die 45% plus x.
Okay, Uwe. Ja, und das können wir jetzt im Grunde genommen auch an dieser Tabelle hier sehen. So, da habe ich jetzt mal was anderes aufgestellt, und zwar jetzt auch die Zahlen, die wir bisher haben. So, und hier können wir jetzt die Tabelle manipulieren. So, bevor wir da was manipulieren, sage ich jetzt aber erstmal, wie die Tabelle aufgebaut ist. Also hier haben wir natürlich die Parteien, das ist klar. So, dann die Ergebnisse, die müssen immer auf 100 laufen, die Wahlergebnisse. Und dann ist hier jetzt der Punkt mit den gewonnenen Wahlkreisen. Es gibt ja nur 41, zum Beispiel. Und dementsprechend ist die Frage, wie viele Wahlkreise gewinnt jetzt eine Partei? Und da sehen wir schon, dass da sehr viele Kombinationen möglich sind.
Was ist, wenn die AfD zum Beispiel 30 gewinnt oder 20 und andere Parteien so und so viel und so und so viel. Die Menge der Wahlkreise, die gewonnen wird, zählt in das Wahlergebnis mit ein. Und natürlich eben, ob man es über 5% geschafft hat, ja oder nein. So und dann ergibt sich hier unten eine Summe von Sitzen, die dann das neue Parlament haben wird. Ich sagte gerade 83 ist laut Landeswahlgesetz eben die Mindestzahl, so mit den Werten, die wir jetzt in der konservativeren Umfrage haben. Ja, die letzte Umfrage, da würden wir auf 93 sogar kommen. So, was würde jetzt zum Beispiel passieren? Jetzt lass uns mal ein bisschen rumspielen.
Moment, aber es kann sein, Uwe, es kann aber sein, dass mehr als 93 rumkommen, also Mandate entstehen. Also es gibt keine feste Größe des Landtags. Ich habe ja gerade gesagt, es können bis zu 97 werden. 93 sind es deswegen, weil wir diese Zahlen eingegeben haben. So, wenn wir zum Beispiel sagen, die AfD hat nur 38 und das BSW hat 5. So, was passiert dann? Dann sehen wir sogar, dass es 101 Sitze geben wird. Hier unten sehen wir das.
Hast du nicht gerade gesagt, es kann nicht mehr als 97 geben und jetzt kommst du auf 101? Ja, Entschuldigung. Ja, 97 war, weil wir das im 8. Bundestag hatten. Du hattest mich da heute Nachmittag ein bisschen mit verwirrt. Also sprich, es gibt, glaube ich, maximal sogar 107. Das weiß ich jetzt aus dem Kopf aber nicht. Auf jeden Fall ist die Zahl der Sitze variabel und hängt eben von den speziellen Wahlergebnissen ab. Jetzt habe ich hier mal der AfD 38% gegeben und dem BSW 5%. Die anderen Parteien sind so geblieben, wie sie sind.
Das heißt, FDP ist raus, Sonstige ist raus, Linke und CDU und Grüne haben die Werte, die sie sonst auch haben. Dann kommen wir auf 101 Sitze und 101 Sitze bedeutet, ich muss ja die Hälfte plus eine Stimme haben. Das reicht dann aber für die AfD nicht aus, weil sie dann nicht genügend Sitze hat. Und das heißt, in diesem Ergebnis würde sie mit 38 Prozent nicht hinkommen. So würde man jetzt zum Beispiel sagen, sie hat, wir hatten ja vorhin die 37. Ich muss mal gucken,
ob ich das mit dem 37 hier darstellen kann. Dann darf das BSW aber hier nur noch zwei haben. Dann kommen wir auf die 97. Nee, so kommt das nicht hin. Also das hängt was mit dem Wahlkreis zusammen. Das kann ich jetzt so nicht manuell darstellen. Die Summe ist ja einfach nicht 100. Du musst irgendwo noch hinzugeben, damit die Summe 100 ergibt. Achso, dann geben wir zum Beispiel mal den linken vier dazu, dann kommen die auf 17. Gut, jetzt bist du wieder bei 100. Ja, jetzt bin
ich bei 100. So, also das kriegen wir da auch nicht hin. Das heißt, an den Wahlkreisen hängt es. Ja, aber ich habe das jetzt nicht im Einzelnen ausprobiert, wie viele Wahlkreise jetzt wer kriegen muss, damit das in den 37 Prozent aufgeht. Ja gut, du hängst dich immer auf an den 37 Prozent. Die AfD steht ja Worst Case bei 40 Prozent. Wieso kommst du mir mit 37 um die Ecke? Ich verstehe Weil wir vorhin auf der Tabelle hatten, dass sie mit 37 doch auch eine Alleinherrschaft haben könnte unter bestimmten Bedingungen. Das sind aber sehr spezielle Bedingungen. Ich sage mal, das würde ich jetzt an der Stelle auch nicht unbedingt weiter vertiefen wollen, weil das wirklich der Extremfall ist.
Okay, das bedeutet 37% sind theoretisch in irgendeiner weiterführenden Kombination möglich, aber die ist so abstrus und die würde so lange dauern zu reproduzieren oder zu finden, dass wir die jetzt mal links liegen lassen. Ohnehin ist sie ja unrealistisch, weil die AfD ja bei 40% plus X steht. Okay, jetzt habe ich es verstanden. Und jetzt hatten wir gesagt, okay, wir lassen mal die Grünen rausfallen. Wenn die Grünen rausfallen, zum Beispiel, dass die nur 4,9% haben, lange mal 4, vereinfacht gesagt, dann muss ja irgendjemand mehr kriegen. Zum Beispiel die SPD, die hat dann entwegen 11. So, was passiert dann? Dann hat die AfD 46% der Sitze, das reicht auch nicht hin.
Bei 40%. Also du redest immer von dem Worst-Case-Szenario, das uns aktuell als Umfrage vorliegt. ja ich könnte jetzt gerne die 43 prozent nehmen ja dann müssen wir woanders wieder abziehen dann nehmen wir bei den grünen jetzt bei den linken das zum beispiel raus dann haben wir 83 sitze ja so das reicht auch noch nicht sind 49,4 prozent also jetzt liebe freunde rufe spielt einfach jetzt mit dieser tabelle rum es muss ja es muss mehr als einer rausfliegen es muss
Es muss mehr als einer rausfliegen. Also in deiner Liste sind ja die Grünen rausgeflogen, das BSW ist raus. Genau, richtig. Aber jetzt sind ja schon zwei rausgeflogen. Grüne und BSW sind raus. Grüne und BSW sind beide raus und trotzdem geht es nicht auf. Achso, Moment, jetzt verstehe ich. Bei 43 Prozent. Also kommt die AfD auf 43 Prozent und es fallen zwei Parteien weg, BSW und Grüne. Dann ergibt sich bei den 83 Sitzen, die im Landtag eben dann zur Verfügung stehen,
dass die 43% nicht ausreichen. Jetzt habe ich es verstanden. Danke. Ja, genau. Also muss jetzt noch irgendwer mehr rausfallen. Das heißt, es geht hier um die 11% bei der SPD oder bei den Linken. Ich weiß nicht mehr genau, wie waren die Zahlen, die wir ursprünglich hatten. Ich zeige nochmal die Zahlen hier. Hier siehst du sie. 40% AfD, 23% CDU, Linke bei 13%, SPD bei 9%, FDP 3%. Das heißt, das ist im Grunde genommen die Grundkombination. Wir sagen, die Grünen bleiben draußen. Wir sagen, BSW bleibt draußen. Und dann muss also die SPD, die müsste im Grunde genommen auch noch rausgehen. Die müsste meinetwegen bei 4,9 sein, die meinetwegen auch bei 4,9.
und jetzt muss irgendwer noch mehr bekommen zum beispiel nehmen wir mal an die cdu würde noch mehr bekommen die müsse dann haben noch 3,2 mehr das wären ja 26,2 zuviel 26 26,9 punkt du musst ein komma machen du machst den punkt ja ich weiß jetzt klappt's ja ja und dann sehen wir hier unten da klappt es okay alles klar was hast du jetzt durchgerechnet du hast die spd raus
geschmissen du hast die grünen rausgeschmissen und das bsw rausgeschmissen dass wir 43 prozent für die afg so also im grunde genommen müssen alle drei raus ja sonst funktioniert es nicht wirklich jedenfalls bei 43 prozent wenn die afg natürlich mehr macht ja dann mag das noch anders aussehen. Okay, jetzt spricht Uwe, jetzt spricht der Uli ja immer wieder von 45% plus x. Lass uns noch einmal das komplette Szenario durchrechnen für 45%, also die Mindestanforderung, die Uli
sich ja selber gestellt hat. Was kommt denn dann bei raus? Ja, da gucken wir mal rein. So, ich habe jetzt mal die 45% hier oben angegeben, die dann mit unten 100 sind, muss die CDU dann 24,2 haben dann sind sie unten bei 55,4 prozent okay also die info die uns noch fehlt das musst du immer dazu sagen ist es fallen weiterhin spd grüne und bsw raus also wenn die afd 45 prozent holt und drei kleinparteien rausfallen dann würde das bereits reichen ja und wenn wir jetzt zum
beispiel ist einmal anders machen und sagen die spd ist drin mit ihren neun prozent und dann hat Hat die, das AfD, die CDU 20,1 Prozent, auch dann geht das. Also mit 45 Prozent schaffen die es auch, wenn die SPD drin bleibt. Aber dann muss die CDU schwächer werden. Je schwächer die CDU, umso besser, also auch für die AfD an dieser Stelle. Ja, genau, 20 Prozent. Ja, okay. Naja, aktuell flirten sie ja immer wieder mit den 20 Prozent.
Ich glaube, der niedrigste Wert war 21 Prozent. Aber in einer Woche kann ja noch viel für die kaputt gehen. Okay, was ist denn jetzt, wenn die AfD tatsächlich, Entschuldige, ja? Was war das? Ich wollte sagen, was schön jetzt an dieser Tabelle ist, wir können das dann am Wahlabend, wenn wir das dann nächsten Sonntag sind, können wir nach den Ergebnissen dann mal rechnen. Dann können wir hier die Wahlkreise eingeben und dann die jeweiligen Prozente und dann sind wir immer direkt, ja, können wir das Ergebnis selber auswerten. Mhm, okay, gut. Also wir können diese Tabelle weiterverwenden und können die dann auf Basis der uns dann vorliegenden Daten direkt dynamisch euch vorführen und die ganzen Spekulationen unterlassen, weil wir ja dann eben ganz genau sehen, reicht das oder reicht das nicht.
Okay. Gut. Wie sieht es denn mit 45% plus x aus? Gibt es also ein Szenario? Lass uns mal etwas durchrechnen. Lass uns mal gehen auf AfD, was ganz verrücktes. 47%. Das ist ja das, was der Uli ausruft. 45% plus x. Aber, meinetwegen, die SPD bleibt drin. Linke sind natürlich bei 13%, wie vorhin auch. Nee, die können nicht mehr 13% sein. Wenn die AfD mehr kriegt, dann muss irgendjemand 2% weniger kriegen. Kannst du ja bei den Sonstigen abzählen. Kannst du ja bei den Sonstigen immer abziehen.
Zieh das doch mal bei den Sonstigen ab. Die 2% mehr, die du der AfD gegeben hast. Nee, jetzt hast du sie ja mehr gegeben. Sonstige weniger. Nee, nicht da. Da. Eins. Genau. So. Wie sieht's denn dann aus? Das wäre ja verrückt, wenn die Sonstigen gar nicht gewählt würden, weil einfach die Wahl so polarisierend ist. So, das ist die SPD also drin. 53% der Sitze. Das würde also funktionieren. Also je mehr Menschen sich wirklich für eine Partei entscheiden, die auch eine realistische Chance hat, zumindest gelistet zu werden und nicht unter Sonstige untergeht, umso besser für die AfD, kann man auch sagen. Wenn sie diese Prozente der Sonstigen quasi aufsaugt.
Ja, aber es sind eben tatsächlich doch gewisse schwere Bedingungen dran geknüpft. Und dass die BSV rausfällt, das kann man sicherlich durchaus annehmen. So mit den Grünen ist das mal so eine Geschichte. Und dass die SPD aber auch rausfällt, ich glaube, das ist eher unwahrscheinlich. Gut, wir wissen nicht genau, was passieren wird. Und wir hatten ja neulich für Biden-Edi darüber gesprochen, dass eben die Landtagswahlen durchaus bis zu neuneinhalb Prozent Unterschiede haben im Ergebnis zu dem, was vorher die Wahlumfragen ergeben haben.
Also das ist schon eine erhebliche Abweichung. Moderier das mal an, die Leute wissen ja gar nicht, was du meinst. Also ich hole die Grafiken raus und du sagst, worauf du dich beziehst. So, die Abweichung. Ja, also Eli hatte ein paar Grafiken gefunden bzw. er wollte, dass ich ihm das mal zusammensuche. Das habe ich dann mit Hilfe meiner KI auch gemacht. Die Frage war in den letzten Jahren oder letzten Landtagswahlen, und zwar bundesweit, wie groß ist eigentlich die Differenz in dem Ergebnis zwischen dem, wie tatsächlich gewählt wurde und dem, was kurz vorher die Wahlprognosen durch ihre Umfragen ergeben haben.
So, und da stellt sich heraus, dass also alleine in den letzten zehn Jahren, ich glaube knapp 20 von diesen Wahlen, ja, Abweichungen von über 3% hatten. Ja, 3% ist deswegen, weil die Prognosen eh eine Unschärfe von plus minus 3% haben. So, aber es gab eben doch eine ganze Menge, die deutlich höher als 3% lagen. Und das Höchste war, wenn ich das recht erinnere, 9,5%. 9,3. Nicht bei einer kleinen Partei, sondern bei einer großen Partei, das ist klar. Aber man sieht eben an solchen Ergebnissen, dass diese Umfragen selber keine Sicherheit bieten, sondern sie sind einfach nur ein Meinungsbild vor der Wahl, um wer tatsächlich wählt.
Und wie gewählt wird, das zeigt sich ja eben erst am Wahltag. Von Wahlmanipulation und Briefwahl und all diesen Sachen, die schlasse ich jetzt mal außen vor als Themenkreis. Sondern einfach nur, wir unterstellen, dass alles ordentlich läuft und trotzdem gibt es so hohe Abweichungen. Nicht in jedem Einzelfall, aber in mehr als genug Fällen. Konkret habe ich gefragt, lieber Uwe, frag doch mal bitte deine KI, die soll mal bitte die Historie bemühen. Gab es in den letzten zehn Jahren andere Fälle neben Sachsen-Anhalt, wo auf Landesebene die letzten demoskopischen Umfragen bei Landtagswahlen vom danach tatsächlichen Wahlergebnis abgewichen sind?
Also sind Wahlen in den letzten zehn Jahren auf Landesebene anders ausgegangen und zwar heftig anders ausgegangen, als die letzten Umfragen es suggeriert haben. Dann habe ich gefragt, bei welcher Wahl, in welchem Bundesland, wann war das und zwischen welchen Parteien, also bei welcher Partei war diese Differenz denn so groß? Und wie groß war vor allen Dingen die Differenz zum finalen Ergebnis? Und dann habe ich ihn gebeten, das einmal chronologisch und einmal nach der Abweichung zu sortieren.
Und da ist also folgendes Stimmungsbild mit rausgekommen, das ich sehr spannend fand. Und Uwe, jetzt denke ich mal, jetzt kannst du nochmal ansetzen. Das ist diese Liste. Ich zeige es nochmal in ganz, ganz groß. Was sehen wir hier? Ja, ich muss da eben hier im Bildschirm anders darstellen. Nee, du musst gar nichts darstellen. Du musst einfach nur auf Zoom gucken. Also, was haben wir? Ich sehe jetzt gar nichts, weil ich sehe nur dann was, wenn du sprichst, dann sehe ich was.
Aber wenn ich spreche, sehe ich nichts. Insofern muss ich mir mal die Tabellen selber rausholen. Wenn du sprichst, siehst du nichts? Seit wann denn das? Ja, weil das die Einstellung hier ist von Sprecher. Ich muss mal auf Galerie gehen. Uwe hat in seinem Zoom rumgespielt und deshalb gehen wir auf Ansicht und dann... Jetzt sieht er schon besser aus. In Galerieansicht kann ich jetzt hier besser gucken. So, was sehen wir? Also Landtagswahlen 2016 bis 2026. Zielgröße ist, welche Wahlergebnisse sind mehr als drei
Prozent von den Prognosen abgewichen. So, jetzt haben wir also diverse Bundesländer. So und ich Ich habe das mal nach Differenz hier sortiert, so wie Eli das sich gerne vorstellte. So, und dann sehen wir, es gibt natürlich Abweichungen im positiven wie im negativen Sinne. Also zum Beispiel hier die SPD in Schleswig-Holstein bei der Wahl in 2022, die hat 3% weniger, während zum Beispiel dann, was ist das nächste? Die AfD in Thüringen 3% plus. Egal ob plus oder minus, es ist eben eine Abweichung.
So, aber jetzt kann man sagen, okay, wo geht es denn maximal hin? Und da sehen wir ganz unten, Sachsen-Anhalt, haben wir eine Differenz von 9,3 Prozent. Das ist schwierig einzublenden. 9,3 Prozent. Und das eben bei der CDU und entsprechend in der Wahl vorher 6,3 und 5,9 Prozent, die dann eben zugelegt haben. Wir sehen also, es ist gar nicht so selten. Denn wenn wir uns mal fragen, wie viele Landtagswahlen sind denn in zehn Jahren?
So, wir haben ja in der Regel, werden die Landtage ja alle fünf Jahre gewählt. Das heißt, in zehn Jahren haben wir theoretisch 32 Landtagswahlen. Und hier sind ja schon mehr als die Hälfte, bei denen die Ergebnisse so stark abweichen. Und das finde ich schon ganz interessant. Also noch einmal kurz beispielhaft hier gezeigt am Beispiel Sachsen-Anhalt der größten Abweichung. Es gab eine Wahl in Sachsen-Anhalt 2021. Seht ihr ganz am untersten Ende jetzt des Bildschirms. Kann jetzt leider nicht noch mehr reinzoomen, sonst komme ich hier mit dem Zoom durcheinander.
Also die Wahl war am 6. Juni 2021 und die Abweichung betrifft die CDU. Die letzte Umfrage hat gesagt, die CDU steht bei 27,8%. Dann kam in derselben Woche die Wahl selbst und die CDU hat nicht 27,8%, sondern 37,1% geholt. Man hatte damit also eine Abweichung von der letzten Umfrage von 9,3%. Das ist deshalb relevant, weil Uwe sagt, die Hälfte aller dieser Umfragezahlen korrigiert sich noch. Jetzt nicht um 9%, sondern im Durchschnitt nur um vielleicht so 4 oder 5%, aber immerhin die Hälfte aller Umfragen kommt dann am Wahlabend noch einmal anders raus, als wie die letzten Umfragen es eben gezeigt haben.
Das bedeutet mal Fehlertoleranz ausgerechnet plus minus 3 Prozent. Es kann also sein, dass die AfD nicht etwa bei 40 Prozent steht, sondern gut und gerne eben die 45 Prozent knackt, die sie anvisiert hat. Vielleicht sogar das plus x schaffen könnte, wenn also die Abweichung einfach nur groß genug ist. Und statistisch gibt es dafür genügend bereits geschehene Vorfälle, wo wir das eben beobachtet haben. Von der kleinsten Abweichung hier oben, Schleswig-Holstein 2022, die SPD betreffend, bis hin zur allergrößten ganz da unten, CDU 9,3 und gar nicht so lange her übrigens, nämlich gerade erst bei der letzten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Wahnsinn.
Was zeigt die andere Tabelle, Uwe? Die AfD in den Schlussumfragen, 34 Landtagswahlen. Was war das? Das war ja nicht so... Du musst es mal rausholen. Ach, hast du schon. Habe ich doch schon. Ja, das zeigt im Grunde genommen jetzt nur, wie die AfD sich verhält. Und da können wir auch sehen, okay, zwischen 0 Prozent, also die Vorprognose stimmt mit dem überein, wie es da eingetroffen ist. Überhaupt sind ja relativ viele relativ dicht dran. Also wenn wir das jetzt mal gucken, Hier sind wir ja schon bei über der Hälfte der Landtagswahlen, wo das Ergebnis quasi innerhalb der statistischen Streuung liegt. Denn die liegt ja nur bei plus minus drei Prozent. Also guck mal hier, selbst bis hier unten. Wir haben ja schon vier Fünftel der Tabelle, sodass wir da annehmen können, rein statistisch gesehen, 1,8 Prozent sowieso.
Und wenn du noch die nächsten, die gelben dazu nimmst, ja die liegen ja auch noch mit drin. Dann bleiben von all diesen Fällen ja nur noch die unten, die orangen und die roten übrig, die wirklich deutlich über 3% dann gehen. Richtig. Also man kann dieser Tabelle, dieser historischen Auflistungen nehmen. In der Regel wird die AfD relativ richtig in den Umfragen dargestellt. Es gab aber auch schon Fälle, da ist die AfD also unterschätzt worden und hat um 6,5% besser abgeschnitten. Das war aber schon lange her, das war am 13. März 2016. Da hat man ja 18% prognostiziert in den Umfragen in der Wahlwoche und sie hat tatsächlich 24,3% gemacht.
Das war aber 2016 und da war die Abweichung 6,3 Prozent. Ansonsten bedeutet das, dass die Umfragen relativ ähnlich liegen in der letzten Woche vor der Wahl, wenn ich das richtig verstanden habe. Ja, und vor allen Dingen, das sind ja immer die Mittelmaße der verschiedenen Wahlforschungsinstitute und das ist ja auch statistisch gesehen sinnvoll, denn wer will denn vorher entscheiden, welches Wahlforschungsinstitut die besseren Analysen macht, denn die machen ja ihre Analysemethoden nicht öffentlich.
Das sind ja Blackboxes, also schwarze Kisten, die keiner reingucken kann. Wir sehen nur deren Ergebnisse und da steht dann unten drunter tausend Leute angerufen oder tausend Leute befragt. Aber was sie genau befragt haben, wie die zusammengesetzt waren, wie die Fragen laut würden, das alles wissen wir nicht. Und insofern denke ich, ist es korrekt, wenn man dann sagt, wir haben nur von verschiedenen Wahlforschungsinstituten Meinungen, die sich in Zahlen repräsentieren. Und wenn wir uns dazu eine Meinung bilden wollen, sind wir auf der sichersten Seite, wenn wir einfach das arithmetische Mittel bilden. Und insofern, denke ich, ist die Tabelle völlig korrekt.
Gut, in Ordnung. Und sie gibt einerseits Hoffnung, andererseits sagt sie auch, bei der AfD liegen die Umfragen demoskopisch relativ nah beim finalen Endergebnis. Das bedeutet, bei den anderen Parteien kann es sein, dass es eine große Streuung gibt und dass man sich bei den Altparteien irrt, aber die AfD, die wird relativ genau eben bereits eingeschätzt. Gut, soweit habe ich das verstanden. Dann lass uns jetzt mal gucken weiter im Text. Und zwar, es gibt ja unterschiedliche Szenarien, wie das also alles ausgehen kann. Drei Szenarien sagt das ZDF.
MrWissen2go spricht sogar von vier Szenarien. Das vierteste Szenario ist sogar total crazy. Die AfD regiert mit absoluter Mehrheit. Das ist das Szenario, was wir gerade durchgeguckt haben. Da gibt es mehrere Kombinationen. Ja, aber es ist möglich und du sagst, die Spanne geht von 37 Prozent im absoluten Extremfall, wenn da wirklich alles hinhaut mit den Wahlkreisen bis hin zu natürlich 45 Prozent plus x. Solange nur genügend Kleinstparteien rausfallen, hat Uli Siegmund die absolute Mehrheit sicher. Das könnte also klappen. Dann gibt es eine Option, die heißt ein breites Bündnis ohne die AfD. Und die dritte Option ist eine Minderheitsregierung. Breites Bündnis ohne die AfD, so wie ich das verstehe, würde bedeuten, die Altparteien schneiden doch sehr viel stärker ab als erwartet.
Wird die AfD zwar stärkste Kraft verfehlt, aber die absolute Mehrheit, könnten andere Parteien gemeinsam eine Regierung bilden. Nach der aktuellen Politbarometer-Umfrage würden neben der AfD auch CDU, Linke, SPD und Grüne, also wirklich der komplette Regenbogen, in den Landtag einziehen. FDP und BSW kämen auf 3%. Ob es für ein Dreierbündnis reicht, ist unklar. Womöglich müsste die CDU oder müsste ein CDU-gefühltes Bündnis von den Linken also unterstützt oder eben in einer Minderheitsregierung toleriert werden. Der Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU wurde zumindest im Osten von den politischen Realitäten inzwischen eingeholt, erklärt der Politikwissenschaftler Benjamin Höne. Er traut der CDU zu, dass sie als eine pragmatische Partei nüchtern abwägen könne, in welche Richtung sie sich öffnet.
Das ist im Prinzip schon durch die Blume gesagt, dass sie also die Brandmauer zu den Linken fallen lässt. Und die linken Spitzenkandidatin, die Eva von Angern, freut sich bereits schon darauf, hat sich gesprächsbereit gezeigt. CDU-Ministerpräsident Sven Schulze hingegen sagt immer wieder, er wolle sich weder von den Linken noch von der AfD abhängig machen. Vielleicht mal hier an dieser Stelle, lieber Uwe, wie siehst du denn, du hast ja den Gesülze Schulze vielleicht auch durch meine Sendung ein bisschen kennengelernt. Glaubst du, die CDU macht sich also wirklich bereit für eine Koalition mit den Linken und wäre bereit, auch über diese Brandmauer zu springen, wenn das nur bedeuten würde, dass sie an der Macht bliebe?
Ja, also ich denke, hier muss man schlichtweg den politischen Eigennutz der einzelnen Mandatsträger auch sehen. Die vertreten ihr eigenes Interesse und die Partei vertritt natürlich ihr Parteiinteresse. Und mit einem sind sie sich auf jeden Fall einig. Wir wollen ihre Sitze nicht aufgeben und sie werden mit Sicherheit nur mit Händen und Füßen gegen AfD-Sitze quasi eintauschen wollen. Deswegen denke ich schon, dass man sich auf so eine linke Koalition einlassen wird.
Denn was wäre denn die Alternative? Bei einer AfD, die jetzt auf 40 bis 43 Prozent taxiert wird, ist eins klar, wenn die dann nicht alles vergeigen in den nächsten fünf Jahren, dann ist die CDU, die kommt dann nie wieder in dieses Land, in irgendein Parlament rein. Also insofern müssen die im Grunde genommen in die linke Seite reinrutschen, weil sonst beerdigen sie sich selber. Und vor allen Dingen, das wird immer wieder nur so gezeigt, dass die CDU sich selber beerdigen würde. Wenn die Linken nicht mehr in die Regierung kämen, dann sterben sie auch einen langsamen Tod.
Weil erinnere dich zurück, die DDRler wählen ja eigentlich nur noch die linke Partei. Im Westen findet die Linke ja eigentlich gar nicht mehr so richtig statt. Es ist ebenfalls ein Ostphänomen, genauso wie die AfD früher ein Ostphänomen gewesen ist. Sterben darauf will ich hinaus, die Ex-DDRler in Thüringen, in Sachsen-Anhalt, in Brandenburg und in Sachsen und in Meck-Pomm aus, dann stirbt eben auch die Linke aus. Das heißt, sie ist auch mindestens genauso daran interessiert, irgendwie noch politische Relevanz, Macht zu haben und wenn das für die bedeutet, für die Linke, meinetwegen sich halt eben an den eigentlichen Klassenfeind, die CDU zu ketten, dann werden die das ebenfalls machen, die haben auch ein Interesse daran und sie sind vollkommen skrupellos und wären bereit, wirklich alle ihre Inhalte dafür über Bord zu schmeißen, solange das nur bedeuten würde, dass sie wieder wirklich halt irgendwie an die Macht kämen und eine Legislatur länger noch nicht gestorben sind.
Weil Tick-Tack, Tick-Tack, die Zeit arbeitet gegen die Linken, die ja eben eine Ex-DDR-Partei sind. Die CDU mag ja vielleicht noch eine Zukunft als CDU 2.0 haben, aber die Linken, sobald die DDR-Leute tot sind, ist Geschichte. Und so haben also beide Parteien ein Interesse daran, miteinander in dieses Koalitionsbett zu steigen. Aber ich denke, wir können uns einigen, die CDU wird mehr verlieren, oder? Wenn sie diese Brandmauer eingeht. Also auf jeden Fall wird die CDU ihr Profil hauptsächlich verlieren. Das heißt, man wird sich immer mehr fragen, ist das überhaupt noch die CDU, die man sich früher als CDU vorstellte.
Wir sehen doch jetzt, wie es im Bund läuft mit der CDU und der SPD. Die SPD ist die viel kleinere Partei und die profiliert sich gerade durchs Nein-Sagen, dass sie im Grunde genommen die CDU immer blockiert, unabhängig davon, wie schwach die CDU sich selber mit ihrem Kanzler präsentiert. Selbst wenn der Kanzler stark wäre, die SPD kann immer sagen, machen wir nicht mit, machen wir nicht mit und wenn ja, dann doch nur gegen eine bestimmte Gegenleistung. Und diese Gegenleistung ist aber eine solche, die gerade nicht dem typischen CDU-Wähler entspricht.
Das heißt, wer mit der SPD sich verbündet, in dem Fall jetzt im Bund oder mit den Linken, beide Parteien verlieren etwas. Beide Parteien machen ihre eigenen Wähler sich immer mehr abspenstig. Die CDU wird immer linker, sodass die normalen CDU-Mitglieder und Wähler sagen, das ist nicht mehr unsere CDU, die wählen wir nicht. Und die Linken werden immer rechter aus ihrer Sicht, weil sie sich auf Positionen einlassen müssen, die entgegen ihrer Weltvorstellung sind. Das heißt, auch die verlieren im Grunde genommen ihr Wählerpotenzial.
Das heißt, diese Hochzeiten sind quasi so eine Art von, ich sag mal, nicht von gemeinsam sind wir stärker, sondern wir verfleischen uns gegenseitig, aber es dauert dafür etwas länger. Anstatt freiwillig abzutreten mit dem erhobenen Kopf, schaffen sie es dadurch, dass sie auf ihren Sitzen festkleben, sich selber gegenseitig in den Ruin zu reißen und einer versucht, sich am anderen festzuhalten. Und das Ergebnis dieser mangelhaften Eigenpolitik ist eben, dass die Leute woanders hinrennen, in dem Fall eben zur AfD. Und insofern kann man eins nur sagen, man muss nicht für die AfD sein, aber die meisten Leute sind ja mittlerweile noch nicht einmal mehr für die klassischen Parteien, weil die einfach es nicht können.
Weil sie es beweisen, dass sie unfähig sind, die Probleme in diesem Land zu lösen. Und insofern würden sie ihre Fähigkeiten aufbauen, dann würden die Stammwälder sagen, da bleiben wir doch da, dann wählen wir die doch. Aber so wie die sich verhalten, treten sie sich ja selber gegen das Schienbein. Also so weit kann man eigentlich nicht sein. Anstatt sein Profil zu schärfen, wie man so oft sagt, verwässert man das immer nur. Und zuerst baut man die Brandmauer auf, um sich danach eben möglichst irgendwie eklatant einreißen zu können.
Und spätestens dann, wenn man also vor dem Scherbenhaufen seiner eigenen politischen Existenz steht und sich selber nicht mehr im Spiegel erkennt, fragt sich auch der Wähler, ja warum soll ich die CDU, warum soll ich die Linken, warum soll ich die überhaupt noch eigentlich wählen, wenn offensichtlich eine linke Partei mit einer rechten koalieren kann. Ja, dann ist das ja offensichtlich doch eben eine Einheitsfront, die sich da gebildet hat. Okay, die nächste Option ist eine Minderheitsregierung gegen die AfD und die finde ich hat dieser MrWissen2go ganz gut beschrieben und man muss fairerweise sagen, angesichts dessen, was du gerade aufgezählt hast, lieber Uwe, es ist auch gar nicht so unwahrscheinlich, dass die AfD leider Gottes eben an der absoluten Mehrheit scheitert und dass die danach irgendetwas zusammen fantasieren, obwohl sie nicht mal eine Mehrheit haben.
Also eben gerade das Szenario hat ja gesagt, irgendwie, wenn sie fünf Farben zusammenschmeißen, wenn alle reinkommen, kommen alle Verlierer zusammen auf 50 Prozent und haben irgendeine Mehrheit. So unwahrscheinlich das auch ist. Wahrscheinlicher ist, ein paar Verlierer wird es geben, die schaffen es gar nicht rein. Die AfD hat aber auch nicht genug für die absolute Mehrheit. Und die Loser-Koalition, die noch nicht einmal auf 50 Prozent kommt, kriegt trotzdem den Regierungsauftrag, weil sie einfach sagt, na gut, dann gehen wir halt lieber in die Minderheitsregierung, als dass wir die AfD ranlassen.
Die AfD. Nochmal ganz wichtig, das alles auf Basis aktueller Umfragewerte. Wie vorhin schon gesagt, je mehr Parteien es in den Landtag schaffen, desto schwieriger wird es für die AfD. Ganz konkret geht es dabei um die SPD, um die Grünen und um das BSW. Schaffen es zwei dieser drei Parteien über die 5%-Hürde, dann wäre eine absolute Mehrheit für die AfD eher unwahrscheinlich. Es sei denn, auch hier sie würde 45% plus x holen. Nehmen wir an, diese beiden Parteien sind die SPD und die Grünen. Dann könnte die CDU versuchen, mit diesen Parteien zusammen eine Minderheitsregierung zu bilden.
Vermutlich würden sie zusammen auf um die 30 Sitze im Landtag kommen. Also eigentlich zu wenig. Um den CDU-Kandidaten Sven Schulze trotzdem zum Ministerpräsidenten zu machen, könnten die Parteien bis in den dritten Wahlgang gehen und dann mit der Partei Die Linke vereinbaren, dass sie sich bei der Wahl enthält. Das wäre aber politisch heikel, weil die CDU... Und das ist deshalb so spannend, weil neuerdings wurde ja gefeiert, dass wenn das BSW ins Parlament reinkommt und sich im dritten Wahlgang enthält, dass dann Ulrich Siegmund, trotz dessen, dass er nicht die absolute Mehrheit der Sitze hat, Ministerpräsident wird.
Aber takes to the tango, dieses Spiel können beide spielen. Die Linken könnten sich ebenfalls mit den Altparteien eben im Hintergrund irgendwie abgesprochen haben, um zu sagen, na gut, dann verkleinern wir eben auch den Pool der Menschen, die du brauchst, um eine Mehrheit zu bekommen, wenn es dann um die Ministerpräsidentenwahl geht. Dazu müssen wir es nur irgendwie eben gemeinsam schaffen, das bis zum dritten Wahlgang hinaus zu zögern. Und dann steht Gesülze Schulze nämlich als Ministerpräsident da, trotz dessen, dass er zusammen mit seinen Losern nicht einmal auf 50 Prozent der Stimmen gekommen ist.
dass sie sich bei der Wahl enthält. Das wäre aber politisch heikel, weil die CDU eine Zusammenarbeit mit der Linken eigentlich kategorisch ausschließt. Ob sie eine bloße Enthaltung der Linken als Verstoß gegen diese Linie ansehen würde, das wäre eine entscheidende politische Frage, die sicher der Bundesverband der CDU auch beantworten müsste. Sollte die CDU damit einverstanden sein, würde das bedeuten, CDU, SPD und Grüne bilden gemeinsam eine Regierung mit Sven Schulze als gewähltem Ministerpräsidenten. Dieser Regierung würde allerdings eine eigene Mehrheit fehlen.
Das ist ja CDU, SPD und Grüne bilden die Regierung, aber den größten Hebel und das Erpressungspotenzial haben dann die Linken, weil die Linken es sein müssen, die ihn ja zum Ministerpräsidenten überhaupt erst machen. Und die tolerieren dann, wie es so schön heißt, also aka übersetzt erpressen, diese furchtbare Regierung, die auf gar keine Minderheit kommt. Und in Wahrheit ist das dann also ein Schattenkabinett, bei der die Linken sogar mehr Macht haben als die CDU. Das würde ja dann mal rauskommen.
Das ist genau das Prinzip, was wir ja eben schon kennen in der Bundesregierung, dass der Schwächere eben durch Blockadepolitik ja eigentlich der Stärkere ist. Also die Kunst des Neinsagens ist hier wichtiger als die Kunst des Ja-Sagens. Ich sage nur dann ja, wenn ich was kriege. Und das heißt, ich bestimme die Bedingungen, unter denen da überhaupt was zustande kommt. Der Stärkere kann irgendwas vorlegen. Wenn er aber nicht selber alleine stark genug ist, dann braucht er die Zustimmung. Und das heißt, er ist abhängig von dieser Zustimmung. So muss man das sehen.
Und die SPD macht das jetzt gerade vor. Sie ist eigentlich nur der Juniorpartner, aber weil sie Friedrich Merz ja überhaupt erst zum Kanzler gemacht hat, kann die SPD sich immer wieder sagen, naja, pö, machen wir halt eben nicht mit, dann macht doch ohne uns. Und Friedrich Merz weiß, dass seine Zahlen sich ja seither seit dem letzten Jahr nur noch verschlechtert hatten. Als er angetreten ist, hat er noch 28,5 Prozent. Inzwischen kann er sich glücklich schätzen, weil er überhaupt noch bei 20 bleibt. Und insofern, da werden wir nachher übrigens zu kommen, lieber Uwe, sind diese zwei also aneinandergekettet und Friedrich Merz und die SPD wird das surfen bis in den Sonnenuntergang 2029, weil alle anderen Alternativen für die halt eben nicht lohnenswert sind.
Bleibt gerne dran bis zum Schluss, Uwe holt dann nochmal einen raus im Bonusteil, das wird auf jeden Fall auch scheppern. Die müsse sie sich immer wieder suchen und käme dabei mutmaßlich in Schwierigkeiten, denn zur Auswahl stünden ja nur die AfD und die Linke, also zwei Parteien, mit denen die CDU nicht zusammenarbeiten möchte. Denkbar wäre in diesem Fall, dass die Linke mit ihrem Abstimmungsverhalten die Minderheitsregierung zumindest toleriert. Ähnlich wie bei der Wahl des Ministerpräsidenten. Und genau das gab es interessanterweise auch schon mal und tatsächlich in Sachsen-Anhalt. Zwischen 1994 und 2002 hat die SPD Minderheitsregierungen angeführt, die von der PDS, Vorgängerpartei der Linken, toleriert worden sind.
Als Magdeburger Modell ist das in die Geschichte angeht. Katastrophe! Es war damals politisch hoch umstritten, unter anderem wegen der SED-Vergangenheit der PDS. Besonders interessant aber ist auch noch, damals fehlten den Minderheitsregierungen einmal neun und einmal zwölf Sitze zur absoluten Mehrheit. Das wäre so ziemlich genau das, was die Linke 2026 auch bei einer Tolerierung einer Minderheitsregierung beisteuern könnte. Die erste positive Signale in diese Richtung gab es auch schon von der Linken, weil sie unbedingt eine Regierung der AfD verhindern möchte. Mehr dazu unten in der Infobox.
Also auch hier, historisch muss man dazu sagen, das ist nicht einfach nur statistisch und rechnerisch möglich. Es ist sogar schon zweimal, und das ist das Allerschlimmste, in Sachsen-Anhalt passiert. Und noch schlimmer, es waren schon wieder zweimal die Linken, die in den 90er Jahren das Magdeburger Modell als möglich gemacht haben. Das heißt, die Sachsen-Anhalter haben historisch eine, fast möchte ich sagen, irgendwie liebgewonnene Tradition, dass sie eher in eine Minderheitsregierung gehen und die Linken de facto die SED-Partei mitregieren lassen, als dass, wer auch immer da eben der neue Kandidat ist, die Kraft, die nicht gewählt werden konnte aus alleiniger Stärke, als dass die eben ihre Chance bekommen. Das sind keine guten Vorzeichen, lieber Uwe.
Ja, das ist natürlich so und ich möchte nochmal so eine Nebenbemerkung machen. Ich las gerade im Chat, dass jemand sagte, ja, wir beide hätten ja keine Ahnung, weil wir sind ja keine echten Ossis. Wer das sagt, hat natürlich nicht so richtig aufgepasst, denn wir hatten ja gerade fünf Minuten vorher die Tabellen gebracht, wie die AfD in den letzten Landtagswahlen abgeschnitten hat und wie die Unterschiede zwischen den Prognosen und den tatsächlichen Ergebnissen waren.
Und gerade in Sachsen-Anhalt war dann die Differenz 9,5 Prozent als schlechtes Ergebnis. Das heißt, wir haben ja das Faktum, dass diese Meinungsumfragen, wie die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt ausgehen, werden von wem gemacht? Zwar von Meinungsforschungsinstituten, aber wen befragen die? Doch die Wähler in Sachsen-Anhalt. Das heißt also, wenn in der Hälfte der Wahlen die Wahlprognosen daneben liegen, und zwar teilweise erheblich, dann liegt es darin, dass selbst die Leute in Sachsen-Anhalt nicht wissen, wie Sachsen-Anhalt tatsächlich denkt.
Denn sonst würden die Umfrageergebnisse präziser sein. Das muss man mal klipp und klar klarstellen. Es gibt niemanden, der es genau weiß. Auch derjenige, der sein Lebtag lang in Sachsen-Anhalt verbracht hat, auch der weiß es nicht besser. Ich weiß auch nicht, inwieweit ein Ossi einen besseren Überblick darüber haben sollte, wie Sachsen-Anhalt da eben wählt. Also du kannst meinetwegen in Sachsen-Anhalt geboren, gelebt und irgendwann auch gestorben sein. Du hast doch keinen Überblick über die zwei Millionen Leute, die 1,7 Millionen Wahlberechtigte, nur weil du irgendwie Ossi im Blut hast.
Da gibt es eben Institute, die versuchen, so gut wie sie können, eben Hochrechnungen zu machen, wie du richtigerweise gesagt hast, mit teilweise überkomplexen, teilweise patentierten geheimen Methoden und sonst was. Die haben sich darauf professionalisiert, deren wirtschaftliches, kommerzielles Überleben hängt davon ab, dass die möglichst genau das hinbekommen. Und die sind im Übrigen keine Ossis oder Wessis, sondern die sind einfach nur neutrale Analysten, die versuchen mit diesen Zahlen halt so gut es geht ins Schwarze zu treffen. Ich verstehe überhaupt nicht, warum das Argument, dass irgendeiner Ossi ist, der ihn in irgendeiner Form also befähigen soll, besser zu wissen, wie zwei Millionen Menschen fast eben an einem Stichtag eben abstimmen sollten. Also das Argument ist so hirnrissig, wie Friedrich Merz dumm ist. Unfassbar.
Tut mir leid, lieber Leute, da muss ich dich mal unterstützen, auch wenn ich es eigentlich nicht gut finde, wenn du dich immer wieder vom Chat ablenken lässt. Das ist ein spiegiges Szenario, aber einerseits sehr wackelig und andererseits würde es für die CDU einen ordentlichen Spagat und viele Diskussionen bedeuten. Die AfD wäre in diesem Fall nicht in der Regierung, sondern in der Opposition. Und damit zu drittens, eine überparteiliche Regierung. Das ist ein Szenario, das vor allem das BSW immer wieder ins Spiel bringt. Eine, so nennt es das BSW, Bürgerregierung. Die Spitzenkandidatin für...
Wenn ich Bürgerregierung schon höre, ich komme ja aus der ursprünglichen Sowjetunion, da kommt es mir schon wieder alles hoch, wenn die von Bürgerregierung oder Expertenregierung faseln, was sie ja in Corona-Zeiten ohnehin de facto eigentlich hatten, als Lothar Wieler und Christian Drosten die Ministerpräsidentenkonferenz angeleitet haben, mehr oder minder. Ja, und Uwe hat auch dazu sich Gedanken gemacht. Machen wir alles nachher im Bonus. Ja, und wir haben alle gesehen, wie das alles ausgegangen ist, wenn irgendeine Bürgerregierung, Expertenregierung, ja, das demokratische Mandat eben den Volksvertretern abnimmt.
Anhalt Claudia Wittig sagt dazu, wir wählen im Landtag einen überparteilichen Ministerpräsidenten, auf den sich alle Parteien in einem Dialogprozess einigen. Dieser Ministerpräsident stellt dann ein Kabinett zusammen, in dem es überwiegend um Kompetenz und Expertise geht. Davon abgesehen, dass es bei Ministerämtern immer um Kompetenz und Expertise gehen sollte, ist besonders interessant an diesem Vorschlag, dass der Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt gar nicht unbedingt Mitglied des Landtags sein müsste. Theoretisch könnte auch Jürgen Klopp Ministerpräsident werden, wenn er denn vorgeschlagen würde und ausreichend Stimmen bekäme.
Das ist in 15 Bundesländern in Deutschland so, nur nicht in Nordrhein-Westfalen. Da muss man Abgeordneter sein, um Regierungschef werden zu können. Das heißt für dieses Szenario, alle Parteien, die zusammen eine Mehrheit hinbekommen, Stimmen sich ab und legen fest, welche überparteilichen Menschen Regierungschef und Minister werden sollen. Die bringt man dann ins Amt und unterstützt sie im politischen Betrieb. Eine solche Regierung wäre rein formell nicht als klassische Parteienkoalition organisiert. Allerdings wäre sie darauf angewiesen, die Parteien, auch die AfD, für ihre Vorhaben zu gewinnen, damit sie im Parlament dafür abstimmen.
Für das BSW wäre das die beste Lösung für Sachsen-Anhalt. So heißt es immer wieder, die anderen Parteien sind allerdings eher zurückhaltend. Komplett neu ist diese Idee übrigens nicht, denn das BSW hat sie in den vergangenen Jahren vor Wahlen immer mal wieder ins Spiel gebracht und verschiedene Länder haben auch schon Erfahrungen mit parteiunabhängigen Expertenregierungen gesammelt. Unter anderem unsere Nachbarn Österreich. Auch in Italien hat man das schon gemacht. Allerdings waren diese Regierungen in der Regel nur für den Übergang angelegt, nicht als Dauerlösung. Ob es dem BSW aber überhaupt gelingt reinzukommen, das steht natürlich in den Sternen.
Uwe, wie siehst du das BSW? Ich habe ja vorhin gesagt, so ein bisschen pauschalisieren, sie sind und sie waren ein Mehrheitsbeschaffer, ihre ganzen Ideen sind alles nur Luftschlösser, aber wenn ich jetzt diesen komischen Moderator da, den Mirko glaube ich heißt, das alles aufzählen höre, dann komme ich nicht umhin, als mich zu fragen, wenn sie und ich meine damit das Establishment, als letzte Option, um die AfD zu verhindern, nichts anderes haben, weil alle anderen Optionen durchgefallen sind, als eine Expertenregierung eben aufzubauen.
Glaubst du, sie könnten rein theoretisch die Wahl so zurechtbiegen, wie sie bei der Bundestagswahl das BSW rausgelassen haben, dass sie das BSW irgendwie rein manipulieren, Stichwort Briefwahl oder whatever the fuck, damit sie diese Idee der Expertenregierung haben und zwar als Fallback für den Fall, dass alle anderen Optionen scheitern. dass man sagt, okay, bevor wir die AfD ranlassen, Gott sei Dank haben wir ja das BSW irgendwie rein manipuliert. Und jetzt machen wir also deren Expertenregierung alles. Hauptsache wir müssen nicht sagen, die AfD ist an der Macht.
Hättest du das für realistisch? Ich verstehe es gar nicht so wirklich als Expertenregierung, sondern es ist ja eigentlich dann eine Regierung, die für jeden Beschluss im Grunde genommen wechselnde Mehrheiten hat. Also insofern, dieser Magdeburger Weg ist ja gar nichts Stabiles, sondern das ist ja etwas eine Notlösung von Schwachen, die sich zusammentun, die sich aber gar nicht wirklich einig sind. Also man kann keine Politik machen in einem Land, wenn das Einzige darin besteht, die Oppositionspartei, die die stärkste ist, als stärkste Einzelpartei ist, außen vor zu halten. Das kann keine Politik werden. Das heißt, diese Politik mag dann zwar irgendwie formal eingerichtet werden können, theoretisch, aber die kann doch gar nichts bewirken. Also das kann doch nur ein Rumgedödel sein, wo man seine Zeit verplempert und Steuergelder für umsonst ausgibt.
Aber lieber Uwe, da muss ich dich ja, sag ich mal, daran erinnern, dass in Thüringen aktuell genau das gemacht wird. In CDU passiert überhaupt nichts. Die Bromberg-Koalition hat eine Minderheitsregierung, ist zusätzlich angewiesen auf die Tolerierung einer zusätzlichen linken Stimme. Nichts, kein einziger Impuls ist in den letzten zwei Jahren seit 2024 aus Thüringen gekommen. Ein Plagiator, Mario Vogt, hat dort die Krone auf, das BSW, die Abspaltung davon, hat bereits jetzt gerade, zuletzt diese Woche, die Möglichkeit gehabt, ihn mal zu stürzen. Aber sie haben es lieber vorgezogen, rum weiter zu dödeln, um in einer Sprache zu bleiben und Thüringen stagnieren zu lassen, als dass man sagt, nein, wir lösen diesen Sauhaufen auf und machen mal was Produktives draus.
Ja, aber da siehst du, das ist ja gerade quasi die Melange, in der eine Expertenregierung gar nicht gedeihen kann. Eine Expertenregierung kann nur dann funktionieren, wenn sie eine straffe Struktur hat und die Anweisungen von oben nach unten noch ausgeführt werden. Was wir hier aber haben, ist eben, was dazu kommt. Da mag oben ein Experte sitzen, aber der kann ja nichts durchsetzen, weil die Meinungen zu verschieden sind. Also Expertenregierungen gehen nur in Systemen, wo Befehle und Gehorsam quasi störungsfrei von oben nach unten durchgeleitet werden können. Das geht aber nicht bei einer Truppe, die komplett zersplittert ist. Die so zersplittert ist, dass sie nur gemeinsam überhaupt irgendwie sich über Wasser halten kann.
Ja, wobei du hast schon wieder missverstanden, was ich eigentlich sagen wollte. Du sprichst ja davon, dass die eine effiziente Expertenregierung auf die Beine stellen wollen. Mein Argument ist, denen ist vollkommen egal, wie ineffizient deren Expertenregierung wird. Die wollen einfach nur die AfD verhindern und irgendwie vor sich hindödeln. Und wenn dein Ziel ist, einfach nur vor dich hinzudödeln, kann man auch sowas auf die Beine stellen. ja gut also wenn du und dann sind wir aber dann hat das wort experte aber keine bedeutung mehr
dann ist es wertlos dann ist es auch völlig egal ob da eine backpfeife sitzt ja oder ein experte wenn das ergebnis ist die tatenlosigkeit der oder wirkungslosigkeit so und wie man die dann benennt ja das ist eine reine marketing angelegenheit richtig aber wie gesagt die mission das ziel wäre dann einfach nur die macht zu erhalten anstatt in irgendeiner form etwas für sachsen anhalt zu bewegen
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Wie viel braucht Siegmund? | Sachsen-Anhalt vor der Wahl“, Die Welt Klar Sehen, 31.08.2026.
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Gastauftritt bei Elijah Tee, als 60:47-Ausschnitt auf den eigenen Kanal gestellt. Uwe rechnet an zwei selbst gebauten Excel-Mappen vor, was zusammenkommen muss, damit eine Partei in Sachsen-Anhalt allein regieren kann — und zeigt, dass die Sitzmehrheit weniger am eigenen Ergebnis hängt als daran, wer die Fünf-Prozent-Hürde reißt. Dazu die Verlässlichkeit von Umfragen aus allen Landtagswahlen 2016 bis 2026 und die vier Wege nach dem Wahlabend, vom Alleinregieren bis zur Bürgerregierung.
